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ZDF testet Bio-Babynahrung

Bio-Babynahrung auf dem Prüfstand

Bio-Babynahrung auf dem Prüfstand

Wie das ZDF-Verbrauchermagazin „Wiso“ jetzt aufdeckte, wurde in Breigläschen zweier Hersteller von Bio-Babynahrung gentechnisch verändertes Gemüse gefunden. Die betroffenen Hersteller kündigten nun verschärfte Kontrollen an.

Viele Eltern legen großen Wert darauf, ihre Kinder nicht nur gesund, sondern auch möglichst natürlich sowie ökologisch nachhaltig zu ernähren. Hierzu greifen sie häufig auf Breigläschen bekannter Hersteller von Bio-Babynahrung zurück. Doch nicht immer enthalten die vermeintlich biologischen Babygläschen die natürlichen Zutaten, die auf der Verpackung angegeben werden. Wie Stichproben der ZDF-Sendung „Wiso“ nun zeigten, ist Bio-Babynahrung offenbar nicht gleich Bio-Babynahrung.

Verbrauchersendung deckt auf: Bio-Babynahrung ist nicht gleich Bio-Babynahrung

Wissenschaftler untersuchten im Auftrag des ZDF-Verbrauchermagazins „Wiso“ nun Bio-Babynahrung vier verschiedener Hersteller. Während die Gläschen von Alnatura und Bioland hielten, was sie versprachen, wiesen Produkte der Marken Demeter und Hipp gentechnisch verändertes Gemüse auf. Insgesamt wurden 37 Produkte aus dem Bereich Baby-Bionahrung getestet, die in verschiedenen Städten sowie im Internet gekauft worden waren. Das erschreckende Ergebnis: Alle Proben des Demeter-Holle Gerichts „Brokkoli mit Vollkornreis“ sowie jedes vierte Hipp-Produkt enthielt gentechnisch verändertes Gemüse.

Bio-Babynahrung: Hersteller sind strenger als die EU-Richtlinie

Wie der „Stern“ berichtet, gehört das in den Gläschen enthaltene Gemüse zu den sogenannten CMS-Hybriden, wobei CMS für „Cytoplasmatisch-männliche Sterilität“ steht. CMS wird mit Hilfe der Zellfusion auf Gemüse übertragen und bewirkt, dass die Pflanzen sich nicht mehr selbst bestäuben und der Ernteertrag steigt. Da es sich bei CMS um natürlich mutierte Gene handelt, ist die Anwendung in der Landwirtschaft umstritten. Zwar gehört die Zellfusion laut EU-Freisetzungsrichtlinie in den Bereich Gentechnik, doch ist die Verwendung von CMS-Hybriden sowohl für konventionelle als auch biologische Landwirtschaft zugelassen. Die Firma Hipp und die deutschen Bio-Verbände sehen das jedoch anders: Sie lehnen CMS-Hybride grundsätzlich ab.

Viele Eltern füttern ihre Kinder mit Bio-Babynahrung.
Bio-Babynahrung enthält offenbar zum Teil Spuren von Gen-Gemüse. Hersteller geloben Besserung.

Firmen wollen ihre Bio-Babynahrung noch strenger kontrollieren

Sowohl Demeter als auch die Firma Hipp nehmen die Ergebnisse der „Wiso“-Untersuchung zum Anlass, ihre Bio-Babynahrung in Zukunft noch schärferen Kontrollen zu unterziehen. „Sollte sich herausstellen, dass in den von ‚Wiso’ getesteten Babygläschen kein Demeter-Brokkoli war, werden wir diese Ware vom Markt nehmen“, zitiert das ZDF-Magazin den Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Und auch Hipp-Geschäftsführer Johannes Doms verspricht: „Wir werden die Kontrollen verschärfen.“

Wie eine Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins „Wiso“ nun ergab, enthalten einige Produkte aus dem Bereich Bio-Babynahrung gentechnisch verändertes Gemüse. Die betroffenen Hersteller, Demeter und Hipp, nahmen die Untersuchung zum Anlass, ihre Kontrollen zu verschärfen. Die getestete Bio-Babynahrung von Bioland und Alnatura war hingegen frei von Gen-Gemüse.

Bildquelle: Archikatia | Dreamstime.com

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