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Sanftes Abstillen

Entwöhnung

Sanftes Abstillen

Das Abstillen bedeutet für Dich und Dein Baby eine große Veränderung, denn die Stillmahlzeiten sind für Dein Kind nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch eine Quelle von Nähe und Geborgenheit, auf die es nun Schritt für Schritt verzichten muss. Um die Entwöhnung von der Brust für Euch beide so angenehm wie möglich zu gestalten, solltest Du ganz behutsam vorgehen.

Wann der richtige Zeitpunkt fürs Abstillen gekommen ist, können nur Du und Dein Baby entscheiden. Manche Frauen entwöhnen ihr Kind schon ab dem vierten Monat von der Mutterbrust, andere stillen deutlich länger. Wann Du abstillen möchtest, bestimmst Du allein. Ideal ist es, wenn Ihr beide das Bedürfnis dazu verspürt, die Milchmahlzeiten zu reduzieren. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Gerade wenn Dein Baby sich nur schwer von der Brust trennen kann, solltest Du sehr sanft abstillen. Die meisten Mütter wählen für die erste Beikost einen Zeitpunkt zwischen dem fünften und dem siebten Monat, wenn die altersentsprechende Nährstoffzufuhr allein durch die Milch nicht mehr ausreicht. Ganz gleich, ob der Wunsch zum Abstillen von Dir oder Deinem Baby ausgeht, Du solltest dabei sehr behutsam vorgehen, denn Dein Baby hat sich über lange Zeit an die Stillmahlzeiten gewöhnt. Dass es sie nun nicht mehr bekommen soll, ist eine Umstellung, auf die es sich erst einlassen muss.

Abstillen: Mutter stillt Baby
Beim Abstillen solltest Du sehr behutsam vorgehen.

Beim Abstillen Schritt für Schritt vorgehen

Das Abstillen ist nicht nur für Dein Baby eine große Umstellung. Auch bei Dir kann eine abrupte Entwöhnung zu Beschwerden führen, denn Dein Körper produziert nach dem Abstillen weiterhin Milch. Wird die Brust nicht entleert, kann es zu einem Milchstau oder einer Brustentzündung kommen. Wenn Du merkst, dass Deine Brust spannt, solltest Du daher etwas Milch abpumpen. Allerdings nur so viel, bis der Druck nachlässt, damit Deine Brust nach und nach weniger Milch produziert. Diesen Beschwerden kannst Du vorbeugen, indem Du beim Abstillen ganz langsam vorgehst und zunächst nur eine Mahlzeit durch Beikost ersetzt. Mit der Zeit kannst Du immer mehr Stillmahlzeiten ersetzen. So kann sich auch Deine Brust beim Abstillen am besten auf die sinkende Milchproduktion einstellen. Viele Mütter haben gute Erfahrungen damit gemacht, bis zum Alter von einem Jahr und darüber hinaus eine Stillmahlzeit täglich beizubehalten, denn die Muttermilch versorgt Dein Kind mit vielen wichtigen Vitaminen und Abwehrstoffen. Nach und nach sinkt durch die geringe Nachfrage das Milchangebot, bis es schließlich ganz versiegt.

Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen

Manchmal geht der Wunsch zum Abstillen auch von Deinem Baby aus. Es kann sein, dass es nach einigen Monaten von selbst das Interesse an der Brust verliert. Grundsätzlich ist es jedoch sehr wichtig, dass Dein Kind bis zum Ende des ersten Lebensjahrs – besser aber noch darüber hinaus – mit den wichtigen Nährstoffen der Muttermilch oder einer altersentsprechenden Säuglingsnahrung versorgt wird. Wenn Dein Baby noch nicht alt genug ist, um völlig entwöhnt zu werden, hilft es, in reizarmer Umgebung zu stillen. Hier wird Dein Baby nicht von anderen Umwelteinflüssen abgelenkt, die aufgrund eines Entwicklungsschubes vielleicht gerade interessanter sind als Deine Brust, die es ja bereits kennt.

Plötzliches Abstillen

Unter Umständen kann es notwendig werden, dass Du von jetzt auf gleich abstillen musst. So abrupt solltest Du das Stillen jedoch nur dann einstellen, wenn es wirklich notwendig ist, etwa im Falle einer ernsthaften Erkrankung. Das plötzliche Abstillen kann einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Da Dein Kleines auf die Situation nicht vorbereitet wurde, ist es möglich, dass es darunter leidet. Daher solltest Du Dich, auch wenn Du ihm nun nicht mehr die Brust geben kannst, ihm nicht vollständig körperlich entziehen, sondern den Körperkontakt zu Deinem Baby beibehalten und vermehrt mit ihm kuscheln. Da das plötzliche Abstillen bei Dir zu körperlichen Problemen führen kann, solltest Du eine Hebamme aufsuchen, die Dir mit hilfreichen Tipps zur Seite steht.

Abstillen mit Hilfe des Partners

Um Deinem Baby die Zeit des Abstillens zu erleichtern, kann Dein Partner das Füttern mit dem Fläschchen oder der Breinahrung übernehmen. Dein Baby ist schon in der Lage, sich Gerüche sehr gut zu merken und sie Personen zuordnen. Deinen Geruch wird es daher anfänglich immer mit dem Stillen verbinden. Bekommt es seine Mahlzeiten in der Zeit des Abstillens öfters von Deinem Partner, kommt es gar nicht erst in Versuchung, nach der Brust zu suchen. Die Zeit der Nähe und Geborgenheit, die Euch durch das Abstillen fehlt, kannst Du durch andere Aufmerksamkeiten ersetzen: Gemeinsam Spielen oder Kuscheln sind für Dein Baby und Dich fast genauso schön.

Beim Abstillen solltest Du sehr behutsam vorgehen, um Dein Baby langsam von der Muttermilch zu entwöhnen. Wann der richtige Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manche Mütter stillen ihr Baby bereits nach vier Monaten ab, andere erst nach einem Jahr oder noch später. Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen abrupt abstillen musst, solltest Du eine Hebamme zu Rate ziehen, um Dir und Deinem Kind die Umstellung zu erleichtern.

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