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Mit Stilltee den Milchfluss anregen

Muttermilch

Mit Stilltee den Milchfluss anregen

In der Stillzeit ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit von großer Bedeutung, damit Du genug Milch produzierst. Wenn Deine Brüste jedoch trotzdem zu wenig Milch bilden, kann Dir ein Stilltee helfen. Dieser enthält Kräuter wie Bockshornklee, Geißraute und Anis, die den Milchfluss auf natürliche Weise anregen.

Stilltee, auch Milchbildungstee genannt, wird frischgebackenen Müttern häufig empfohlen, wenn es mit dem Stillen aufgrund einer zu geringen Milchproduktion nicht so recht klappen will. Denn so natürlich diese Ernährungsmethode auch ist – nicht bei jeder Frau funktioniert das Stillen auf Anhieb. Die Milchbildung ist von vielen Faktoren abhängig. So spielen neben Deiner Gesundheit auch Hormone oder möglicher Stress eine Rolle. Anfängliche Unsicherheiten sind zwar ganz normal, aber wenn das Stillen jedoch tatsächlich nicht funktioniert, weil Deine Brüste zu wenig Milch produzieren, kann Dir ein Stilltee helfen. Die Tees enthalten spezielle Kräuter, die auf natürliche Weise die Milchproduktion anregen sollen. Zu diesen Kräutern zählen zum Beispiel Bockshornklee, Geißraute, Kümmel, Anis und Fenchel. Hebammen zufolge sollen schon zwei bis drei Tassen täglich ausreichen, damit die Kräuter ihre milchbildende Wirkung entfalten können.

Stilltee: Frau trinkt Tee
Ein Stilltee kann Dir dabei helfen, den Milchfluss anzuregen.

Sollte jede stillende Mutter Stilltee trinken?

Es ist wichtig, dass alle stillenden Mütter ausreichend trinken – an die drei Liter pro Tag –, um ihrem Kind genug Milch geben zu können. Wenn Du dies beherzigst und mit dem Stillen keinerlei Probleme hast, da Du genügend Milch produzierst, brauchst Du natürlich keinen Stilltee zu trinken. Stattdessen solltest Du auf Wasser oder andere unbedenkliche Tees zurückgreifen, denn ist ohnehin genug Muttermilch vorhanden, könnte der Verzehr des Milchbildungstees sogar zu einer Überproduktion der Muttermilch führen. Auch wenn Du unter einer zu hohen Milchproduktion leidest, solltest Du von der Verwendung des Stilltees unbedingt absehen. In diesem Fall kannst Du jedoch zu einem Stilltee greifen, der anstelle der milchfördernden Kräuter Pfefferminze oder Salbei enthält, da diese Kräuter den Milchfluss hemmen. Wenn Du zu wenig Milch produzierst, kann Dir ein Milchbildungs- beziehungsweise Stilltee helfen, der die sogenannten Frauenkräuter wie Bockshornklee, Geißraute, Fenchel, Melisse und Anis enthält. Diese Kräuter fördern nicht nur den Milchfluss, sondern haben auch eine positive Wirkung auf Deine Verdauung und die Deines Kindes.

Das solltest Du beim Stilltee beachten

Wenn Du mit einem Stilltee die Milchproduktion anregen möchtest, solltest Du einige Dinge beachten. Dass Deine Brüste kurz nach der Geburt zunächst nur wenig Milch produzieren, ist völlig normal. Zu Beginn kommt in der Regel nur eine Vor- Beziehungsweise Erstmilch, das sogenannte Kolostrum, aus Deinen Brüsten. Meist reicht jedoch bereits diese geringe Menge an Milch aus, um Dein Kleines zu ernähren. Den Milchbildungstee solltest Du daher erst dann trinken, wenn die Muttermilch bereits in Deine Brüste eingeschossen ist, denn solange dies noch nicht geschehen ist, ist die Menge der Muttermilch nur schwer abzuschätzen. Solltest Du schon in dieser Zeit Stilltee trinken, läufst Du daher Gefahr, dass es schnell zu einem Überfluss an Milch kommt. Doch auch später empfiehlt es sich, den Stilltee vorsichtig zu dosieren. In der Regel genügen schon zwei bis drei Tassen täglich, um eine ausreichende Menge an Muttermilch zu produzieren. Mehr als drei Tassen pro Tag solltest Du auf keinen Fall trinken, um eine Überproduktion an Milch zu vermeiden.

Welchen Stilltee gibt es?

Bei dem herkömmlichen Stilltee, den Du in Drogerien oder Reformhäusern erhältst, handelt es sich meistens um einen Tee im Aufgussbeutel. Seltener sind Milchbildungstees in Form von losen Tees und Instantgetränken. In vielen Apotheken kannst Du Dir Deinen Stilltee auch aus frischen Kräutern zusammenstellen lassen. Meist kommen dabei vor allem Bockshornklee, Anis, Kümmel und Fenchel zum Einsatz.

Kritik am Stilltee

So positiv die Wirkung des Milchbildungstees zunächst auch klingen mag: Es gibt auch einige Kritik am Stilltee. Denn es sind zwar keine nachteiligen Effekte des speziellen Tees bekannt, aber der Tee allein kann weder eine angemessene Stillberatung noch die Suche nach den Ursachen für die Stillprobleme ersetzen. Probleme bei der Milchbildung können nämlich in vielen Fällen auch ohne den Tee behoben werden. Daher empfiehlt es sich, dass Du bei ernsthaften Stillproblemen Rücksprache mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt hältst und eine Stillberatung aufsuchst, anstatt nur auf den Stilltee zu vertrauen. In Absprache mit der Stillberatung kannst Du beispielsweise versuchen, die Anlegeposition zu ändern, vermehrt Ruhepausen einzulegen und die Stillfrequenz anzupassen. Ein weiterer Kritikpunkt, der von einigen Hebammen angeführt wird, ist, dass auch die entblähende Wirkung der Kräuter beim Baby nicht hinreichend belegt ist. Schließlich gelangt nicht alles, was Du zu Dir nimmst, über die Muttermilch auch zu Deinem Baby.

So natürlich das Stillen auch ist – oft klappt es nicht auf Anhieb. Wenn Du zu wenig Milch produzierst, kann Dir ein Stilltee dabei helfen, den Milchfluss anzuregen, denn die speziellen Tees enthalten Kräuter wie Bockshornklee, Geißraute, Anis und Fenchel, die die Milchbildung auf natürliche Weise fördern. Dennoch solltest Du bedenken, dass ein Stilltee eine fachliche Stillberatung nicht ersetzen kann. Bei ernsten Stillproblemen solltest Du daher unbedingt eine Hebamme, einen Arzt oder eine Stillberaterin aufsuchen.

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