Periode trotz Stillen
Katja Nauckam 27.07.2018

Nach der Geburt braucht der Körper eine Weile, um sich vom Wochenfluss zu erholen. Doch kann man sagen, wann die Periode wieder einsetzt? Bei vielen Frauen ist das ganz unterschiedlich. Hier erfährst du, wie das Eintreten der Periode mit dem Stillen zusammenhängt und ob du direkt nach der Geburt wieder schwanger werden könntest.

Nach der Geburt: Wann setzt die Periode wieder ein?

Wie bei allen Themen, die sich um Schwangerschaft und Geburt drehen, muss man hier ganz klar sagen: Es gibt keine eindeutige Antwort, die auf alle Frauen zutrifft. Der Körper muss durch die Geburt erst einmal wieder zu sich finden. Die Hormone müssen sich wieder einpegeln und ein normaler Zyklus ist noch lange nicht in Sichtweite. Direkt nach der Geburt begleitet dich erst einmal der Wochenfluss. Die Gebärmutter zieht sich durch die Nachwehen zusammen und stößt Blutreste und Schleimhaut ab. Es ist sehr wichtig, dass er abfließen kann und du in dieser Zeit auf Hygiene achtest. Daher empfiehlt es sich, in dieser Zeit dickere Einlagen* oder Wöchnerinnenslips* zu tragen. Diese bekommst du meist schon im Krankenhaus.

Periode Stillzeit

Die Periode setzt meist nach 2 Monaten, manchmal aber auch erst nach einem halben Jahr wieder ein.

Der Wochenfluss hört meist am Ende der dritten Woche auf. Dann wird der Ausfluss weniger und eher weißlich werden. Bei einem Kaiserschnitt endet der Wochenfluss oft etwas eher, da die Plazenta dabei häufig schon entfernt wird. Warte mit dem Sex auf jeden Fall, bis er abgeklungen ist, damit du keine Infektion davon trägst oder sich etwas entzündet. Ob nun nach dem Wochenfluss dein Zyklus wieder beginnt und die Periode einsetzt, ist ganz unterschiedlich von Frau zu Frau. Bei einigen Frauen dauert es nur fünf bis sechs Wochen bis zur ersten Blutung und dem ersten Eisprung. Bei manchen setzt die Periode erst nach einem halben Jahr wieder ein. Es kann sogar sein, dass sich dein Zyklus nach der Geburt anders einpegelt, als vor der Schwangerschaft und zunächst sehr unregelmäßig und schmerzhaft ist. Manche Frauen berichten aber auch davon, dass nach wenigen Monaten alles wieder wie vorher war.

Video: Diese Tipps helfen bei einer schmerzhaften Periode

Ist deine Regel nach der Geburt deutlich heftiger und stärker? Es gibt einige Tricks, die du versuchen kannst, um den Schmerz zu lindern.

Periode und Stillen: So hängt das zusammen

Wer sein Kind ab der Geburt stillt, bekommt seine Periode meistens eher später. Denn beim Stillen wird das Hormon Prolaktin gebildet, das sich auf den gesamten Hormonhaushalt und die Blutung auswirkt. Die Eizellen in den Eierstöcken reifen dadurch langsamer und es dauert, ehe sie durch eine Blutung abgestoßen werden. Daher kursiert auch die Annahme, Stillen sei ein natürlicher Verhütungsschutz. Je nachdem wie viel und wie lange du stillst, wirkt sich das umso stärker auf deinen Eisprung aus und eine Schwangerschaft wird unwahrscheinlicher.

Stillen ist kein sicherer Verhütungsschutz

Auch wenn es stimmt, dass Stillen die Eizellreifung verhindert und damit auch ein Eisprung erst später oder seltener stattfindet: Stillen ist kein hundertprozentiger Verhütungsschutz und sollte auch nicht als solcher gesehen werden. Im Prinzip könnte der Eisprung drei Wochen nach der Geburt wieder einsetzen. In diesem Fall könntest du auch deine Periode trotz Stillen wiederbekommen. Wer eine Schwangerschaft kurz nach der Geburt sicher ausschließen möchte, sollte also unbedingt verhüten. Wer stillt, muss dabei darauf achten, dass er Verhütungsmittel verwendet, die sicher sind, möglichst keine Östrogene enthalten, die sich negativ auf die Muttermilch auswirken, und vor Infektionen schützen. Das sind zum Beispiel Kondome, Mini-Pille, Diaphragma und Spirale.

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Wann eine Schwangerschaft auch ohne Menstruation möglich ist

Auch wenn du deine Periode nach der Geburt noch nicht bekommen solltest, heißt das nicht, dass kein Eisprung stattgefunden hat. Wenn du ein paar Wochen nach der Geburt Sex hattest und deine Periode noch nicht eingesetzt hat, solltest du dir nicht zu sicher sein. Es wäre durchaus möglich, dass die Eizelle befruchtet wird und eine Schwangerschaft entsteht. Geh daher besser auf Nummer sicher und verhüte mit einer der oben genannten Methoden.

Verlasse dich nicht zu sehr auf die Eisprung unterdrückende Funktion des Stillens. Wenn du kurz nach der Geburt wieder Lust auf Sex verspürst, ist es besser zu verhüten. Nur weil deine Periode noch nicht kommt, ist das kein Zeichen, dass eine Schwangerschaft unmöglich ist. Besprich im Zweifel mit deinem Gynäkologen, welche Verhütung er dir empfehlen würde.

Bildquelle:

iStock/Oleh Veres/tommaso79


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