Tattoo juckt
Christina Tobiasam 23.07.2018

Tattoos können nicht nur beim Stechen Schmerzen verursachen, sondern auch beim Abheilen einige unschöne Nebenwirkungen zeigen. So kann es zum Beispiel passieren, dass das Tattoo juckt und sich unangenehm anfühlt. Hier bekommst du Tipps gegen den Juckreiz.

Woher kommt der Juckreiz?

Dein Tattoo juckt meistens in den ersten Tagen und Wochen nach dem Besuch beim Tätowierer. Der Juckreiz ist leicht zu erklären: Wenn du dir ein Tattoo stechen lässt, fügst du deiner Haut durch die Nadeleinstiche viele kleine Wunden zu, die erst einmal verheilen müssen. Dazu müssen die Zellen die beschädigte Hautschicht wiederherstellen. Das Jucken ist Teil des Heilungsprozesses und somit eine ganz natürliche Reaktion deiner Haut. Auch wenn du dir ein Tattoo mithilfe einer Laserbehandlung entfernen lässt, kann die betroffene Stelle im Anschluss kribbeln und gereizt sein.

5 Tipps: Das hilft wirklich, wenn das Tattoo juckt

#1 Auf keinen Fall kratzen

Die Versuchung ist groß, doch du solltest ihr in jedem Fall widerstehen: Dein juckendes Tattoo zu kratzen, kann fatale Folgen haben. Nicht nur, kannst du die Heilung beeinträchtigen, indem du bereits abgeheilte Stellen wieder aufreißt, sondern auch Dreck, der sich unter deinen Fingernägeln befindet, kann eine Entzündung auslösen. Außerdem kann sich das Erscheinungsbild des Tattoos verändern und Farbergebnisse fleckig werden, oder Narben können sich bilden.

Tipp: Auch wenn du es tagsüber schaffst, die Finger von deinem Tattoo zu lassen, kann es sein, dass du im Schlaf plötzlich beginnst zu kratzen. Um dich auf diesen Fall vorzubereiten, kann es helfen, die Fingernägel so kurz wie möglich zu halten und vielleicht sogar Handschuhe in der Nacht zu tragen.

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#2 Vorsichtig klopfen

Was macht man denn, wenn man nicht kratzen darf? Entweder man beweist Willensstärke und lässt komplett die Finger vom Tattoo oder man klopft ganz vorsichtig auf die betreffende Stelle. Wichtig auch hierbei: die Hände vorher waschen! Was du auch versuchen kannst: Kratze einfach auf deinem Stuhl oder einem Stück Stoff, wenn der Kratzdrang übermächtig wird. Das hilft schon mal kurzfristig.

#3 Salbe verwenden

Mit speziellen Wund- und Heilsalben kannst du dein Tattoo beim Heilungsprozess unterstützen und den Juckreiz mindern. Achte dabei darauf, dass du deine Hände vorher ausgiebig wäschst und nur eine dünne Schicht aufträgst, damit die Creme schneller und besser einziehen kann. Gut geeignet ist zum Beispiel Bepanthen*.

#4 Kühlen

Um den Juckreiz zu lindern, können Kühlakkus* helfen. Wichtig dabei: immer ein sauberes Tuch darum wickeln. So wird deine Haut vor Verunreinigungen geschützt.

#5 Duschen

Duschen kann bei Juckreiz eine wahre Wohltat sein. Dabei kannst du die Temperatur auch bewusst ein wenig herunterdrehen, sodass die betroffene Stelle gekühlt wird. Schnapp dir im Anschluss ein Papiertuch, um dein Tattoo abzutupfen. Dein normales Handtuch kann Bakterien enthalten, die du ganz sicher nicht auf deinem noch abheilenden Tattoo verteilten willst. Sobald alles trocken ist, kannst du Lotion darauf tupfen, um für die richtige Versorgung mit Feuchtigkeit zu sorgen.

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Wann muss ich zum Arzt?

Der Besuch beim Hautarzt ist immer dann ratsam, wenn der Juckreiz ungewöhnlich lange anhält. Tattoos brauchen, je nach Größe, üblicherweise zwischen zwei bis vier Wochen um vollständig zu heilen. Merkst du nach über einem Monat also immer noch einen starken Juckreiz, ist möglicherweise etwas nicht in Ordnung. Wenn es generell keinen erklärbaren Grund für den Juckreiz gibt, weil du dir kein neues Tattoo hast stechen lassen und dir auch keines entfernt wurde, oder sich zusätzlich Pusteln oder andere Auffälligkeiten der Haut zeigen, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Wenn dein Tattoo juckt, handelt es sich in den meisten Fällen um eine ganz normale Nebenwirkung des Heilungsprozesses. Durch Kälte und sanftes Klopfen auf der entsprechenden Stelle kannst du das unangenehme Kribbeln lindern. Falls der Juckreiz jedoch ungewöhnlich lange anhält und sich die Hautstelle zusätzlich verändert, solltest du von deinem Hautarzt abklären lassen, ob eine Tattoo-Allergie oder eine Hautkrankheit dahintersteckt.

Bildquelle:

iStock/Rawpixel


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