Berlinale: "Wer wenn nicht wir" mit August Diehl

August Diehl stellte gestern seinen RAF-Film „Wer wenn nicht wir“ auf der 61. Berlinale vor. Der Film beschäftigt sich jedoch nicht mit der RAF an sich, sondern mit deren Vorgeschichte.

Neuer RAF-Film von Andreas Veiel.

Berlinale: August Diehl und seine Kollegen von
“Wer wenn nicht wir”

„Ohne den Führer hätte es dich doch gar nicht gegeben! Dein Vater wollte keine Kinder – der Führer hat sich Nachwuchs gewünscht!“, wird Bernward Vesper (August Diehl) von seiner Mutter hinterher gerufen. Bei diesem handelt es sich um eine der Hauptfiguren von dem Film „Wer wenn nicht wir“, der gestern auf der Berlinale vorgestellt wurde. Bernward Vesper wächst unter schwierigen Verhältnissen auf. Sein Vater bittet ihn am Sterbebett darum, seine Blut-und-Boden-Schriften neu zu veröffentlichen. Der von den Nazis gefeierte Dichter kann einfach nicht mit dem Dritten Reich abschließen. Bernward Vesper verteidigt ihn.

Er lebt zu einer Zeit, in der die Vergangenheit totgeschwiegen wird. Über Kriegsverbrechen oder das Dritte Reich wird nicht geredet und alte Nazis machen wieder Karriere. Dann lernt Bernward Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis) kennen und lieben. Sie gehen gemeinsam nach West-Berlin und werden Teil von Befreiungsbewegungen und Studentenprotesten. Die Beziehung hält an, bis Gudrun Ensslin Andreas Baader kennen lernt – und sich für die Gewalt entscheidet.

Der Film mit August Diehl dauerte zwei Stunden und versucht, die politische Entwicklung von Gudrun Ensslin und somit auch der RAF nachvollziehbar zu machen. Gestern auf der Berlinale erklärte der 51-jährige Regisseur Andreas Veiel, es gehe in seinem Film nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Gegenwart. Er wolle dem Zuschauer „Raum für neue Fragen öffnen“ bzw. „Raum für den eigenen Film“ geben. Seit 1986 wurden regelmäßig RAF-Filme auf der Berlinale gezeigt, einen Film über die Vorgeschichte der RAF gab es bislang allerdings noch nie. “Wer wenn nicht wir” gehört zu den Wettbewerbsfilmen, die morgen Abend auf der Berlinale ausgezeichnet werden.

Bildquelle: gettyimages


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