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Waldkindergarten Konzept: Was ist das Besondere am Waldkindergarten?

Eine gute Alternative

Waldkindergarten Konzept: Was ist das Besondere am Waldkindergarten?

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, dein Kind im Alltag beaufsichtigen zu lassen. Ein normaler Kindergarten ist dabei oft der Regelfall, doch neben diesem gibt es auch zahlreiche weiteren pädagogischen Konzepte. Ein Kindergarten der etwas anderen Art ist der Waldkindergarten!

Was ist das Besondere am Waldkindergarten?

Liebst du die Natur und möchtest, dass dein Kind auch am liebsten so viel Zeit wie möglich draußen verbringt? Dann ist ein Waldkindergarten möglicherweise eine gute Alternative zu den normalen Betreuungsorten. Diese spezielle Form des Kindergartens kommt ursprünglich aus Skandinavien und erfreut sich dort wachsender Beliebtheit. Wie ein normaler Kindergarten ist auch der Waldkindergarten für Kinder von drei bis sechs Jahren geeignet. Der Unterschied zu einem normalen Kindergarten besteht darin, dass die Betreuung in der Natur stattfindet und zwar ausschließlich in der Natur. Die Kinder verbringen so nicht nur ein paar Stunden am Tag draußen, wenn das Wetter gerade passt, sondern sind den ganzen Tag im Wald oder auf Wiesen unterwegs, ganz gleich, ob es stürmt, schneit oder die Sonne scheint. Hauptsache in der Natur!

Was versteht man unter Waldpädagogik?

Wenn man Kindern genügend Alternativen bietet, wird richtiges Spielzeug meist überflüssig. So ist es auch in einem Waldkindergarten. Da die Kinder den ganzen Tag draußen sind, wird kein normales Spielzeug benötigt. Zum Spielen dienen Stöcke, Bäume, Wasserläufe, Laub und ähnliches. Alles, was man in der Umgebung findet, darf zum Spielen verwendet werden. Der Alltag in der Natur ist darüber hinaus auch noch äußerst lehrreich. Die Kinder entwickeln in einem Waldkindergarten viele wichtige Eigenschaften, die für ihr späteres Leben wichtig sind. Besonders geschult werden Sinneswahrnehmung, Sozialverhalten, ökologisches Bewusstsein, Verantwortung und Selbstvertrauen. Die freie Natur eignet sich außerdem sehr gut, um ein Gefühl für Lebewesen zu entwickeln und auf die Umwelt zu achten.

Warum ist ein Waldkindergarten gut?

Obwohl sich ein Waldkindergarten auf dem ersten Blick sehr von einem normalen Kindergarten unterscheidet, versteht dieser sich selbst als genau solcher. Die Kinder werden wie in einem normalen Kindergarten betreut und erzogen, nur eben an der frischen Luft. Diese hat jedoch bestimmte Auswirkungen auf die Kinder, die in einem normalen Kindergarten so nicht erzielt werden. So fördert die vermehrte Bewegung im Freien die kindliche Motorik und Wahrnehmung. So haben Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen oft weniger Unfälle und fallen sicherer, als Kinder, die die meiste Zeit drinnen spielen. Selbstverständlich wirkt sich die frische Luft auch positiv auf das Immunsystem der Kinder aus. Darüber hinaus fördert der Wegfall von konventionellem Spielzeug die Kreativität und das Sprachvermögen der Kinder, die sich so mehr im Spiel miteinander austauschen müssen. Ein weiterer Vorteil von einem Waldkindergarten ist die geringere Lärmbelastung. Wer schon einmal eine Kindergartengruppe von 15 bis 20 Kindern erlebt hat, weiß wie laut es in den Räumlichkeiten werden kann. Da dies in einem Waldkindergarten wegfällt, sind sowohl Kinder als auch Erzieherinnen wesentlich weniger gestresst. Durch diese vielen positiven Aspekte ist der Waldkindergarten besonders gut geeignet für Kinder mit Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen sowie hyperaktive oder übergewichtige Kinder. Nachteile bieten Waldkindergärten in der Regel nicht. Die Kindergartenkinder schneiden später in der Schule genauso gut ab, wie Kinder, die einen konventionellen Kindergarten besucht haben.

Waldkindergarten: Kinder spielen draußen.
In einem Waldkindergarten verbringen die Kinder den Tag in der freien Natur.

Was braucht man für den Waldkindergarten?

Der Grundsatz Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung gilt für den Waldkindergarten, wie für keinen anderen. Also solltest du darauf achten, dass dein Kind gut gekleidet ist und die Kleidung jeglichen Witterungsbedingungen Stand halten kann. Auch auf festes Schuhwerk solltest du wert legen. Natürlich macht das Spielen im Wald besonders viel Spaß, wenn das Wetter schön ist, aber Sonnenschein und warme Temperaturen sind leider nicht immer an der Tagesordnung. Dennoch kann das Wetter natürlich auch einmal schlechter werden. In einem Waldkindergarten ist dies aber in der Regel kein Problem. Die Kinder bleiben dennoch die meiste Zeit draußen. Bei schlechtem Wetter, wie z. B. Regen oder Schnee können die Kinder samt Betreuerinnen beim Waldkindergarten im Freien bleiben. Es gibt zahlreiche Aktivitäten und Ideen für schlechtes Wetter. Sollte es dennoch einmal zu stürmisch sein, um sich draußen aufzuhalten, dann gibt es ein Lösung: Ein warmer, trockener Unterschlupf ist in der Umgebung vorhanden! Das kann eine Waldhütte, ein Wohnwagen oder geschützter Unterstand sein. Laut Vorschrift in Deutschland muss dieser Unterstand auch immer beheizt sein und in unmittelbarer Nähe. Du brauchst dir also keine Sorgen darüber machen, dass dein Kind im Waldkindergarten auch bei Wetter draußen ist, bei dem es möglicherweise gefährlich werden könnte. Hierauf achten die Erzieherinnen ganz genau. Auch wenn es zu kalt ist, wird die Zeit im Freien selbstverständlich etwas verkürzt. Während die Kinder in einem Waldkindergarten im Sommer mindestens vier Stunden draußen verbringen, verkürzt sich diese Zeit im Winter auf maximal drei Stunden.

So entstand der erste Waldkindergarten

Der Waldkindergarten stammt ursprünglich aus Dänemark. Hier gründete Ella Flatau den ersten Kindergarten dieser Sorte, nachdem sie mit ihren eigenen Kindern und deren Freunden oft in den Wald gegangen war und merkte, dass dies eine interessante Form der Kinderbetreuung ist. So schlossen sich einige Eltern zusammen und gründeten den ersten Kindergarten, in dem die Kinder den größten Teil der Zeit draußen verbringen. 18 Jahre später kam der Waldkindergarten auch in Deutschland an und wurde am Anfang noch privat organisiert. Beliebter wurde das Konzept erst in den 90er Jahren. Heutzutage gibt es es über 1.000 Waldkindergärten in ganz Deutschland. Solltest du also Interesse daran haben, dein Kind in einen Waldkindergarten betreuen zu lassen, findet sich bestimmt einer in Deiner näheren Umgebung.

Klingt der Waldkindergarten nach etwas für dich und deinem, Kind? Dann schau ihn dir doch einfach einmal bei einem Tag der offenen Tür an oder erkundige dich bei den Erzieherinnen. Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen, haben in jedem Fall zahlreiche Vorteile gegenüber Kindern in einem normalen Kindergarten. Es lohnt sich also!

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iStock / coscaron; Dejan Ristovski / Thinkstock

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