Unglücklich verliebt
Anna Groß am 02.06.2017

Unglücklich verliebt zu sein, ist kein schönes Gefühl. Aber warum suchen wir Frauen uns eigentlich so oft den falschen Mann aus und was können wir tun, wenn es schon zu spät ist und wir bereits unglücklich verliebt sind? Wir klären dich auf!

Video: 5 Tipps gegen Liebeskummer

Jeder von uns geht etwas anders mit Liebeskummer um. Du weißt nicht, was du tun sollst Als Hilfe haben wir für dich unsere fünf besten Tipps im Video zusammengetragen.

Unglücklich verliebt zu sein, tut weh

Unglücklich verliebt in den falschen Mann

Du hast etwas besseres verdient als hingehalten zu werden.

Fast jeder kennt das Gefühl, unglücklich verliebt zu sein. Die Erkenntnis, dass Mr. Right sich nicht für uns interessiert und nur Freundschaft will oder schlichtweg nicht der Richtige ist, ist hart. Dabei hat doch alles so schön und aussichtsreich begonnen. Plötzlich stand er da, der Traummann. Ein Blick, ein Wort, ein Date, ein Kuss und ein unverbindliches „Ich melde mich.“ zum Abschied. Und dann nur gähnende Leere. Nichts. Kein Anruf, keine WhatsApp- oder Facebook-Nachricht. Und wenn du selbst anrufst, dann erreichst du ihn nicht. Will er nicht, oder ist er schlicht und einfach beschäftigt?

Und dann, genau in dem Moment, in dem du die Hoffnung schon fast aufgegeben hast: Der erlösende SMS-Ton. Herzklopfen, Freude und Angst vermischen sich miteinander. Du öffnest die Nachricht und liest eine Antwort dieser Art: „Sorry, hab’s nicht eher geschafft. Spontan Lust, was zu machen?“ Alle möglichen Gedanken kreisen daraufhin durch dein hübsches Köpfchen: Er hat sich doch noch gemeldet. Vielleicht mag er dich doch!? Aber wenn er dich gut findet, warum hat er sich dann erst jetzt gemeldet? Vielleicht will er auch nur mit dir ins Bett?! Sollst du dich wirklich mit ihm treffen? Es scheint tatsächlich so zu sein: Oft ist Frau bereits unglücklich verliebt, wenn der Mann noch gar nicht ans Verliebtsein denkt.

Warum er vielleicht nicht der Richtige für dich ist …

Frauen scheinen im Lesen der Zeichen und der Körpersprache der Männer bisweilen legasthenisch veranlagt zu sein. Das endet nicht selten damit, dass sie sich unglücklich verliebt haben und am Ende mit einem gebrochenen Herz dastehen. Wie kann es eigentlich sein, dass so viele Frauen immer wieder unglücklich verliebt sind und es scheinbar so viele „falsche Männer“ gibt, die die Mr. Right-Maske aufhaben?

Dr. Ragnar Beer, Psychologe an der Universität Göttingen, plädiert zunächst einmal für mildernde Umstände: „Man kann nicht generell sagen, dass sich alle Frauen immer in den Falschen verlieben. Das trifft bei weitem nicht auf alle zu!“ Statt danach zu fragen, warum man sich in den angeblich falschen Mann unglücklich verguckt hat, sollte man sich besser überlegen, was genau an ihm so falsch war, so Dr. Beer. „In wen wir uns verlieben, ist keine Entscheidung, die man bewusst trifft“, sagt er. „Verantwortlich für das Verliebtsein – und damit auch für das unglücklich Verliebtsein – sind bestimmte Programme, die im Gehirn ablaufen und die man gemeinhin mit ‚Die Chemie stimmt’ umschreibt“, erklärt der Psychologe.

Unglücklich verliebt: Sind die Muster im Kopf Schuld?

Unglücklich verliebt

Lerne aus deinen Fehlern!

„Erfahrungen, die man irgendwann mit Männern – sei es mit dem eigenen Vater oder mit früheren Partnern – gemacht hat, setzen sich im Gehirn als Muster fest. Dort sind sie etwas Bekanntes und werden als etwas, vor dem man keine Angst haben muss, bewertet“, erklärt der Psychologe Dr. Beer. So haben laut seiner These Scheidungskinder später häufig Angst davor, eine Beziehung einzugehen oder unglücklich verliebt zu sein, suchen aber gleichzeitig fast krampfhaft nach dem einen, richtigen Partner fürs Leben. Und wenn jemand vom Vater mit Liebe überhäuft worden ist, so ist es kein Wunder, dass man später nur jenen Partner akzeptieren kann, der einen auf ähnliche Weise liebt und vergöttert. Es ist also keine Schande, unglücklich verschossen zu sein, das Problem liegt vielmehr in der jeweiligen Sozialisierung begründet.

