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Was hilft?

Tattoo juckt: Alles über Ursache, Behandlung und Co.

Tattoos können nicht nur beim Stechen Schmerzen verursachen, sondern auch beim Abheilen einige unschöne Nebenwirkungen zeigen. So kann es zum Beispiel passieren, dass das Tattoo juckt und sich unangenehm anfühlt. Hier bekommst du Tipps gegen den Juckreiz.

Tattoo juckt: Was ist die Ursache?

Dein Tattoo juckt meistens in den ersten Tagen und Wochen nach dem Besuch im Tattoo-Studio. Der Juckreiz ist leicht zu erklären: Wenn du dir ein Tattoo stechen lässt, fügst du deiner Haut durch die Nadeleinstiche viele kleine Wunden zu, die erst einmal verheilen müssen. Dazu müssen die Zellen die beschädigte Hautschicht wiederherstellen. Das Jucken ist Teil des Heilungsprozesses und somit eine ganz natürliche Reaktion deiner Haut. Auch wenn du dir ein Tattoo mithilfe einer Laserbehandlung entfernen lässt, kann die betroffene Stelle im Anschluss kribbeln und gereizt sein.

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Wie lange juckt ein Tattoo?

Natürlich verläuft der Heilungsprozess bei jedem anders ab. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass der Juckreiz zwei bis drei Wochen anhalten kann. Wenn er danach immer noch nicht nachlässt, solltest du auf jeden Fall zurück in das Studio gehen, in dem du dein Tattoo gestochen hast und der oder die Tätowierer*in sollte einen Blick drauf werfen. Ein Besuch beim Hautarzt ist immer dann ratsam, wenn der Juckreiz ungewöhnlich lange anhält und auch im Studio nichts festgestellt werden konnte. Wenn es also generell keinen erklärbaren Grund für den Juckreiz gibt oder sich zusätzlich Pusteln oder andere Auffälligkeiten der Haut zeigen, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Tattoo juckt: Was kann man tun?

#1 Auf keinen Fall kratzen

Die Versuchung ist groß, doch du solltest ihr in jedem Fall widerstehen: Dein juckendes Tattoo zu kratzen, kann fatale Folgen haben. Nicht nur, dass du so die Heilung beeinträchtigen kannst, indem du bereits abgeheilte Stellen wieder aufreißt, sondern auch Dreck, der sich unter deinen Fingernägeln befindet, kann eine Entzündung auslösen. Außerdem kann sich das Erscheinungsbild des Tattoos verändern und Farbergebnisse fleckig werden, oder Narben können sich bilden.

#2 Vorsichtig klopfen

Was macht man denn, wenn man nicht kratzen darf? Entweder man beweist Willensstärke und lässt komplett die Finger vom Tattoo oder man klopft ganz vorsichtig auf die betreffende Stelle. Wichtig auch hierbei: die Hände vorher waschen! Was du auch versuchen kannst: Kratze einfach auf deinem Stuhl oder einem Stück Stoff, wenn der Kratzdrang übermächtig wird. Das hilft schon mal kurzfristig.

#3 Salbe verwenden

Mit speziellen Wund- und Heilsalben kannst du dein Tattoo beim Heilungsprozess unterstützen, um den Juckreiz mindern und Entzündungen vorzubeugen. Achte dabei darauf, dass du deine Hände vorher ausgiebig wäschst und nur eine dünne Schicht aufträgst, damit die Creme schneller und besser einziehen kann. Gut geeignet ist zum Beispiel Bepanthen oder die klassische Tattoo-Creme.

#4 Kühlen

Um den Juckreiz zu lindern, können Kühlakkus helfen. Wichtig dabei: immer ein sauberes Tuch darum wickeln. So wird deine Haut vor Verunreinigungen geschützt.

#5 Duschen

Duschen kann bei Juckreiz eine wahre Wohltat sein. Dabei kannst du die Temperatur auch bewusst ein wenig herunterdrehen, sodass die betroffene Stelle gekühlt wird. Schnapp dir im Anschluss ein Papiertuch, um dein Tattoo abzutupfen. Dein normales Handtuch kann Bakterien enthalten, die du ganz sicher nicht auf deinem noch abheilenden Tattoo verteilten willst. Sobald alles trocken ist, kannst du Lotion darauf tupfen, um für die richtige Versorgung mit Feuchtigkeit zu sorgen.

Wenn dein Tattoo juckt, handelt es sich in den meisten Fällen um eine ganz normale Nebenwirkung des Heilungsprozesses. Durch Kälte und sanftes Klopfen auf der entsprechenden Stelle kannst du das unangenehme Kribbeln lindern. Falls der Juckreiz jedoch ungewöhnlich lange anhält und sich die Hautstelle zusätzlich verändert, solltest du von deinem Hautarzt abklären lassen, ob eine Tattoo-Allergie oder eine Hautkrankheit dahintersteckt.

Bildquelle: Getty Images / fpphotobank

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