Wassersport

Nicht nur Fische fühlen sich im Wasser wohl – auch uns bietet das kühle Nass eine gute Gelegenheit, aktiv zu werden und Energiereserven anzukurbeln. Wassersport sorgt für gesunden Fitnessspaß – die ideale Mischung aus Vergnügen und sportlicher Betätigung bringt Pfunde zum Purzeln und trainiert den gesamten Körper. Doch Wassersport hat viele Gesichter: Welche Wassersportarten gibt es überhaupt und welche ist die richtige für Dich?

Wassersport macht Spaß

Wassersport hält Dich fit

Das Angebot an Wassersport ist vielseitig und beherbergt für jeden Typ, für jede Konstitution und für jedes Alter eine passende Aktivität. Schwimmen gilt als „Mutter des Wassersports“, aber daneben gibt das kühle Nass noch zahlreiche weitere Disziplinen her. Das praktische am Wassersport ist, dass Du sowohl drinnen als auch draußen aktiv sein kannst! Naturfreunde treibt es eifrig in die Gewässer Deutschlands, aber auch in der kalten Jahreszeit kannst Du Dich beim Wassersport in der Schwimmhalle auspowern! Wir stellen Dir die angesagtesten und effektivsten Sportarten vor!

Schwimmen: Allroundtraining für einen straffen und konditionsstarken Körper

Wer hat’s erfunden?

Heutzutage ist Schwimmen selbstverständlich. Jedes Kind lernt bereits in der Schule die Schwimmtechniken. Ein genauer Zeitraum, wann die Menschen anfingen, sich im Wasser fortzubewegen, ist jedoch nicht bekannt. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass die Menschen schon vor mehreren Tausend Jahren schwimmen konnten. So wurden in einer Höhle des Gilf Kebir in der Libyschen Wüste, einem Teil der Sahara, Felsmalereien entdeckt. Diese Zeichnungen sind schon 8.000 Jahre alt und zeigen Figuren beim Brustschwimmen. Altägyptische Hieroglyphen bilden ebenfalls Schwimmer ab und auch bei den Griechen gehörte dieser Wassersport zum guten Ton.

Schwimmen ist der typischste Wassersport und sozusagen die Grundvoraussetzung, um andere Wassersportarten zu betreiben. Doch beim Schwimmen geht es um viel mehr, als nur sicher den Kopf über Wasser zu halten. Um fit zu bleiben und vielleicht sogar noch etwas abzunehmen, ist Schwimmen der ideale Sport. Bei diesem Wassersport trainierst Du den gesamten Körper und stärkst gleichzeitig Deine Ausdauer. Für Übergewichtige ist Schwimmen besonders effektiv: Bei diesem Wassersport wird viel Energie verbrannt und gleichzeitig werden Gelenke, Knochen und der Rücken beim Training geschont. Denn beim Schwimmen wird der Körper im Wasser regelrecht getragen, sodass für die Bewegungen nur reine Muskelkraft benötigt wird und die Gelenke den Körper nicht zu stützen brauchen. Man spürt das eigene Gewicht nicht so stark wie „an Land“. Damit ist es eine schonende Methode, um sich fit zu halten. Und zudem ein absoluter Fatburner: Pro Stunde kannst Du mit Schwimmen 300-600 kcal abbauen. Das Anstrengende beim Schwimmen ist der Widerstand des Wassers, gegen den Dein Körper arbeitet. Bei diesem Wassersport stehen Dir verschiedene Schwimmstile zur Auswahl: Brustschwimmen, Kraulen oder auch Rückenschwimmen. Schwimmen ist der richtige Wassersport, um Fettpölsterchen loszuwerden und Muskeln aufzubauen. Dabei gibt es einige Dinge, auf die Du achten solltest. So ist die richtige Atemtechnik wichtig, um im Wasser powern zu können. Atme ruhig und gleichmäßig ein und aus. Beim Brustschwimmen und Kraulen atmest Du unter Wasser aus – auf diese Weise behälst Du einen gleichmäßigen Rhythmus bei und Deine Atmung und die Körperbewegungen befinden sich im Einklang. Zudem ist die richtige Körperhaltung im Wasser entscheidend: Eine gerade Körperhaltung schont den Rücken und beugt Krämpfen vor. Mach Dich im Wasser also ganz lang und strecke Dich aus. Ein effektives Schwimmtraining sieht kurze Intervalleinheiten vor, in denen Du mit Sprints richtig Gas im Wasser gibst. Schwimme zwei Bahnen, so schnell wie Du kannst, und kehre dann zu einem ruhigeren Tempo zurück, das Du wieder einige Bahnen lang einhälst. Wenn sich Dein Puls wieder normalisiert hat, startest Du wieder richtig durch. Um diesen Wassersport noch zu intensivieren, kannst Du Dir verschiedene Hilfsmittel zulegen. Besorge Dir z.B. kleine Paddel für die Hände, mit denen Du den Widerstand im Wasser noch erhöhst. Mit den Paddeln brauchst Du einen größeren Kraftaufwand und kannst den Muskelaufbau ankurbeln. Dies trainiert vor allem Deine Arme. Wenn Du den Fokus lieber auf Deine Beine legen möchtest, bietet es sich an, mit einem Brett zu trainieren. Während Du das Brett mit den Händen festhältst und die Richtung Deines Körpers steuerst, muss die gesamte Antriebskraft aus Deinen Beinen kommen. Gehe regelmäßig schwimmen und binde diese kleinen Helfer ab und zu in Dein Wassersport-Training ein und sorge so für ein gesundes Ganzkörpertraining.

