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SIDS

Plötzlicher Säuglingstod

SIDS

Der Tod des eigenen Kindes ist das Schlimmste, was Eltern widerfahren kann. Beim plötzlichen Kindstod, auch SIDS genannt, sterben Säuglinge, die völlig gesund erscheinen, ganz plötzlich und unerwartet im Schlaf. Die Ursachen für das SIDS sind noch weitestgehend unbekannt.

Was bedeutet SIDS?

Die Abkürzung SIDS steht für „Sudden Infant Death Syndrome“, die englische Bezeichnung für den plötzlichen Kindstod. Dabei handelt es sich um das unerwartete Versterben eines Babys oder Kleinkindes während der Schlafenszeit, ohne dass eine erkennbare Ursache für den Tod vorliegt. Zumeist tritt das SIDS im ersten Lebensjahr auf. Vereinzelt kommt es jedoch auch noch nach dem ersten Geburtstag zum plötzlichen Kindstod. In westlichen Ländern gilt der Krippentod als die häufigste Todesursache von Säuglingen. Die durch das SIDS verstorbenen Babys und Kleinkinder weisen in der Regel zuvor keinerlei gesundheitliche Einschränkungen auf, weshalb der plötzliche Säuglingstod Mediziner noch immer vor ein Rätsel stellt. Um die Diagnose SIDS fällen zu können, muss eine Obduktion vorgenommen werden, damit andere Todesursachen wie zum Beispiel eine unentdeckte Krankheit oder ein Unfall ausgeschlossen werden können.

SIDS: Trauernde Eltern
Eltern, die ein Kind durch das SIDS verloren haben, können diesen Schicksalsschlag oft nur schwer verkraften.

Risikofaktoren für das SIDS

Obgleich die Ursachen für das SIDS weitestgehend ungeklärt sind, gibt es einige Faktoren, die das Risiko für den plötzlichen Kindtod erhöhen können. Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um Merkmale, die bei Kindern, die der Krippentod ereilt hat, vermehrt festgestellt wurden. Zu der sogenannten Hochrisikogruppe gehören demnach Säuglinge, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren wurden und/oder ein Geburtsgewicht von unter 2.000 Gramm aufgewiesen haben. Auch die Kinder drogenabhängiger oder rauchender Mütter sind stärker gefährdet als andere Babys. Zudem haben Mediziner festgestellt, dass Kinder, deren Geschwister bereits zuvor am plötzlichen Kindstod verstorben sind, ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Auch wenn Babys schon einmal eine lebensbedrohliche Krise durchgemacht haben, sind sie anfälliger für das SIDS als andere Säuglinge. Kinder, die nicht gestillt werden, gehören ebenfalls zur Risikogruppe. Weitere Risikofaktoren sind das Schlafen in der Bauchlage und eine Überwärmung, etwa durch zu warme Kleidung oder eine erhöhte Raumtemperatur. Als stark gefährdet gelten überdies Babys, die während des Schlafes lange Atempausen einlegen, stark schwitzen oder ungewöhnlich blass sind. Blau anlaufende Arme und Beine während der Schlafphasen können ein weiterer Hinweis auf eine erhöhte Gefährdung sein. Wenn Du bei Deinem Baby eines dieser Merkmale feststellst, solltest Du mit ihm daher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Einige Experten sehen es auch als Gefahr an, wenn der Säugling im Bett der Eltern schläft, da auch dies unter Umständen zur Überhitzung des Kindes führen kann. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät daher zum eigenen Kinderbettchen, vor allem dann, wenn ein Elternteil oder beide Elternteile Raucher sind. Du kannst also einiges tun, um dem SIDS vorzubeugen. Doch auch, wenn Dein Baby aus einem nicht zu vermeidenden Grund zur Risikogruppe zählt – etwa weil es zu früh geboren wurde oder bei der Geburt zu wenig gewogen hat –, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung, denn es gibt zahlreiche Säuglinge, die ebenfalls zur Hochrisikogruppe zählen und sich trotzdem ganz normal entwickelt haben.

