Im Interview

Coldplay zwischen Welttour & Beyoncé

Coldplay zwischen Welttour & Beyoncé

Gerade erst spielten die Jungs von Coldplay während der Halbzeit des Superbowls, jetzt gehen sie mit ihrem neuen Album auf große Welttournee. Doch bevor die Vier in den Tourbus steigen, hatten wir die Chance, exklusiv mit Drummer Will Champion zu sprechen!

Wenn Künstler ein Album herausbringen, gehen sie damit auch auf Tour – das scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Coldplay, die auch musikalisch gerne mal Dinge anders machen als andere Bands, brachen mit ihrer letzten Platte „Ghost Stories“ mit dieser Tradition und gingen statt auf die Bühne direkt ins Studio, um ein neues Album aufzunehmen. Das Ergebnis steht seit einigen Monaten in den Läden – und „A Head Full Of Dreams“ ist sehr erfolgreich. Gerade erst haben die vier Musiker um Frontman Chris Martin ihre neue Single „Hymn for the weekend“ ausgekoppelt und ein farbenfrohes Video dazu veröffentlicht. Gedreht wurde es in den Straßen von Mumbai, gezeigt werden unter anderem Szenen eines indischen Holy-Festivals.

Natürlich wollten wir direkt wissen, wie die Band auf die – für Coldplay doch eher untypische – Idee kam, ein so buntes Video zu drehen. „Ein Thema des Albums ist die Explosion von Farben. Wir haben uns schon immer für die Holy-Festivals interessiert, die sehr bunt und voller Energie sind. Das wollten wir in das Video einbeziehen“, verriet Will. Für den Videodreh waren Coldplay nur kurze Zeit in Indien, aber diese Zeit hat Will nachhaltig geprägt: „Es hat mir neue Energie gegeben!“

Für die Single „Hymn for the weekend“ holten sich Coldplay nicht irgendjemanden ins Boot – niemand Geringeres als Beyoncé steuerte die Vocals zu dem tanzbaren Song bei. Die Zusammenarbeit mit dem Superstar hat den Schlagzeuger beeindruckt, wie er uns verriet: „Es gibt einen Grund, warum sie der beste Popstar der Welt ist! Sie arbeitet unglaublich hart und achtet auf jedes Detail.“ Und obwohl die musikalischen Unterschiede zwischen Coldplay und Beyoncé ziemlich groß sind, war das Arbeiten am gemeinsamen Song laut Will eine wichtige Lektion für die Band.

Coldplay auf der Bühne
Drummer Will Champion (2.v.l.) gewährte uns einen exklusiven Einblick in das Bandleben von Coldplay

Einmal um die Welt – Coldplay auf Stadiontour

Nachdem die Fans eine ganze Weile warten mussten, können sie Coldplay bald wieder auf der Bühne bewundern. Nächsten Donnerstag startet die „A Head Full Of Dream“-Tour in Argentinien. Auch für die Band geht damit eine lange Durststrecke zu Ende. „Ich habe schon vergessen, wie es sich anfühlt, eine große Show zu spielen“, berichtet Will. Alle, die Tickets für die drei Shows in Deutschland ergattern konnten, dürfen sich auf eine bunte Show freuen, an der die Vier lange gearbeitet haben. „In der Welt passieren gerade viele schlimme Dinge und wir wollen, dass die Zuschauer bei unserer Show den Zusammenhalt spüren – sie sollen sich fühlen, wie bei einer kollektiven Umarmung“, so der Schlagzeuger weiter. Aufgeregt sind Will und die anderen Bandmitglieder nach 20 Jahren übrigens kaum noch, wenn sie die Bühne betreten. „Es ist ein total surreales Gefühl, aber ich bin entspannt. Wir spielen vor 80.000 Leuten und während der Songs denke ich darüber nach, wann ich mich um die Wäsche kümmern und das Fußballspiel morgen anschauen kann. Das fühlt sich aber gut an, denn ich weiß, dass ich meine Arbeit mache und alles gut wird“, erklärt der Drummer lachend.

Die Band entspannt, die Farben bunt, die Musik großartig – die kommende Coldplay-Tour verspricht eine außergewöhnliche Erfahrung zu werden, sowohl für die Band als auch für die Zuschauer. Am 1. Juni spielen Coldplay in Gelsenkirchen, am 29. Juni in Berlin und am 1. Juli sind sie in Hamburg zu Gast.

Bildquelle (Teaser-/Artikelbild): gettyimages/Christopher Polk

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