Adoptiveltern über Facebook

Der Weg vom Paar mit Kinderwunsch zu glücklichen Adoptiveltern ist oft steinig und führt über Adoptionsagenturen und eine Menge Papierkram. Doch immer häufiger nehmen Paare ihr Glück selbst in die Hand und suchen über das Internet nach ihrem Wunschkind.

Adoption 2.0: Immer mehr Paare werden Adoptiveltern übers Internet

Wenn ein Paar keine eigenen Kinder bekommen kann, ist eine Adoption oftmals der letzte Versuch, doch noch eine Familie zu gründen. Obwohl es auf der Welt viele Kinder gibt, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, wird es willigen Adoptiveltern nicht immer leicht gemacht. Der Weg zum Wunschkind ist mit sorgfältigen Prüfungen, einem Haufen Papierkram und meist auch mit einer Menge Geld verbunden. Doch selbst wenn Agenturen und Behörden einem Paar ihr Okay geben, müssen potentielle Adoptiveltern oft noch sehr lange warten, bis die passende Schwangere gefunden wird. So auch Love und Brad Hulin. Seit April 2012 versucht das Ehepaar aus North Carolina, über eine Adoptionsagentur ein Kind zu bekommen. Nachdem jedoch anderthalb Jahre lang nichts passiert war, nahmen die beiden ihr Schicksal selbst in die Hand und starteten eine Facebook-Seite, um nach einer passenden Mami zu suchen.

Adoptiveltern übers Internet: Love und Brad Hulin mit Emma Faye

Die frischgebackenen Adoptiveltern lassen über Facebook die ganze Welt an ihrem Glück teilhaben.


Adoptiveltern durch Suche über Facebook

Der Versuch, über Facebook die Adoption selbst in die Hand zu nehmen, war für Love und Brad Hulin erfolgreich. Nach nur zwei Monaten trafen sie die Frau, die ihrem Baby das Leben schenken würde. „Es hat sich einfach alles richtig angefühlt“, erklärt der 36-Jährige Vater im Gespräch mit „Today.com“. Am 17. Juni 2014 wurden er und seine Frau Adoptiveltern der kleinen Emma Faye. Diese Art der Do-It-Yourself Adoption wird immer häufiger, sagt auch April Dinwoodie, Geschäftsführerin des Donaldson Adoption Institute, das erforscht, wie das Internet den Weg der Adoptiveltern beeinflusst. Über die sozialen Netzwerke und private Websites stellen adoptionswillige Paare sich vor und beschreiben ihr Zuhause und wie sie sich kennengelernt haben. Schwangere, die ihr Kind zur Adoption freigeben wollen, können sich so ein erstes Bild über die potentiellen Adoptiveltern machen.

Adoptiveltern übers Internet: Nicht immer erfolgreich

Die Suche nach dem Wunschkind über das Internet ist nicht bei allen Paaren so schnell von Erfolg gekrönt wie bei den Hulins. Viele willige Adoptiveltern haben es sogar mit Betrügern zu tun, die die verzweifelten Ehepaare ausnutzen oder einfach an der Nase herumführen. Jessica Ketler und ihr Ehemann suchten über eine private Website nach einer Schwangeren, die ihnen ihr Kind schenken würde und warben zusätzlich in Zeitungen und Onlineportalen. Für die Beantwortung der eingehenden Anrufe mussten sie sogar jemanden anstellen. Dennoch wurden die beiden Opfer mehrerer „absoluter Betrugsfälle“. Erst zwei Jahre später wurde das Ehepaar fündig und dank einer schwangeren Teenagerin zu Adoptiveltern.

Immer mehr Paare überlassen ihr Schicksal nicht mehr nur noch einer Adoptionsagentur, sondern nehmen es mit persönlichen Websites und Social Media Seiten selbst in die Hand, ein Kind zur Adoption zu finden. Während das Internet gut helfen kann, Schwangere und Adoptiveltern zusammenzuführen, bietet diese Art der Kindersuche jedoch auch Schwindlern eine Plattform, sodass adoptionswillige Paare sich keine zu frühen Hoffnungen machen sollten.

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