Für wen ist Schwimmen interessant?

Schwimmen bietet Dir die Möglichkeit, in einem Verein aktiv zu sein oder auch – falls Du Dir keine festen Zeiten für das Training schaffen kannst – alleine zu trainieren. Gehe ganz nach Deinem eigenen Belieben und Vorstellungen ins Hallenbad und ziehe Deine Runden! Diesen Wassersport kannst Du sowohl indoor als auch outdoor betreiben: Genieße im Sommer das schöne Wetter und mache einige Züge im See oder Meer und verbinde im Herbst oder Winter das Schwimmtraining mit einem Saunagang, um Dich zu wärmen und Deinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Wenn Du abnehmen möchtest, ist dieser Wassersport prima für Dich geeignet: Schwimmen trainiert den gesamten Körper und schont gleichzeitig Deine Gelenke.

Wassersport hat viele Gesichter

Wassersport hat viele Facetten

Wasserball

Wer hat’s erfunden?

Erfunden wurde Wasserball in England. Dort wird dieser Wassersport als „water polo“ bezeichnet. Der London Swimming Club gründete 1870 ein Komitee, das dafür zuständig war, die Regeln des Fußballs auf ein Spiel im Wasser zu übertragen. Nach und nach wurden die Regeln dann verfeinert. Von England aus verbreitete sich dieser Wassersport weltweit.

Wasserball ist ein ideales Trainingsprogramm, bei dem Du Dich richtig ins Zeug legen und auspowern kannst. Es handelt sich dabei um einen Mannschaftssport, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten und versuchen, den Ball in das gegnerische Tor zu bringen. Beide Mannschaften bestehen aus jeweils 13-18 Spielern, von denen sieben spielen, und haben einen Torhüter, der in seiner Hälfte des Spielbereiches bleiben und die Bälle aufhalten muss. Ein Spiel dauert 4 mal 8 Minuten: In dieser Zeit musst Du den Ball mit viel Ausdauer und Geschick ins gegnerische Tor befördern. Dabei darf so ziemlich jedes Körperteil zum Einsatz kommen. Allerdings ist es nur dem Torhüter erlaubt, den Ball mit beiden Händen zu halten und mit der Faust zu schlagen. Deine Gegenspieler versuchen, Dich natürlich auf dem Weg zum Tor auszubremsen. Doch es muss dabei fair zugehen: Wenn Dich der Gegner z.B. durch Halten, Tauchen oder Zurückziehen behindert, wird er abgepfiffen und Du erhälst einen Freistoß. Drei solcher Spielverstöße führen zum Ausschluss des Spielers. Wie Du Dich bei diesem Wassersport durch die Fluten kämpfst, ist Dir überlassen: Jeder Schwimmstil ist beim Wasserball erlaubt. Um sich über Wasser zu halten, ist das Wassertreten die effektivste Methode, denn das Stehen auf dem Boden ist ausdrücklich verboten. Ansonsten wechseln sich die Spieler für gewöhnlich mit dem Kraulstil und Rückenschwimmen ab – durch sie kommt man am schnellsten vorwärts.

Für wen ist Wasserball interessant?

