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So nervig!

Blähungen in der Schwangerschaft: Ist das normal und was hilft dagegen?

In der Schwangerschaft können weitaus mehr Begleiterscheinungen auftreten als nur die bekannte morgendliche Übelkeit. Viele Frauen leiden auch unter einem ständigen Völlegefühl oder Blähungen, auch wenn noch gar kein Babybauch zu sehen ist. Zum Glück sind sie ein normaler Bestandteil einer jeden Schwangerschaft und verschwinden danach auch wieder. Aber woher kommen sie auf einmal und was kannst du gegen sie tun?

Sind Blähungen in der Schwangerschaft normal?

Als werdende Mutter kennst du das Problem: Du hast richtig Hunger, kochst dir was Gutes und schon sind sie wieder da: die gefürchteten Blähungen in der Schwangerschaft. Nicht nur, dass es zu peinlichen Geräuschen kommen kann, auch das Völlegefühl ist unangenehm. Die Hose spannt und Bauchschmerzen machen dir das Leben schwer. Vielleicht fühlst du dich auch unattraktiv und aufgebläht. Dabei sind Blähungen in der Schwangerschaft vollkommen normal. Selbst wenn es die meisten nicht zugeben, leiden fast alle Schwangeren vermehrt unter ihnen. Du bist also nicht die Einzige, die sich mit dieser nervigen Begleiterscheinung herumplagen muss. Natürlich sind gerade die unfreiwilligen Pups-Geräusche alles andere als angenehm, aber du kannst dich trösten: Nach der Schwangerschaft wird dein Verdauungstrakt wieder genauso reibungslos funktionieren wie vorher.

Man ist ja nie zu 100 Prozent vorbereitet. Auch in der Schwangerschaft erwarten uns daher Dinge, die zwar ganz normal, vorher jedoch nie im Gespräch waren. Welche das neben Blähungen noch sein können, zeigen wir dir im Video:

Unangenehme Dinge die dir niemand über die Schwangerschaft sagt_DESIRED.mp4 Abonniere uns
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Sind schmerzhafte Blähungen in der Schwangerschaft gefährlich?

Erst einmal sollte festgehalten werden, dass Blähungen kein spezifisches Problem der Schwangerschaft sind. In Magen und Dünndarm fehlen die nötigen Enzyme, um manche Nahrungsmittel vollständig zu verdauen. Erst im Dickdarm werden die Nährstoffe durch Bakterien zerlegt – und dabei entstehen Gase, die entweichen müssen. Als ungefährer Richtwert gilt: Jeder Mensch muss am Tag ungefähr 15 bis 40 Mal seinen Gasen Luft machen. In der Schwangerschaft kann das Bedürfnis nach Erleichterung bei dir allerdings massiv ansteigen und auch das Gefühl der Aufgeblähtheit nimmt wahrscheinlich zu.

Gerade mit fortschreitender Schwangerschaft im zweiten und dritten Trimester wird dein Bauchraum immer kleiner und die inneren Organe werden enger aneinander gedrückt, um mehr Platz für dein Baby zu schaffen. Deshalb verlangsamt sich zum einen die Verdauung und andererseits drückt die Gebärmutter zunehmend auf deinen Magen – dadurch das unangenehme Völlegefühl. Gefährlich sind Blähungen in der Schwangerschaft aber nur in Verbindung mit schlimmen Schmerzen oder Krämpfen. Wenn du unter Durchfall oder Verstopfung leidest oder dir übel ist und du dich übergeben musst, solltest du deinen Arzt der deine Ärztin aufsuchen. Ansonsten sind schmerzfreie Blähungen in der Schwangerschaft aber nur eine unschöne Begleiterscheinung und kein Grund zur Sorge.

Wodurch entsteht ein Blähbauch in der Schwangerschaft?

Schuld an den Blähungen in der Schwangerschaft hat das Schwangerschaftshormon Progesteron. Zu Beginn der Schwangerschaft wird es in einer hohen Dosis produziert und sorgt dafür, dass sich das weiche Muskelgewebe des Körpers entspannt. Leider betrifft die Muskelentspannung auch den Magen-Darm-Trakt. Der Darm arbeitet daher langsamer, Gase entstehen und können nicht entweichen. Aber auch beim Essen mitgeschluckte Luft kann ein Grund für zu viel Luft im Darm sein. Das kann passieren, wenn du zu schnell isst oder zu große Brocken hinunterschluckst.

Außerdem spielt nicht nur wie du isst, sondern auch was du isst eine große Rolle: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen! Lebensmittel wie Bohnen, Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Eier und Lauchgemüse können sich negativ auf deine Verdauung auswirken. Auch kohlenhydrartreiche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln und Nudeln, sowie ballaststoffreiche Nahrung wie Haferflocken und Obst verursachen Blähungen. Und auf kohlensäurehaltige Getränke und Kaffee solltest du ebenfalls besser verzichten, um starke Blähungen in der Schwangerschaft zu verhindern. Hinter Blähungen können aber auch Lebensmittelunverträglichkeiten stecken: Mit diesen Selbsttests findest du die Übeltäter heraus.

Was hilft gegen Blähungen in der Schwangerschaft?

Neben den üblichen Hausmitteln gegen den Blähbauch wie einer sehr vorsichtigen Bauchmassage oder einem warmen (nicht heißen!) Kirschkernkissen eignen sich verschiedene Tees, um Blähungen in der Schwangerschaft zu bekämpfen. Diese sollten hauptsächlich aus Heilkräutern wie Fenchel, Kümmel, Pfefferminze oder Anis bestehen. Überprüfe aber unbedingt die Inhaltsstoffe von Teemischungen, da manche Kräuter wie etwa Süßholz oder Salbei in der Schwangerschaft schädlich sein können.

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Auch Weizenkleie ist ein kleines Wundermittel der Natur. Sie liefert Ballaststoffe ohne zu belasten und muss im Verdauungstrakt nicht zerlegt werden, also entstehen auch keine Gase. Für eine angenehmere Verdauung können auch Flohsamenschalen sorgen, die darüber hinaus Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vorbeugen können. Außerdem kannst du die folgenden Tipps beachten:

  • Lass dir beim Essen und vor allem beim Kauen Zeit, auch wenn du großen Hunger hast!
  • Setze dich beim Essen aufrecht hin und vermeide einengende Kleidung, damit dein Magen nicht zerknautscht wird, wenn er arbeiten muss.
  • Versuche über den Tag verteilt möglichst viele kleine Portionen zu essen, statt zwei richtig große Mahlzeiten zu dir zunehmen.
  • ein kleiner Spaziergang, Yoga oder Dehnübungen

Hilfe bei schmerzhaften Blähungen in der Schwangerschaft

Wenn das alles nichts hilft und du unter Schmerzen leidest, dann scheu dich nicht davor mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über die Blähungen in der Schwangerschaft zu sprechen. Auch in der Apotheke gibt es tolle Mittel, die Abhilfe schaffen können. Informiere aber hier unbedingt über deine Schwangerschaft, um ein geeignetes Mittel empfohlen zu bekommen.

Schwangerschaften verlaufen nicht immer so perfekt, wie es uns Influencerinnen und Hollywoodfilme vorgaukeln. Über diese „Nebenwirkungen“ solltest du kennen:

Bildquelle: Getty Images/nd3000

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