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Keine Angst!

Milchstau: Sofortmaßnahmen, wenn das Stillen nicht klappt

Du hast dich entschieden zu stillen und möchtest diese besondere Zeit mit deinem Baby genießen – und dann das: Die Brust schmerzt, ist hart und Spannungsgefühl und Druckempfindlichkeit machen dir zu schaffen. Das können Anzeichen für einen Milchstau sein. Doch keine Angst: Besonders zu Beginn der Stillbeziehung ist ein Milchstau keine Seltenheit – und zum Glück ist er meist relativ leicht in den Griff zu bekommen. Wir zeigen dir, was du jetzt tun kannst.

Was ist ein Milchstau?

Vor allem am Anfang der Stillphase läuft nicht immer alles rund: Wenn die Brust sehr prall wird und schmerzt, empfindlich auf Druck reagiert und harte Stellen entstehen oder sich sogar die ganze Brust hart anfühlt, ist häufig ein Milchstau der Grund dafür. In einigen Fällen kann zudem die Haut an der Brust etwas gerötet sein. Auch ein Mattigkeitsgefühl und leichtes Fieber können unter Umständen auftreten.

Muss ich bei einem Milchstau abstillen?

Keine Panik: Ein Milchstau ist keine Seltenheit! Oft dauert es einfach eine Weile, bis sich die Milchproduktion in deiner Brust und das Trinkverhalten deines Babys richtig aufeinander eingespielt haben. Daher solltest du bei den ersten Anzeichen das Stillen nicht gleich aufgeben. Denn ein Milchstau ist noch kein zwingender Grund zum Abstillen.

In der Anfangsphase kann das Stillen in der Öffentlichkeit Überwindung kosten. Wir zeigen dir, wie es angenehmer wird:

Warum kommt es zum Milchstau?

Die Ursachen für einen Milchstau können vielfältiger Natur sein: Vielleicht produzieren deine Brüste zu viel Milch oder dein Baby saugt nicht effektiv genug. Manchmal funktioniert auch der Milchspendereflex nicht richtig. Weitere Gründe können sein, dass du dein Baby womöglich nicht häufig genug anlegst oder es gerade seinen Tagesrhythmus verändert hat, sodass plötzlich längere Phasen entstehen, in denen du nicht stillen kannst, weil dein Kleines schläft. Teilweise können auch Einflüsse wie etwa eine Erkältung der Mutter oder einfach zu viel Stress und Erschöpfung der Grund für den Milchstau sein. Ein zu enger BH oder Zugluft können einen Milchstau ebenfalls begünstigen. Mitunter tritt er aber auch völlig grundlos auf. Mach dir also keinen Kopf, wenn du in der Theorie alles perfekt machst, es aber dennoch zum Milchstau kommt.

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Das hilft bei einem Milchstau

Glücklicherweise kannst du dem Milchstau schon recht einfach zu Leibe rücken: So ist zum Beispiel Wärme ein gutes Mittel, um den unangenehmen Stau aufzulösen. Häufig verschaffen eine warme Dusche, ein warmes Bad, ein warmer Waschlappen, mit dem du die Brust abreibst, eine Wärmflasche oder ein Dinkel- oder ein Kirschkernkissen Linderung.

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Weitere Erleichterung kann eine sanfte Massage der erwärmten Brust bringen. Um den Milchstau effektiv abzubauen, ist es aber am wichtigsten, dass die Milch deine Brust verlässt – der einfachste Weg dafür ist natürlich ein gut trinkendes Baby. Du solltest cein Kleines mindestens alle zwei Stunden anlegen, am besten wechselst du dabei zwischendurch die Position, damit es die Milch möglichst gleichmäßig abtrinkt. Am effektivsten wird beim Stillen übrigens die Stelle geleert, an der das Kinn deines Babys liegt – das ist vor allem dann wichtig, wenn durch den Milchstau bestimmte Stellen deiner Brust besonders verhärtet sind. Daher solltest du nicht nur darauf achten, dass du dein Kind zuerst an die betroffene Seite legst, sondern auch, dass sein Kinn in die Richtung der schmerzenden Stelle ausgerichtet ist. Ist der Grund für den Milchstau, dass dein Kleines einfach weniger trinkt, kannst du versuchen, etwas Muttermilch auszustreichen oder eine Milchpumpe zur Hilfe nehmen.

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Hausmittel gegen Milchstau

Zudem gibt es einige Hausmittel, die die unangenehmen Begleiterscheinungen bei einem Milchstau lindern können. Lockere Kleidung und ein gut sitzender – also keinesfalls zu kleiner – BH sorgen zunächst dafür, dass deine Brust nicht unnötig gereizt wird. Kalte Quark- oder Retterspitzwickel sowie Kältepacks können das Spannungs- und Druckgefühl nach dem Stillen mildern. Ansonsten sind Ruhe und genügend Schlaf das beste Rezept, auch wenn es mit einem kleinen Baby natürlich nicht immer ganz leicht ist, sich ausreichend Erholung zu gönnen. Trotzdem gilt: Bei einem Milchstau gehörst du ins Bett und solltest dich ausruhen – im Zweifel eben gemeinsam mit deinem Baby.

Wann musst man bei einem Milchstau zum Arzt?

In der Regel kannst du einen Milchstau mit einfachen Hausmitteln und ein paar Änderungen im Stillverhalten gut selbst behandeln. Anders sieht es aber aus, wenn du hohes Fieber bekommst oder sich nach 48 Stunden noch immer keine Besserung einstellt. In diesen Fällen solltest du unbedingt deinen Arzt oder deine Hebamme kontaktieren, denn vor allem Fieber kann ein Hinweis auf eine Brustentzündung, eine sogenannte Mastitis, sein. Bei einer Mastitis ist es mit Hausmitteln nicht getan: Um sie zu behandeln, muss in der Regel ein Antibiotikum verschrieben werden.

Stillen kann wunderschön, aber eben auch wirklich anstrengend sein. Wetten, dass du hier mitfühlen kannst?

Bildquelle:

Getty Images/zamrznutitonovi

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