Spaß und Action sind Dir bei diesem Wassersport auf jeden Fall sicher! Je tiefer Du im Wasser stehst, desto anstrengender wird das Spiel. Wenn Du ein Teamplayer bist und auf Ballsport stehst, ist Wasserball genau das Richtige für Dich. Diese Disziplin wird auch bei den Olympischen Spielen ausgetragen und ist dort sogar die älteste Mannschaftssportart. Als Anfänger ist vielleicht Beachwasserball interessant für Dich: Dort gelten vereinfachte Regeln und der Spielbereich ist wesentlich kleiner. Eine Mannschaft besteht beim Beachwasserball aus sechs Spielern und zwei Torhütern. Diese Wassersport-Version wird nicht auf Zeit gespielt, sondern in Sätzen. Ein Satz geht zu Ende, wenn das insgesamt sechste Tor fällt. Diese sechs Tore müssen dabei nicht von einer Mannschaft allein ausgehen, sondern alle Treffer werden in einem Satz zusammengezählt.

Wakeboarding

Wer hat’s erfunden?

Wakeboarden wurde in den 80ern von Surfern entwickelt, die auf die Idee kamen, Motorboote als Helfer beim Wassersport einzusetzen. Heute hat sich Wakeboarding sogar schon bei den „World Games“ etabliert und auch eigene Wakeboarding-Weltmeisterschaften finden bereits statt. Der Name leitet sich von dem englischen Begriff „wake“ ab, der sich auf die von dem Motorboot künstlich erzeugte Welle bezieht. 1995 wurde der erste deutsche Wakeboarding-Verein in Berlin gegründet.

Wakeboarding ähnelt dem Wasserski – nur dass man dabei nicht auf zwei dünnen Brettern steht, sondern auf einem großen. Es ähnelt einem Skateboard und soll dem Wakeboarder sicheren Halt geben. Dazu wird der Wakeboarder auf dem Brett festgeschnallt: entweder barfuß oder in einer Halterung in Stiefelform. Ein Wakeboard ist zwischen 110 und 150 cm lang und etwa 50 cm breit.
Beim Wakeboarden wirst Du von einem am Boot befestigten Seil durch das Wasser gezogen: Du fährst dabei seitlich zur Fahrtrichtung und nutzt die von dem Boot erzeugten Wellen zum Reiten auf dem Wasser. Dabei kannst Du gut an Tempo gewinnen: Wakeboarder erreichen eine Geschwindigkeit von rund 35 bis 40 km/h. Der Schwierigkeitsgrad kann bei diesem Wassersport noch zusätzlich erhöht werden: Bei der Fahrt über Wasser kannst Du Hindernissen ausweichen und über Rampen springen. Wenn Du mutig bist, kannst Du Sprünge als regelrechte Stunts einüben und Drehungen vollführen. Du siehst: Beim Wakeboarden paaren sich Wassersport und Nervenkitzel!
Wakeboarding ist anstrengend – Du solltest daher schon eine gute Kondition mitbringen. Dieser Wassersport geht nämlich extrem in die Beine und den Oberkörper. Wichtig ist es, in der Hocke zu bleiben und die Körperspannung zu halten – auf diese Weise gleitet man übers Wasser. Es empfiehlt sich, einen Neoprenanzug zu tragen, denn der Fahrtwind kühlt auch bei Sommertemperaturen stark ab. Die Anzüge kann man sich häufig vor Ort ausleihen.Unter dem Neoprenanzug solltest Du einen Badeanzug oder Bikini tragen; in kalten Gewässern sollte man mehr darunter anziehen. Bei einem Sturz unbedingt die Leine loslassen, sonst schleift Dich das Boot weiter!

Für wen ist Wakeboarding interessant?

Du bist mutig und liebst die Geschwindigkeit? Du testest gerne Deine Grenzen aus und verbindest Sport mit Abenteuer? Dann probiere doch mal Wakeboarding aus! Dieser Wassersport ist rasant, sorgt für Fitness und bringt Abwechselung in den Alltag. Regelmäßig trainieren wirst Du diesen Sport zwar auf das gesamte Jahr gesehen leider nicht können, da Wakeboarding grundsätzlich outdoor betrieben wird und Du auf die warme Jahreszeit angewiesen bist. Aber im Sommer bringt es viel Spaß und jede Menge Action mit sich. Ob in der Gruppe oder allein – mit Wakeboarding kommt bestimmt keine Langeweile auf!

