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Schritt für Schritt

Abstillen: So entwöhnst du dein Baby sanft von deiner Brust

Das Abstillen bedeutet für dich und dein Baby eine große Veränderung, denn die Stillmahlzeiten sind für dein Kind nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch eine Quelle von Nähe und Geborgenheit, auf die es nun Schritt für Schritt verzichten muss. Um die Entwöhnung von der Brust für euch beide so angenehm wie möglich zu gestalten, solltest du ganz behutsam vorgehen. Wir zeigen dir, was du bei Babys ab 3 bis 4 Monaten beachten musst und wie sanftes und natürliches Abstillen funktioniert.

Ab wann kann man abstillen?

Wann der richtige Zeitpunkt fürs Abstillen gekommen ist, entscheidest du selbst. Manche Frauen entwöhnen ihr Kind schon ab dem vierten Monat von der Mutterbrust, andere stillen deutlich länger und wieder andere stillen von vornherein nicht. Ideal ist es, wenn ihr beide das Bedürfnis dazu verspürt, die Milchmahlzeiten zu reduzieren. Das ist jedoch nur selten der Fall, meist sind es die Mütter, die sich aufgrund von Schmerzen beim Stillen oder Milchstau dafür entscheiden. Wenn das bei dir der Fall ist oder du durch das ständige Anlegen deines Babys an deine Brust nur noch gestresst bist, ist es Zeit zum Abstillen. Lass dir nicht einreden, dass du deswegen eine schlechtere Mutter bist, schließlich geht es deinem Kind nur gut, wenn du dich auch um dich selbst kümmerst.

Gerade wenn dein Baby sich nur schwer von der Brust trennen kann, solltest du sehr sanft abstillen. Die meisten Mütter wählen für die erste Beikost einen Zeitpunkt zwischen dem fünften und dem siebten Monat, wenn die altersentsprechende Nährstoffzufuhr allein durch die Milch nicht mehr ausreicht. Ganz gleich, ob der Wunsch zum Abstillen von dir oder deinem Baby ausgeht, du solltest dabei sehr behutsam vorgehen, denn dein Baby hat sich über lange Zeit an die Stillmahlzeiten gewöhnt. Dass es sie nun nicht mehr bekommen soll, ist eine Umstellung, auf die es sich erst einlassen muss.

Würdest du gern doch noch länger stillen, fühlst dich aber in der Öffentlichkeit einfach nicht wohl? Unsere Tipps machen es dir einfacher:

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Sanftes Abstillen Schritt für Schritt

Das Abstillen ist nicht nur für dein Baby eine große Umstellung. Auch bei dir kann eine abrupte Entwöhnung zu Beschwerden führen, denn dein Körper produziert nach dem Abstillen weiterhin Milch. Wird die Brust nicht entleert, kann es zu einem Milchstau oder einer Brustentzündung kommen. Wenn du merkst, dass deine Brust spannt, solltest du daher etwas Milch abpumpen. Allerdings nur so viel, bis der Druck nachlässt, damit deine Brust nach und nach weniger Milch produziert.

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Diesen Beschwerden kannst du vorbeugen, indem du beim Abstillen ganz langsam vorgehst und zunächst nur eine Mahlzeit durch Beikost ersetzt. Mit der Zeit kannst du immer mehr Stillmahlzeiten ersetzen. So kann sich auch deine Brust beim Abstillen am besten auf die sinkende Milchproduktion einstellen. Viele Mütter haben gute Erfahrungen damit gemacht, bis zum Alter von einem Jahr und darüber hinaus eine Stillmahlzeit täglich beizubehalten, denn die Muttermilch versorgt dein Kind mit vielen wichtigen Vitaminen und Abwehrstoffen. Nach und nach sinkt durch die geringe Nachfrage das Milchangebot, bis es schließlich ganz versiegt.

Verlieren Babys von selbst das Interesse am Stillen?

Manchmal geht der Wunsch zum Abstillen auch von deinem Baby aus. Es kann sein, dass es nach einigen Monaten von selbst das Interesse an der Brust verliert. Grundsätzlich ist es jedoch sehr wichtig, dass dein Kind bis zum Ende des ersten Lebensjahrs – besser aber noch darüber hinaus – mit den wichtigen Nährstoffen der Muttermilch oder einer altersentsprechenden Säuglingsnahrung versorgt wird. Ein vermeintliches Desinteresse an deiner Brust sollte nicht mit Ablenkung verwechselt werden! Wenn dein Baby noch nicht alt genug ist, um völlig entwöhnt zu werden, hilft es, in reizarmer Umgebung zu stillen. Hier wird dein Baby nicht von anderen Umwelteinflüssen abgelenkt, die aufgrund eines Entwicklungsschubes vielleicht gerade interessanter sind als deine Brust, die es ja bereits kennt.

Sofortiges Abstillen: Das musst du beachten

Unter Umständen kann es notwendig werden, dass du von jetzt auf gleich abstillen musst. So abrupt solltest du das Stillen jedoch nur dann einstellen, wenn es wirklich notwendig ist, etwa im Falle einer ernsthaften Erkrankung. Das plötzliche Abstillen kann einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Da dein Kleines auf die Situation nicht vorbereitet wurde, ist es möglich, dass es darunter leidet. Daher solltest du dich, auch wenn du deinem Baby nun nicht mehr die Brust geben kannst, ihm nicht vollständig körperlich entziehen, sondern den Körperkontakt beibehalten und vermehrt mit ihm kuscheln. Da das plötzliche Abstillen bei dir zu körperlichen Problemen führen kann, solltest du eine Hebamme aufsuchen, die dir mit hilfreichen Tipps zur Seite steht.

Abstillen mit Hilfe des Partners

Um deinem Baby die Zeit des Abstillens zu erleichtern, kann dein Partner das Füttern mit dem Fläschchen oder der Breinahrung übernehmen. Dein Baby ist schon in der Lage, sich Gerüche sehr gut zu merken und sie Personen zuzuordnen. Deinen Geruch wird es daher anfänglich immer mit dem Stillen verbinden. Bekommt es seine Mahlzeiten in der Zeit des Abstillens öfters von deinem Partner, kommt es gar nicht erst in Versuchung, nach der Brust zu suchen. Die Zeit der Nähe und Geborgenheit, die euch durch das Abstillen fehlt, kannst du durch andere Aufmerksamkeiten ersetzen: Gemeinsam Spielen oder Kuscheln sind für dein Baby und dich genauso schön.

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Bildquelle: Getty Images/MarkoNOVKOV

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