Sprachprobleme bei Kindern

Sprachförderung immer häufiger

Sprachprobleme bei Kindern

Wie die Krankenkasse AOK nun mitteilte, müssen immer mehr Kinder zum Logopäden, weil sie sprachliche Defizite aufweisen. Die Sprachprobleme bei Kindern fallen zumeist erst beim Einschulungstest auf. Logopäden würden sich ein noch früheres Eingreifen wünschen, Kinderärzte warnen jedoch auch davor, Kinder überzutherapieren.

Sprachprobleme bei Kindern: Immer mehr Kinder müssen zum Logopäden

Nun veröffentlichten Zahlen der Krankenkasse AOK zufolge muss inzwischen jeder vierte Junge und jedes fünfte Mädchen zum Logopäden. Die Anzahl von Kindern mit Sprachproblemen unter 15 Jahren nahm zwischen 2007 und 2012 um 36.000 auf 193.000 pro Jahr zu. Meistens fallen die Sprachprobleme erst beim Einschulungstest auf, wobei sowohl Stottern als auch Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen den Kindern Probleme bereiten. Während bei einigen Kindern andere Erkrankungen oder körperliche Defizite wie eine schwache Mundmuskulatur, eine zu große Zunge oder ein schlechtes Gehör für die Defizite verantwortlich sind, können 8 bis 10 Prozent der Sprachprobleme bei Kindern nicht auf eine konkrete Ursache zurückgeführt werden.

Sprachprobleme bei Kindern: Logopäden wünschen sich stärkere Förderungen

Logopäden wünschen sich, dass Sprachprobleme bei Kindern noch früher und intensiver therapiert werden. „Früher wurde viel zu wenig gefördert, heute noch lange nicht genug“, erklärte beispielsweise die Leiterin des Münchner Logopädiezentrums, Claudia Grönke, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. „Wenn man bedenkt, dass etwa sechs bis acht Prozent der Kinder unter 14 Jahren eine Sprachentwicklungsstörung und weitere 20 Prozent eine Sprachentwicklungsschwäche haben, bleiben immer noch zu viele unbehandelt.“ Auch Margarete Feit, Sprecherin des Bundesverbandes der Logopäden, schätzt die Lage in puncto Sprachprobleme bei Kindern ähnlich ein. Zwar würden mehr Kinder therapiert, dafür aber oft mit weniger Aufwand. Außerdem würden einige nötige Therapien nicht verschrieben, weil Kinderärzte Honorarkürzungen befürchteten, wenn sie ihre Richtgrenze überschreiten.

Sprachtherapeutin mit ihrer Patientin

Sprachprobleme bei Kindern können durch eine Sprachtherapie behoben werden


Sprachprobleme bei Kindern: Wie viel Therapie ist genug?

Wie die Zahlen der AOK belegen, werden Rezepte für Sprachtherapien inzwischen deutlich häufiger und für längere Zeiträume verschrieben. Ob dahinter tatsächlich eine Häufung der Sprachprobleme bei Kindern steckt, ist jedoch eine andere Frage. Kinderärzte warnen daher davor, Kinder überzutherapieren. Doch auch, wenn Eltern das Thema Sprachprobleme bei Kindern nicht überbewerten sollten, bleibt es verständlich, dass sie ihrem Kind die bestmögliche Förderung zukommen lassen möchten.

Die Krankenkasse AOK veröffentlichte nun Zahlen, die belegen, dass immer mehr Kindern in Deutschland eine Sprachtherapie verschrieben wird. Oft fallen die Sprachprobleme bei Kindern erst bei der Einschulungsuntersuchung auf. Logopäden wünschen sich ein früheres Eingreifen, Kinderärzte warnen vor zu vielen Therapien.

Bildquelle: alexsokolov/Thinkstock


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