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Kinderbetreuung: Ausbau sehr erwünscht

Familie und Beruf

Kinderbetreuung: Ausbau sehr erwünscht

75 Prozent der Deutschen wünschen sich eine klar geregelte Kinderbetreuung für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu diesem Ergebnis kam Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) gestern mit Hilfe der jährlichen Befragung „Monitor Familienleben 2012“. Der Ausbau von Kindertagesstätten, für eine umfassende Kinderbetreuung bis August 2013, geht in die heiße Phase.

Die Ergebnisse des Familienmonitors 2012 weichen beim Thema Kinderbetreuung nur wenig von denen der letzten Jahre ab. Schon lange besteht in der Bevölkerung der Wunsch und Bedarf, die Möglichkeiten der Kinderbetreuung in Deutschland auszubauen. Ab 2013 haben Familien erstmals einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung für Kinder zwischen dem 1. und dem 3. Lebensjahr. Der Rechtanspruch umfasst die Betreuung in KiTas oder durch Tagesmütter. Die Vorbereitungen laufen deutschlandweit auf Hochtouren, ein Aufschub ist für Schröder undenkbar.

Kinderbetreuung: Befragung bestätigt hohen Bedarf

Der „Monitor Familienleben 2012“ unterstrich einmal mehr das dringende Anliegen der Bevölkerung, Familie und Beruf leichter zu vereinbaren. Drei Viertel der Befragten sprachen sich für einen Ausbau der Angebote bei der Kinderbetreuung aus und begrüßen den Rechtsanspruch, der nächstes Jahr umgesetzt werden soll. Nur 12 Prozent sehen dem Ausbau der Betreuungsangebote bis August 2013 skeptisch entgegen. Bremen hat bereits gemeldet, die zeitlichen Vorgaben zur Schaffung einer umfassenden Kinderbetreuung nicht einhalten zu können. Für Familienministerin Schröder sei die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf den Betreuungsplatz bis zum Sommer 2013 „nicht verhandelbar“.

Kinderbetreuung: Ausbau könnte demographischem Wandel entgegenwirken

Kinderbetreuung in KiTas oder bei Tagesmüttern.
Ab August 2013 haben Familien einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Thema für junge Familien. Der Familienmonitor ergab neben dem Wunsch nach umfassender Kinderbetreuung auch, dass fast alle Mütter (96%) flexiblere Arbeitszeiten sehr begrüßen würden. 70 Prozent kümmern sich alleinig um den Haushalt, bei Männern sind es nur 12 Prozent. Ohne ausreichende Möglichkeiten und Angebote der Kinderbetreuung kann keine Gleichstellung von Frauen im Beruf erreicht werden. Die Tendenz geht aktuell dahin, später Kinder zu bekommen. Die Befragung konnte das mit Zahlen unterlegen: 1995 hatten fast 50 Prozent der unter 30-Jährigen ein Kind oder mehr, 2012 sind es nur 29 Prozent.
Das Elterngeld schnitt gut ab beim Familienmonitor 2012: zwei Drittel halten es für eine sinnvolle Regelung. 2003 nannten 47 Prozent die hohe finanzielle Belastung als Grund, sich gegen ein Kind zu entscheiden, heute sind es nur 20 Prozent.

Kinderbetreuung ist laut dem Familienmonitor 2012, den Familienministerin Kristina Schröder gestern vorstellte, ein zentrales Element für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Immer mehr Mütter wollen und müssen nach der Babypause wieder ins Berufsleben einsteigen. Ab August 2013 besitzen deutsche Familien einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung von Kindern unter drei Jahren.

Bildquelle: Winterstorm/dreamstime.com

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