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Kita-Eingewöhnung: So erleichterst du deinem Kind den Start

Kita-Eingewöhnung: So erleichterst du deinem Kind den Start

Es ist soweit! Dein Kind kommt in die Kita. Eine aufregende Zeit für die ganze Familie. Vor allem Mamas leiden während dieser Zeit oft, denn das Kind nabelt sich in dieser Phase zum ersten Mal ein Stückchen ab. Umso wichtiger ist es, dass die Eingewöhnung sanft abläuft. Mit diesen Tipps erleichterst du deinem Kind den Start garantiert.

Seit der Geburt deines Kindes gab es (vermutlich) kaum Tage, an denen ihr länger als zwei oder drei Stunden voneinander getrennt wart. Dein Kind konnte sich darauf verlassen, dass du immer da warst. Egal, ob es Hunger, Durst oder Schmerzen hatte, es wusste: Mama hilft mir. Du bist über Monate hinweg zur Bezugsperson deines Kindes geworden, hast die Verantwortung zum größten Teil übernommen. Nun müsst ihr beide zum ersten Mal lernen, den anderen loszulassen, denn die Eingewöhnung in die Kita beginnt.

Viel reden hilft!

Wichtig dabei ist, dass du dein Kind ganz sanft auf die Trennung vorbereitest. Schon ein paar Tage vor Beginn der Kita kannst du deinem Kind erzählen, welche schönen Dinge und Abenteuer auf es zukommen werden. Rede viel mit deinem Kind über die bevorstehenden Veränderungen, damit es sich innerlich darauf einstellen kann. ABER: Sei dabei nicht zu emotional. Zeig ihm auf gar keinen Fall, dass du Angst vor dieser Phase hast oder darunter leidest. Denn Kinder merken sofort, wenn es Mama nicht gut geht und wittern dann Gefahr. Erwähne also nur die positiven Dinge. Vielleicht kannst du dich ja auch noch selber an deine Zeit als Kindergarten-Kind erinnern. Dann teile diese Erinnerungen mit deinem Kind.

Zeig ihm die Kita!

Damit dein Kind ein Gefühl dafür bekommt, was denn nun diese Kita ist, von der Mama und Papa die ganze Zeit reden, bietet es sich an, immer wieder beim Spaziergang dort vorbeizugehen und deinem Kind zu zeigen, wo es sich bald täglich aufhalten wird. Zeig ihm, wie die anderen Kinder dort im Garten spielen und Spaß haben. Sicherlich möchte es dann sofort mitspielen.

Im Anschluss daran könnt ihr gemeinsam die Dinge einkaufen, die dein Kind für die Kita braucht. Lass es mitentscheiden, welchen Rucksack oder welche Brotdose es haben möchte. Dein Kind wird stolz darauf sein, diese Entscheidung mitgetragen zu haben.

Lass den Papa die Eingewöhnung machen!

Du bist ein emotionaler Mensch und weißt, dass du dein Kind niemals gehen lassen kannst, wenn es auch nur eine Träne verdrückt? Dann überlass deinem Partner die Eingewöhnungs-Phase. Oft fällt es den Papas einfacher, da sie meist nicht die Hauptbezugsperson sind. Dadurch sind sie die Trennungen vom Kind gewohnt. Männer sind außerdem (in der Regel) weniger emotional, klammern weniger.

Wichtig ist aber, dass die Eingewöhnung in die Kita wenn möglich nur von einer Person übernommen wird. Das bietet deinem Kind Sicherheit.

Belohne dein Kind!

Wenn nun der erste Tage der Eingewöhnung gekommen ist, solltest du darauf achten, dass dein Kind den Start positiv wahrnimmt. Es bietet sich an, mit einem schönen, gemeinsamen Frühstück zu starten, bevor es in die Kita geht. Vielleicht schenkst du ihm auch eine Kleinigkeit, viele Eltern greifen mittlerweile zur Kindergarten-Tüte, die den ersten Tag versüßen soll. Eine Option, aber natürlich kein Muss.

Und auch nach dem Kita-Besuch darfst du dein Kind gerne belohnen. Unternehmt etwas Schönes zusammen! Vielleicht geht ihr gemeinsam Eis essen, um diesen besonderen Tag zu feiern. Oder ihr macht ein schönes Picknick draußen in der Natur.

