Behandlung von Mumps

Wenn von Rubula, Ziegenpeter und Tölpel die Rede ist, handelt es sich immer um ein- und dieselbe Krankheit: Mumps. Die Erkrankung ist eine Virusinfektion, die die Ohrenspeicheldrüse und auch andere Organe betreffen kann. Da die Krankheit besonders häufig bei kleinen Kindern auftritt, solltest Du ganz genau wissen, wie die Behandlung von Mumps funktioniert.

Wenn Dein Kind an Mumps erkrankt

Die Viren, die Mumps auslösen, werden meistens durch Tröpfchen und in seltenen Fällen auch durch den Kontakt mit virenbehafteten Oberflächen übertragen. Der Infektionsweg von Mumps ist auch die Ursache für die häufige Erkrankung bei Kindern. Denn vor allem die Kleinen denken häufig nicht daran, sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund oder die Nase zu halten. So ein unaufgehaltener Nieser kann deshalb oft dazu führen, dass sich die Krankheit gerade in Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen blitzschnell überträgt und gleich eine ganze Reihe von Kindern an Mumps erkranken. Wenig förderlich ist zudem, dass Kinder oft ein weniger starkes Immunsystem haben, sich aber dennoch viel in Kontakt mit potentiellen Krankheitserregern befinden.

Mädchen mit Mumps beim Arzt

Durch die Schwellung der Ohrenspeicheldrüse entstehen die typischen Hamsterbacken bei Mumps.


Symptome und Verlauf der Mumpserkrankung

Eine Erkrankung an Mumps kündigt sich durch verschiedene Symptome an. Appetitlosigkeit und Kopf- und Gliederschmerzen sind oft die ersten Anzeichen einer Mumpsinfektion. Die dann am häufigsten folgenden Symptome sind Angeschlagenheit, Fieber und eine Entzündung der Ohrenspeicheldrüse. Typisch sind daher auch die Hamsterbacken, die durch diese Entzündung entstehen. Je älter die an Mumps erkrankte Person ist, desto stärker sind meistens auch die Symptome und desto schlimmer kann dementsprechend der Krankheitsverlauf sein. Wenn eine Erkrankung ohne Komplikationen verläuft, sollten die Symptome nach ein bis zwei Wochen abklingen. Eine besondere Behandlung von Mumps ist in diesen Fällen nicht nötig.

Komplikationen bei Mumps

In extremeren Krankheitsfällen kann Mumps durchaus gefährlich werden. Die schlimmsten Folgen einer Infektion sind Schwerhörigkeit, Hirnhautentzündungen und Eierstock- beziehungsweise Hodenentzündungen. Letzteres ist aber bei einer Erkrankung im jungen Alter eher untypisch. Bei männlichen Erkrankten können schlimme Krankheitsverläufe jedoch in seltenen Fällen sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Bei Frauen, die während der Schwangerschaft an Mumps erkranken, kann es vor allem in den ersten drei Monaten zu einer Fehlgeburt kommen. Wenn Dein Partner oder Du Euch also ansteckt, solltet Ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen, da sich in diesen Fällen die Behandlung von Mumps etwas schwieriger gestaltet. Sollte Dein Kleines an Mumps erkranken, brauchst Du Dir jedoch keine Sorgen zu machen: Bei Kindern verläuft die Krankheit meistens harmlos. Außerdem kann jeder Mensch Mumps normalerweise nur einmal im Leben bekommen, da man während des Krankheitsverlaufes immun gegen den Virus wird.

Die Behandlung von Mumps

Da es keine bestimmte antivirale Behandlung der Erkrankung gibt, werden meistens nur schmerzlindernde und entzündungshemmende Maßnahmen ergriffen. Ziel bei der Behandlung von Mumps ist also vor allem, die Symptome so gut es geht zu lindern. Häufig werden dafür Paracetamol oder Ibuprofen verabreicht. Gerade bei kleinen Kindern muss mit diesen Medikamenten allerdings vorsichtig umgegangen werden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass Dein Kind während des gesamten Krankheitsverlaufs viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Dabei sollte auf Fruchtsäfte aber besser verzichtet werden, denn diese verlangen der Speicheldrüse viel Arbeit ab, was bei einer Mumpserkrankung sehr unangenehm sein kann. Kühlende Umschläge sind besonders wirksam gegen das Fieber und die Entzündung der Ohrenspeicheldrüsen. Normalverlaufende Erkrankungen können Zuhause behandelt werden. Wenn es hingegen zu einer Hirnhautentzündung oder sonstigen schweren Komplikationen kommt, findet die Behandlung von Mumps immer im Krankenhaus statt.

Mumps: So kannst Du eine Erkrankung verhindern

Da Mumps wie schon erwähnt besonders häufig bei kleinen Kindern auftritt, bekommen diese üblicherweise eine Kombinationsimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln. Diese Impfung findet um den elften Lebensmonat statt. Damit das Kind auch im steigenden Alter noch vor einer Mumpserkrankung geschützt ist, folgt ungefähr ab dem sechsten Lebensjahr eine Folgeimpfung. Diese führt dazu, dass das Kind für mehrere Jahrzehnte gegen die Krankheit immun ist. Ob Du Dein Kind gegen Mumps impfen lassen möchtest, liegt ganz bei Dir. Es gibt viele Argumente dafür und dagegen. So führen Impfgegner zum Beispiel an, dass Mumps eine typische Kinderkrankheit ist, die im Normalfall keinen schlimmen Verlauf annimmt und von selbst nach einigen Wochen wieder vollständig auskuriert ist. Bedenken solltest Du allerdings, dass Mumps schlimmer ausfallen kann, wenn Erwachsene erkranken. Sollten Du oder Dein Partner also als Kinder kein Mumps gehabt haben – was ein Arzt leicht feststellen kann – kann sich die Impfung durchaus lohnen. Auch kann Mumps für bestimmte Risikogruppen, die sich nicht impfen lassen dürfen, sehr gefährlich werden. Diese Menschen sind auf die sogenannte Herdenimmunität angewiesen, damit die Krankheit nicht wieder vermehrt auftritt. Um diese Menschen vor einer Mumpserkrankung zu schützen, ist eine Impfrate von mindestens 75 Prozent in der Bevölkerung erforderlich.

Nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene können an Mumps erkranken. In der Regel ist die Krankheit ungefährlich, kann in Einzelfällen aber auch einen kritischen Verlauf annehmen. In diesem Fall sollte sofort ein Arzt eingeschaltet werden. Um eine Erkrankung an Mumps von vornherein auszuschließen, lohnt es sich, über eine Impfung nachzudenken.

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