Susanne Falleram 12.01.2018

Es gibt ja einige Leute, vor allem Männer, die behaupten, dass Hausfrauen keine Arbeit haben. Schließlich gehen sie ja keinem Beruf nach und müssen nicht täglich im Büro sitzen. Sie haben quasi richtig viel Freizeit, während der Ehemann für das Brot auf dem Tisch sorgt. Dass genau das einfach falsch ist, sich aber in manchen Köpfen vehement festgesetzt hat, hat die US-Amerikanerin Ryshell Castleberry so aufgeregt, dass sie sich dafür entschied, ihrem Frust auf kreative Weise auf Facebook freien Lauf zu lassen.

Hausfrau sein ist keine Arbeit? So macht sich Ryshell Castleberry Luft

Die Frau, die selbst Mutter eines kleinen Jungen ist, war es laut eines Berichts von „Bored Panda“ einfach Leid, von Männern ständig die Phrase zu hören: „Aber was machst du den ganzen Tag?“ So entschied sich dafür, ein fiktives Gespräch zwischen einem Ehemann und einem Therapeuten niederzuschreiben, das das Unverständnis vieler Männer kurz und knapp zusammenfasst. Die Widerspiegelung einer Realität, mit der viele Hausfrauen bis heute zu kämpfen haben – ihre täglichen Bemühungen werden einfach nicht anerkannt, weder von ihren Ehemännern, noch von der Gesellschaft (so viel müssten Hausfrauen übrigens verdienen, würde man sie für ihre Arbeit bezahlen).

Damit du einen Einblick in das lange, fiktive Gespräch bekommst, hier ein kleiner Auszug auf Deutsch:

Psychologe: „Als was arbeiten Sie, Mr. Rogers?“

Ehemann: „Ich bin Angestellter in einer Bank.“

Psychologe: „Und Ihre Frau?“

Ehemann: „Sie arbeitet nicht. Sie ist Hausfrau.“

Psychologe: „Wer macht Ihrer Familie das Frühstück?“

Ehemann: „Meine Frau, weil sie ja nicht arbeitet.“

Psychologe: „Wann steht Ihre Frau auf?“

Ehemann: „Ziemlich früh, weil ja alles organisiert werden muss. Das Mittagessen für die Kinder, sie stellt auch sicher, dass sie gut angezogen und die Haare gekämmt sind, ob sie gefrühstückt, ihre Zähne geputzt und all ihre Schulsachen mitgenommen haben. Morgens wacht sie mit unserem Baby auf, wechselt seine Windeln und die Klamotten. Sie stillt ihn und macht ihm ebenfalls etwas zu essen.“

Psychologe: „Wie kommen Ihre Kinder zur Schule?“

Ehemann: „Das macht meine Frau, weil sie nicht arbeitet.“

Auf diese Weise beschreibt Ryshell Castleberry auf amüsante, aber auch erschreckend reale Weise die bittere Realität, die vielen Frauen widerfährt: Sie mühen sich von morgens bis abends für die Familie ab, doch es wird schlichtweg nicht als richtige Arbeit anerkannt. Wie Ryshell noch ergänzt, muss eine Hausfrau alles gleichzeitig sein: Eine Alarmuhr, ein Koch, ein Hausmädchen, ein Babysitter, eine Krankenschwester und noch so viel mehr. Fragt man(n) sich also, was eine Hausfrau den ganzen Tag so macht, sollte man darüber vielleicht nochmal genauer nachdenken.

Übrigens: Interessant ist, dass Ryshell nicht nur Zuspruch auf Facebook bekommen hat. Tatsächlich haben sich einige Leute auch negativ geäußert, darunter auch ein Mann, der kritisiert: „Man sollte vielleicht keine Kinder haben, wenn man sie als ‘Job’ betrachtet.“ Wow…

Was sagst du zu Ryshell Castleberrys Facebook-Appell? Findest du ihren Ärger übertrieben oder kannst du es voll und ganz nachvollziehen, dass solch ein Aufruf wichtig war, um den einen oder anderen Herren (und natürlich auch so manche Frau) zum Reflektieren anzuregen? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/D-V-A, Giphy


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