Nicht weinen!

Steht die erste Trennung von deinem Kind an, solltest du deine Gefühle zurückstecken. Auch wenn dieser Moment für dich super emotional ist, weine nicht vor deinem Kind. Es würde dein Kind verunsichern und ihm Angst einjagen. Denk einfach daran, dass es ein wichtiger Schritt für es ist, den ihr auf jeden Fall gemeinsam meistern werdet.

Und: Sobald dein Kind dich nicht mehr sehen kann, darfst du deinen Emotionen natürlich freien Lauf lassen. Denn auch als Mama muss man diese Veränderung erstmal verarbeiten.

Verabschiede dich immer!

Ganz egal, wie stressig der Moment des Abschieds ist oder wie beschäftigt dein Kind ist, du solltest dich IMMER von deinem Kind verabschieden. Schleich dich auf keinen Fall heimlich davon. Nimm es in den Arm, gibt ihm einen Kuss und sage ihm, dass du gehst. Und dass du wiederkommst. Denn ohne eine bewusste Verabschiedung könnte es schon kurze Zeit später erschrecken, weil Mama einfach gegangen ist.

Schenke ihm viel Aufmerksamkeit!

Ist der Tag in der Kita geschafft, solltest du deinem Kind viel Aufmerksamkeit schenken. Kuschel viel mit ihm, frag es, wie es den Tag erlebt hat. Gib deinem Kind einfach das Gefühl, dass ihr die gemeinsame Zeit jetzt besonders genießen werdet. Es soll ja nicht das Gefühl bekommen, abgeschoben zu werden.

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Vermeide abrupte Trennungen!

Auch wenn natürlich alle Familienmitglieder erleichtert sind, wenn die Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen ist, solltest du deinem Kind genug Zeit geben, um in der Kita anzukommen. Während man früher bei Kindern oft eine abrupte Trennung von ihren Eltern vollzogen hat, sie sofort am ersten Tag alleine in der Kita bleiben mussten, gehen die meisten Kitas heute nach dem „Berliner Modell“ vor. 

Das „Berliner Modell“

Was bedeutet dieses Modell für dich und dein Kind? Kind und Erzieherin lernen sich drei Tage lang für eine Stunde kennen, spielen gemeinsam. Du oder dein Partner, also die Bezugsperson, die die Eingewöhnung übernimmt, bleiben dabei im Raum. Erst am vierten Tag folgt der erste Trennungsversuch für ein oder zwei Stunden. Während dein Kind in der Kita-Gruppe bleibt, verlasst ihr den Raum, haltet euch aber in der Nähe auf, um eingreifen zu können, sollte der Versuch scheitern. Gelingt diese Trennung, dann bleibt dein Kind nach und nach länger alleine dort.

Die Eingewöhnung dauert nach diesem Modell etwa ein bis vier Wochen. Das hängt aber von deinem Kind ab. Mach dir auf keinen Fall Sorgen, sollte dein Kind länger brauchen als andere Kinder. Es gibt auch Fälle, in denen Kinder fast zwei Monate brauchen, um die Trennung von ihren Eltern zu akzeptieren. Jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse. Wichtig ist nur, dass es sich am Ende der Eingewöhnung in der Kita wohlfühlt und sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Lasst euch also so viel Zeit, wie ihr braucht. 

Insgesamt sagt man, dass ein Kind eh erst nach einem halben Jahr so eingewöhnt ist, dass es die Kita als festen Bestandteil seines Lebens wahrnimmt.

Hör auf dein Herz

Du als Mama deines Kindes weißt am Besten, was deinem Kind gut tut und was das Beste für es ist. Solltest du das Gefühl haben, dass die Eingewöhnung zu schnell verläuft oder dass irgendwas nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, dann sprich es an. Rede mit deinem Partner und den Erzieherinnen über deine Sorgen und Ängste, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Du wirst schon sehen. Dein Kind wird sich schnell wohl mit dieser neuen Situation fühlen. Es beginnt eine aufregende Phase in seinem Leben, über die ihr auch in vielen Jahren noch sprechen werdet. Also genieß die Zeit und hör auf dein Herz!

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