Welcher Wassersport ist der richtige für Dich?
Um nun die richtige Sportart für sich zu finden, bietet es sich an, sich erst einmal nach den regionalen Angeboten zu erkundigen. Was wird angeboten? Wann wird es angeboten? Nahezu jeder Verein bietet seinen Interessenten Schnupperkurse an, um sich auszuprobieren und eine Sportart zu entdecken. Wer sich also unsicher ist, welcher Wassersport der richtige für ihn ist, sollte sich nicht scheuen, so ein unverbindliches Angebot wahrzunehmen.

Wassersport und seine Vorteile

Die Gründe für den wachsenden Erfolg von Wassersport sind so vielseitig wie das feuchtfröhliche Vergnügen selbst. Denn Wassersport fördert und fordert den Körper auf vielen Ebenen. Er ist gelenkschonend und Körperfunktionen wie das Herz-Kreislauf-System werden positiv beeinflusst. Haut und Körper straffen und formen sich. Aber auch Kondition und Ausdauer werden adäquat gestärkt, das körperliche Wohlbefinden steigt und lästige Pfunde schwinden dabei zusehends. Nicht zu vergessen ist der entspannende Effekt, den der Wassersport durch das Ausschütten von Glückshormonen auf das Gemüt hat.

Wassersport als Diätmaßnahme?

Maßgeblich für den körperlichen Erfolg sind – wie bei jedem Sport – Faktoren wie Regelmäßigkeit und eine gesunde Ernährung. Damit sich positive Effekte einstellen, sollte man sich also einen Wassersport aussuchen, der einem dauerhaft Spaß macht und somit zum Weitermachen motiviert. Dafür wird man mit einem gesunden Körper belohnt, wobei Muskeln das überflüssige Fettgewebe ersetzen. Sind die ersten Schritte, Züge oder Stöße also erst einmal getan, rückt die körperliche Anstrengung in den Hinter- und das sportliche Vergnügen in den Vordergrund. Und gerade zur Sommerzeit fordert die Wärme zum Mitplanschen auf und bietet die ideale Kombination aus Erfrischung und Fitness.

Wassersport trumpft mit zahlreichen Disziplinen auf. Für welche Du Dich auch immer entscheidest: Wenn Du den Sprung ins kalte Wasser wagst, wirst Du mit dem Wohlfühlpaket aus gestähltem Körper und sonniger Laune belohnt. Mit ein bisschen Disziplin und jeder Menge sportlichem Spaß gelangst Du mit Wassersport zu Deiner Wunschfigur. Also Wasser marsch und auf ins kühle Nass!

Bildquelle 1: Zinco79/Thinkstock
Bildquelle 2: Purestock/Thinkstock


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Was denkst du?

  • kaffeekranz18 am 06.10.2014 um 10:38 Uhr

    Ich liebe alles, was mit Wassersport zu tun hat - Wasser ist genau mein Element. Ich empfinde das auch gar nicht als richtigen Sport, also als anstrengend, sondern eher als nette Freizeitbeschäftigung. Am liebsten mag ich Wasserball. Leider braucht man dafür immer so viele Leute. Aber auch nur alleine Schwimmen gehen gefällt mir gut.

    Antworten
  • pueppchen18 am 16.09.2014 um 14:13 Uhr

    Wassersport ist genau mein Ding! Schade, dass das Wetter mittlwereile nicht mehr so danach ist. Aber Ende September bin ich nochmal im Urlaub und dann kann ich nochmal so richtig loslegen. Ich stehe voll auf Surfen, aber auch der hier vorgestellte Wassersport macht Spaß. Ich liebe Wasser und bin im Nass genau in meinem Element!!

    Antworten
  • treuetomate am 04.09.2014 um 08:02 Uhr

    Ich bin eigentlich nicht so der Wassersport Fan, aber Wakeboarding find ich super! Ich habe das vor 2 Jahren zum ersten Mal ausprobiert und seitdem liebe ich es! Bei mir in der Nähe ist ein Kanal und da wird das angeboten. Erst hatte ich ein bisschen Angst, hab mich dann aber von meiner besten Freundin überreden lassen. Was soll ich sagen? Es ist einfach geil! Vielleicht mutiere ich ja doch noch zum Wassersport Freak... 🙂

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