So kannst Du dem SIDS vorbeugen

Zwar lässt sich das SIDS in manchen Fällen nicht verhindern, es gibt aber dennoch einige Maßnahmen, die Du zur Vorbeugung treffen kannst. Am effektivsten ist hierbei natürlich, die genannten Risikofaktoren zu vermeiden oder zu reduzieren, sofern dies möglich ist. Du solltest also zum Beispiel darauf achten, dass Dein Baby in einer rauchfreien Umgebung aufwächst, und die Schlafzimmertemperatur auf 16 bis 18 Grad Celsius halten. Achte darauf, dass Dein Kleines nicht auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken schläft und die Matratze, auf der es liegt, fest und luftdurchlässig ist. Es ist ratsam, ihm einen passenden Schlafsack zu besorgen, der weder zu groß noch zu klein ist. Auf Kopfbedeckungen, zusätzliche Decken, Felle und Kissen solltest Du unbedingt verzichten. Zudem kannst Du das Risiko für das SIDS minimieren, indem Du Dein Baby möglichst lange – am besten in den ersten sechs Lebensmonaten – stillst. Kinderärzte raten außerdem dazu, Säuglinge im ersten Lebensjahr nicht im eigenen Zimmer schlafen zu lassen. Stattdessen empfiehlt es sich, dass Du mit Deinem Baby in einem Raum schläfst, da Deine eigenen Atemgeräusche einen positiven Einfluss auf seine Atemregulation haben. Auf ein Familienbett solltest Du aber besser verzichten, da eine Studie aus Schottland besagt, dass Babys, die jünger als elf Wochen alt sind, ein erhöhtes Risiko für das SIDS aufweisen, wenn sie mit ihren Eltern das Bett teilen. Das Thema wird jedoch kontrovers diskutiert. So gibt es vor allem in den USA auch viele Befürworter des Familienbetts, die der Auffassung sind, dass das Schlafen des Babys im Elternbett das Risiko für den plötzlichen Kindstod nicht erhöht. Einigen Studien zufolge minimiert auch das Saugen am Schnuller die Anfälligkeit für den plötzlichen Säuglingstod.

Gibt es eine Erklärung für das SIDS?

Gerade weil die Ursachen für das SIDS noch nicht geklärt sind, ist der Tod der Babys und Kleinkinder nicht vorhersehbar. Doch auch wenn die Gründe für den plötzlichen Kindstod noch unbekannt sind, gibt es zahlreiche Theorien, die sich mit dem möglichen Zustandekommen des SIDS beschäftigen. In einer im Jahr 2010 durchgeführten Studie gehen Forscher davon aus, dass die verminderte Blutversorgung des Hirnstammes eine mögliche Ursache für den plötzlichen Säuglingstod sein könnte. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass bei einigen Babys, die in der Bauchlage schlafen, der Blutfluss zum Stammhirn bereits durch ein seitliches Drehen des Kopfes gestört werden kann. Die sogenannte Botulismustheorie vertritt hingegen die Auffassung, dass der Krankheitserreger Clostridium botulinum, welcher beispielsweise in verunreinigtem Honig auftauchen kann, das SIDS auslöst. Vertreter dieser Theorie nehmen an, dass der durch dieses Bakterium hervorgerufene Säuglingsbotulismus zu einer Atemlähmung führt. Aufgrund dieses möglichen Zusammenhangs solltest Du Deinem Kind vor Vollendung des ersten Lebensjahres keinen Honig zu essen geben. Einige Experten vermuten überdies, dass ein Phosphatmangel im Blut des Kindes zum plötzlichen Säuglingstod führen kann.

SIDS: Psychosoziale Folgen für die Eltern

Gerade weil das SIDS so unerwartet eintritt, können Eltern, die ihr Baby durch den plötzlichen Säuglingstod verloren haben, diesen Schicksalsschlag nur schwer verkraften. Doch nicht nur das plötzliche, völlig unerwartete Eintreten des Tods macht den Eltern zu schaffen. Darüber hinaus belastet sie das Fehlen einer erkennbaren Todesursache. Nicht selten entwickeln betroffene Eltern Schuldgefühle. Viele machen sich Vorwürfe und fragen sich, ob sie das SIDS hätten verhindern können. Hinzu kommt, dass aufgrund der fehlenden Todesursache eine Aufklärung durch die Polizei erforderlich ist, was die Eltern oft zusätzlich verunsichert. Darüber hinaus hat die Unklarheit über die Todesursache häufig zur Folge, dass eine weitere Schwangerschaft sowie die ersten Lebensmonate des später geborenen Babys von starker Angst begleitet werden. Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, dass Freunde und Verwandte den Eltern in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Um den tragischen Verlust zu verarbeiten, können Betroffene aber auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt viele Selbsthilfegruppen, in denen Trauernde sich mit anderen Eltern, die ihr Kind ebenfalls durch den plötzlichen Kindstod verloren haben, austauschen können.

SIDS ist die Abkürzung für „Sudden Infant Death Syndrome“, die englische Bezeichnung für den plötzlichen Kindstod. Man spricht vom SIDS, wenn ein gesundes Baby oder Kleinkind ganz unerwartet im Schlaf verstirbt, ohne dass sich eine erkennbare Ursache für seinen Tod feststellen lässt. Es gibt einige Maßnahmen, mit denen Du dem SIDS vorbeugen kannst: Achte darauf, dass Dein Baby immer in Rückenlage im Schlafsack ohne zusätzliche Decken, Felle oder Kissen schläft. Zudem sollte sein Bettchen in Deinem Schlafzimmer stehen und die Raumtemperatur nicht höher als 18 Grad Celsius sein. Du senkst das Risiko für den plötzlichen Kindstod, indem Du Dein Baby in den ersten sechs Lebensmonaten stillst und bei eventuellen Warnzeichen wie zum Beispiel längeren Atemaussetzern oder blau anlaufenden Armen und Beinen einen Arzt aufsuchst.

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