Kinderkrankheit Keuchhusten

Der Keuchhusten, zum Teil auch Stickhusten genannt, ist eine typische Kleinkinderkrankheit, die jedoch auch Schulkinder und Jugendliche befallen kann. Es handelt sich bei der Krankheit um eine akute bakterielle Atemwegsinfektion. Charakteristisch für den Keuchhusten sind starke Hustenanfälle, die bei Neugeborenen lebensbedrohlich werden können. Im Folgenden erfährst Du, was Du tun kannst, um Dein Kind vor Keuchhusten zu schützen und welche Therapien ratsam sind, sollte Dein Kind doch erkrankt sein.

So erkennst Du den Keuchhusten bei Deinem Kind

Beim Keuchhusten, auch Pertussis genannt, handelt es sich um eine akute bakterielle Atemwegsinfektion, die durch Tröpfcheninfektion – das heißt durch das Husten oder Niesen Erkrankter – übertragen wird. Das charakteristischste Symptom des Keuchhustens ist der anfallartige Husten, der der Krankheit ihren Namen gibt. Von diesem ist jedoch zu Beginn der Infektion noch nichts zu bemerken. Im Anfangsstadium der Krankheit ist Dein Kind zunächst schlapp, fiebrig, verschnupft und hat leichten Husten. Die anfänglichen Symptome von Keuchhusten gleichen denen einer normalen Erkältung. Erst nach zwei bis drei Wochen entwickelt sich der Husten zu einem sogenannten Stakkatohusten und gipfelt schließlich in starken, krampfartigen Anfällen, die nicht selten zu Erbrechen führen. Die Anfälle sind insbesondere für Säuglinge gefährlich, da sie in Einzelfällen zum Atemstillstand führen können. Dieses zweite Stadium des Keuchhustens, auch als Anfallsstadium bezeichnet, kann zwischen drei und sechs Wochen dauern. Im letzten Stadium der Krankheit, dem Erholungsstadium, klingen die Symptome langsam wieder ab, sodass Dein Kind nach sechs bis zehn Wochen den Keuchhusten überwunden hat.

Keuchhusten: Kind nimmt Hustensaft

Wenn Du bei Deinem Kind den Verdacht auf Keuchhusten hast, solltest Du mit ihm einen Arzt aufsuchen.


Diagnose von Keuchhusten

Wenn Du bei Deinem Kind die oben genannten Symptome feststellst und die Vermutung hast, dass es an Keuchhusten leidet, solltest Du mit ihm einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Erkrankung am einfachsten aufgrund der charakteristischen Hustenanfälle feststellen. Im Anfangsstadium einer Ersterkrankung ist überdies ein Nachweis der Erreger möglich. Zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung kann der Arzt auch dem Blut Deines Kindes Hinweise auf eine Infektion mit Keuchhusten entnehmen. Im Blutserum zeigen sich dann spezifische Antikörper gegen das Erregerbakterium. Eine schnellere und eindeutigere Diagnose ist mittlerweile durch die sogenannte PCR (Polymerase-Kettenreaktion) möglich. Damit kann der Arzt die Erbsubstanz von Krankheitserregern im Nasen-Rachen-Sekret Deines Kindes nachweisen, noch ehe es zur Bildung von Antikörpern kommt. Außerdem wird der Arzt bei der Untersuchung Deines Kindes abklären, ob es im Zuge der Erkrankung zu möglichen Komplikationen wie zum Beispiel einer Lungen- oder Mittelohrentzündung gekommen ist.

Therapie von Keuchhusten

Wenn der Keuchhusten bei Deinem Kind früh genug erkannt wird, kann eine Therapie mit Antibiotika seine Leiden deutlich lindern und die Dauer der Krankheit verkürzen. Darum ist es wichtig, dass Du bereits beim ersten Verdacht auf Keuchhusten mit Deinem Kind den Arzt aufsuchst, um dort einen Abstrich machen zu lassen. Stellt dieser den Keuchhustenerreger fest, sollte die Behandlung mit dem Antibiotikum sofort begonnen werden. In einem späteren Stadium der Krankheit sind Antibiotika zur Abkürzung der Ansteckungsgefahr anderer ebenfalls zu empfehlen, können jedoch nicht mehr zum Abklingen der Beschwerden beitragen. In jedem Fall helfen regelmäßiges Trinken und das häufige Einnehmen kleiner Mahlzeiten sowie ein kühles und feuchtes Klima im Schlafraum dabei, die Beschwerden Deines Kindes zu lindern. Hierfür kannst Du feuchte Handtücher in seinem Zimmer aufhängen. Außerdem solltest Du Deinem an Keuchhusten erkrankten Kind viel Nähe und Zuneigung geben, da die Hustenanfälle für Dein Kleines äußerst anstrengend und quälend sein können. Säuglinge, die an Keuchhusten erkranken, müssen in der Regel stationär behandelt werden, da sie das Sekret häufig nicht selbstständig abhusten können. Um Erstickungsanfällen vorzubeugen, wird der Schleim in der Klinik abgesaugt.

So kannst Du Dein Kind vor Keuchhusten schützen

Nahezu 90 Prozent der schulpflichtigen Kinder sind in Deutschland gegen Keuchhusten geimpft. Nur mithilfe dieser Impfung kannst auch Du Dein Kind sicher vor der Erkrankung schützen. Die Grundimmunisierung wird mithilfe mehrerer Impfungen erreicht, die in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Die STIKO (Ständige Impfkommission) des Robert Koch-Instituts in Berlin empfiehlt seit dem Jahr 2006 eine erste Auffrischung der Impfung im Alter von fünf bis sechs Jahren. Sollte Dein Kind nicht geimpft sein, ist es wichtig, dass es jeglichen Kontakt mit infizierten Personen vermeidet. Da jedoch die Symptome in der Anfangszeit noch unspezifisch sind und Keuchhusten hoch ansteckend ist, ist diese Vorgehensweise immer noch mit dem Risiko der Infektion behaftet.

Keuchhusten und Schwangerschaft

Besondere Gefahr geht vom Keuchhusten für Schwangere aus. Diese sollten sich, sofern nicht bereits im Vorfeld geschehen, unbedingt unmittelbar nach der Empfängnis um ihren Impfschutz kümmern. Auch Personen, die viel mit Schwangeren zu tun haben, sollten sich um eine regelmäßige Auffrischung ihrer Schutzimpfung gegen Keuchhusten kümmern. Generell empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Erwachsenen und insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter, sich im Rahmen ihrer nächsten Tetanus- und Diphtherie- Impfung auch gegen Keuchhusten impfen zu lassen.

Keuchhusten bezeichnet eine bakterielle Atemwegsinfektion, die sich vor allem durch einen starken Hustenreiz bemerkbar macht. Da die Krankheit besonders für Babys gefährlich werden kann, solltest Du bei den ersten Anzeichen mit Deinem Kind zum Arzt gehen und den Keuchhusten behandeln lassen.

Hat dir der Artikel gefallen?
0
0

Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Start
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?