Foodwatch sagt Zucker den Kampf an

Die Lebensmittelkontrollorganisation Foodwatch fordert ein Gesetz über klare Angaben des Zuckergehalts in Kindernahrung. Gleichzeitig sprechen sich Kinderärzte und Verbraucherschützer für eine gesetzlich vorgeschriebene Maximalgröße beim Verkauf von zuckerhaltigen Getränken aus.

Frühstücksflocken sind gesund, zumindest werden sie den Verbrauchern als gesunde Alternative zu Brötchen und Toast verkauft. Dass Cerealien und anderen Nahrungsmittel für Kinder aber einen sehr hohen Zuckergehalt haben, davon weiß der Verbraucher oft nichts. Hersteller müssen nach der aktuellen Gesetzeslage keine Angaben zum Zuckergehalt in Kindernahrung machen. Die Lebensmittelkontrollorganisation Foodwatch setzt sich nun für die Einführung eines solchen Gesetzes ein.

Foodwatch fordert neues Gesetz

Ginge es nach den selbsternannten „Essensrettern“ von Foodwatch, so gäbe es in Deutschland bald ein Gesetz über die Angaben des Zuckergehalts in Kindernahrung. Genau das fordern die Lebensmittelexperten um Fodwatch Chef Thilo Bode. Hersteller müssten gesetzliche Vorgaben erhalten, was die Preisgabe des Zuckergehalts in Frühstücksflocken für Kinder betreffe. Foodwatch fordert im konkreten Fall der Cerealien einen maximalen Zuckeranteil von 10 Prozent. Führende europäische Lebensmittelhersteller seien weit von dieser Grenze entfernt, was zu Fettleibigkeit und schlechten Zähnen bereits ab dem Kleinkindalter führen kann. Foodwatch kritisiert die Zugabe von zu viel Zucker aus kommerziellen Gründen: Viel Zucker bringe viel Umsatz. Dabei sollten Hersteller mindestens ein Produkt im Sortiment haben, das einen geringeren Zuckergehalt ausweist und somit für Kinder geeignet ist, so der Anspruch von Foodwatch.

Foodwatch bekommt Unterstützung von Kinderärzten

Frühstückscerealien enthalten oft viel Zucker.

Foodwatch fordert einen maximalen Zuckergehalt von 10 Prozent in Cerealien für Kinder.


Auch Kinderärzte und Verbraucherschützer sehen die Gefahren des übermäßigen Zuckerkonsums für die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen und knüpfen an die Forderungen von Foodwatch an. Sie verlangen einheitliche Portionsgrößen beim Verkauf von zuckerhaltigen Getränken, die 0,3 Liter bei Kindern und 0,4 Liter bei Erwachsenen nicht überschreiten. Ulrich Fegeler, vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, sprach sich am Wochenende im Berliner „Tagesspiegel“ gegen „exzessive Mengen“ bei Genussmitteln wie süße Limonaden aus. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zweifelt an der Wirksamkeit solcher gesetzlicher Regelungen.

Foodwatch nimmt sich Beispiel an New York

In New Yorker Restaurants, Kinos und Imbissen sollen ab März 2013 nur noch Getränke mit maximal 0,5 Liter Inhalt ausgeschenkt werden. Der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, möchte so eine gesündere Ernährung in seiner Stadt propagieren. Anne Markwardt von Foodwatch möchte sich ein Beispiel an der Politik New Yorks nehmen. Süße Getränke und Limonaden sollten in kleineren Bechern verkauft werden, so Foodwatch.

Nicht nur die Lebensmittelexperten um Foodwatch sagen dem Zucker, vor allem in Kindernahrung, den Kampf an. Auch Kinderärzte und Verbraucherschützer sind für eine gesetzliche Regelung, was den Verkauf und Ausschank von zuckerhaltigen Speisen und Getränken betrifft. Laut Foodwatch müsste der Verbraucherschutz Vorrang vor den finanziellen Interessen der Hersteller, von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln, haben. Konkret fordert Foodwatch ein Gesetz zu den Angaben des Zuckergehalts in Kindernahrung.

Bildquelle: Heymo/ Dreamstime.com


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