Aber: Die Schuld daran, dass man unglücklich verliebt ist, trägt nicht nur die Sozialisierung, sondern vor allem auch man selbst. Du solltest daher aus deinen Fehlern lernen: Nicht jeder, der groß ist, breite Schultern und ein sympathisches Lächeln hat und dir dann auch noch ein Kompliment macht, ist Mr. Right.

Frauen sehen oft vor allem das, was sie sehen wollen – und sind auch deshalb so häufig unglücklich verknallt. Um dich glücklich zu verlieben, solltest du die rosarote Brille hin und wieder ablegen und dein Gegenüber genau inspizieren. Die bittere Erkenntnis, dass du dich getäuscht hast, sollte nämlich besser früher als später kommen – so ersparst du dir gegebenenfalls die nächste Runde und bist vielleicht einmal nicht unglücklich verliebt.

Unglücklich verliebt und Kontakt abbrechen

Liebe kannst du nicht erzwingen – nicht mit Geduld, nicht mit der allergrößten Hingabe.

Unglücklich verliebt: Tipps gegen Liebeskummer

  1. Loslassen
    Wenn du unglücklich verliebt bist, solltest du die Situation akzeptieren und versuchen, dich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Vor allem solltest du dir klar machen, dass die Situation zwischen dir und dem Mann, in den du unglücklich verliebt bist, sich nicht mehr ändern wird. Liebe kannst du nicht erzwingen – nicht mit Geduld, nicht mit der perfekten Figur, nicht mit der allergrößten Hingabe. Lass los!
  2. Telefon aus!
    Auf keinen Fall macht es Sinn, das Objekt der Begierde mit Anrufen oder Nachrichten zu bombardieren. Das führt eher in die falsche Richtung. Auch wenn die Hoffnung meist zuletzt stirbt: Aus einem „unglücklich verliebt“ wird leider fast nie ein Happy End.
  3. Ablenken
    Wer unglücklich verliebt ist, dem hilft vor allem Ablenkung, um leichter über seinen Kummer hinwegzukommen: Sei es Sport, ein gutes Buch, ein toller Film, oder ein Cocktailabend mit der besten Freundin – erlaubt ist alles, was der Seele gut tut und davon ablenkt, dass man gerade unglücklich verliebt ist. Übrigens muss man sich zur Ablenkung manchmal ein bisschen zwingen, aber genau das solltest du auch tun: Schließlich solltest du nicht ewig unglücklich in der Liebe sein.
  4. Kontaktabbruch
    Wenn die Liebe aussichtslos erscheint, ist es generell ratsam, den Kontakt mit Mr. Right, oder eher „Mr. Wrong“, abzubrechen – auch oder gerade, wenn du dich unglücklich in deinen besten Freund verliebt hast. Denn jede neue Begegnung mit ihm reißt alte Wunden auf und unglücklich verliebt zu sein, sollte kein Zustand sein, den du möglichst lange konservieren solltest! Verabschiede dich von dem Gedanken, dass am Ende alles gut wird, wenn du nur genug Geduld hast. Nur Distanz kann helfen. Das ist zwar schwer zu akzeptieren, ist beim Thema „unglücklich verliebt“ aber sicher am besten!
  5. Kopf hoch, Rücken gerade!
    Die unerfüllte Liebe darf nicht zu Selbstzweifeln führen. Wer unglücklich verliebt ist, darf nicht denken: „Ich bin nicht gut genug für ihn.“, sondern muss sich immer wieder klar machen: „Ich habe etwas Besseres verdient.“. Mach dir klar, dass Liebe kein Leistungsport ist: Du kannst nicht gewinnen, indem du mehr einsetzt oder dich verbesserst. Selbstvertrauen statt Selbstzweifel lautet die Devise! Liebe ist immer etwas Gegenseitiges – unglücklich verliebt, ist man aber meistens ganz allein.

Hör damit auf, an jeder Ecke nach Mr. Right zu suchen oder vielmehr ihn krampfhaft sehen zu wollen. Stattdessen ist es wichtig, die Männer so zu sehen, wie sie sind – nicht, wie du sie gerne hättest. Sonst bist du vermutlich schon bald wieder unglücklich verliebt und der Kreislauf beginnt erneut. Fehlgriffe solltest du nutzen, um aus ihnen zu lernen. Eigentlich weißt du doch ziemlich genau, wen oder was du willst. Übrigens: Wenn dein vermeintlich Auserwählter nicht weiß, was er will, solltest du wissen, was du nicht willst! 😉 Eine gesunde Portion Realismus hilft, die Zeichen der Männer richtig zu lesen und es somit zu vermeiden, unglücklich verliebt zu sein. Und noch ein wichtiger Tipp auf der Suche nach wahrer Liebe: Versuche mal wieder öfter deiner Intuition zu vertrauen!

Bildquellen: iStock/AntonioGuillem, iStock/roshinio, iStock/ogichobanov, iStock/kieferpix

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