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Schuldgefühle

Emotionale Erpressung: 4 Tipps, wie du dich dagegen wehren kannst

Emotionale Erpressung ist gefährlich! Diese Verhaltensweise ruft Schuldgefühle hervor und gibt einem das Gefühl, nichts richtig machen zu können. Nach und nach sinkt das Selbstbewusstsein ... Doch, was kann man tun, wenn man vom eigenen Partner oder der Partnerin durch Vorwürfe unter Druck gesetzt wird?

Was ist emotionale Erpressung?

Wenn jemand emotionale Erpressung ausübt, löst er bei seinen Mitmenschen – seien es Freunde, Familie oder der Partner – gezielt Druck und Schuldgefühle aus. Häufig ist dem oder der emotionalen Erpresser*in nicht bewusst, dass er oder sie so handelt und manipuliert. Hinter diesem Verhalten verbergen sich Ängste, Aggressionen und Unsicherheiten, die sich in Vorwürfen und Wutausbrüchen entladen. Das Ziel: Die Person, die sie ausübt, will, dass ihr Gegenüber sich so verhält, wie sie es möchte. Außerdem stellt sich der oder die Erpressende in ein gutes Licht und fühlt sich in der Opferrolle.

Beispiele:

  • „Von dir hätte ich das am aller wenigsten erwartet.“
  • „Ich muss so viel mitmachen, nie nimmt mir jemand etwas ab.“
  • „Wenn ich dir wirklich etwas bedeuten würde, dann würdest du ... “
  • „Wenn das alles so weiter läuft, trenne ich mich.“
  • „Die Freundin von Tom macht kein Fass auf, wenn er mal einen zu viel trinkt.“

Wie geht man mit emotionaler Erpressung um?

Die Ursachen für emotionale Erpressung können vielfältig sein. Oft hegen diese Personen sehr hohe Erwartungen an ihr Gegenüber, äußern diese aber nicht. Sie brauchen Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit und fühlen sich gekränkt oder verletzt, wenn ihre Wünsche nicht erfüllt werden. Die Gefühle und Bedürfnisse des oder der Erpressenden zu ignorieren, ist nicht zielführend. Dennoch musst du dich nicht manipulieren oder blenden lassen.

Tipp 1: Emotionale Erpressung als solche erkennen

Der erste Schritt, um mit emotionaler Erpressung umgehen zu können, ist, sie als solche wahrzunehmen. Achte genau auf die Äußerungen deines Gegenübers und lerne Fakten und Vorwürfe voneinander zu unterscheiden. Führe dir vor Augen, dass du zu Unrecht unter Druck gesetzt wirst. Erst wenn du das realisiert hast, wird es dir leichter fallen, Grenzen zu ziehen und dich dagegen zu wehren.

Tipp 2: Selbstreflexion

Auch wenn du mit ungerechten Anschuldigungen konfrontiert wirst und diese nicht auf Fakten beruhen, solltest du deinem Partner oder deiner Partnerin zuhören, statt auf Durchzug zu schalten. Das Gegenüber und seine Bedürfnisse und Wünsche zu verstehen ist wichtig für die Beziehung. Wenn du durch die geäußerte Kritik selbst Fehler in deinem Verhalten erkennst, solltest du an diesen arbeiten. So nimmst du dem anderen nicht nur die Grundlage für Vorwürfe, sondern zeigst auch, dass du ihn oder sie ernst nimmst. Kommunikation sollte aber auch nie einseitig sein. Die gemeinsame Arbeit an der Beziehung darfst du genauso von deinem oder deiner Liebsten einfordern, wie er oder sie von dir.

Tipp 3: Mache selbstbewusst deinen Standpunkt klar

Bei emotionaler Erpressung liegt die Herausforderung vor allem darin, sich nicht unberechtigterweise unter Druck setzen zu lassen. Rufe dir ins Gedächtnis, dass der oder die emotionale Erpresser*in für seine oder ihre Gefühle selbst verantwortlich ist. Auch wenn du nicht nach deren Vorstellungen „funktionierst“, bist du kein schlechter Mensch. Um die Situation zu entschärfen, solltest du vor allem über deine eigenen Gefühle und Wahrnehmungen reden und in neutralen Ich-Botschaften argumentieren, statt auf Provokationen einzugehen. Sätze wie „Ich habe das nicht getan, um dir wehzutun“ beziehen selbstbewusst und klar Stellung – ohne Entschuldigung oder Angriff zu sein.

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Tipp 4: Habe Geduld – aber trenne dich, wenn sich nichts bessert

Gerade eingefahrene Beziehungsmuster sind nicht von heute auf morgen zu ändern. Umso wichtiger ist es, dass du Geduld mitbringst und weiterhin deutlich machst, dass du nicht mehr das Opfer der emotionalen Erpressung spielst. Sollte sich jedoch auch nach mehreren Streiten nichts am Verhalten deines Partners oder deiner Partnerin ändern, ist es Zeit dich zu fragen, ob deine Beziehung toxisch geworden ist, und du dich besser trennen solltest.

Behalte im Hinterkopf: Emotionale Erpressung ist kein Spaß und keine Kleinigkeit! Sie kann extrem ausarten und sehr gefährlich werden. Schrecke also nicht davor zurück, dir gegebenenfalls Hilfe bei Familie, Freunden oder einem Therapeuten zu suchen.

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Bildquelle: Unsplash / Andras Vas

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