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Küchenklassiker

Apfelmus einkochen: So geht's

Selbstmachen ist Trend – sei es Stricken, Nähen oder Kochen, do it yourself ist hip und cool. Kein Wunder also, dass Klassiker, die für Oma und Mama noch selbstverständlich waren, ein Revival erleben. Dazu zählt auch das Einkochen, denn in Zeiten, in denen immer mehr Menschen bewusster leben und sich ebenso ernähren, landet am liebsten Selbstgemachtes auf dem Teller. Ganz vorne in Sachen Trend: Apfelmus einkochen. Mit einigen Tricks, dem richtigen Equipment und frischen Äpfeln zauberst Du ganz schnell Dein eigenes Fruchtmus – Apfelmus einkochen leicht gemacht, lautet das Motto!

Apfelmus – der Name ist Programm: Es besteht aus frischen Äpfel, die gekocht und zu Mus verarbeitet werden. Dazu werden die Früchte entweder püriert oder passiert, durch die Oxidation des Fruchtfleischs und die unterschiedlichen Farben der Schale, die gut und gerne am Apfel bleiben darf, kommt das fertige Apfelmus immer wieder in einem anderen Look daher. Natürlich kannst Du Apfelmus in jedem Supermarkt kaufen, doch das Fertigprodukt steckt oft voller Zucker und verliert damit seinen Status als gesundes Lebensmittel. Apfelmus einkochen lohnt sich also doppelt – das Mus ist frisch und lecker und Du kannst selbst bestimmen, wie viel beziehungsweise ob überhaupt Zucker darin landet.

Apfelmus einkochen ist gar nicht schwer
Apfelmus einkochen: So einfach, so lecker, so gesund!

Generell kannst Du jede Apfelsorte verwenden, wenn Du Apfelmus einkochen willst, doch es gibt einen großen Favoriten: Boskoop-Äpfel! Ihr Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen stark, dadurch macht der Apfel es Dir leichter, ihn einzukochen. Außerdem bringen Boskoop-Äpfel eine natürliche Säure mit, durch die das Apfelmus nicht zu süß, sondern erfrischend wird. Und auch optisch machen die Äpfel eine gute Figur, durch ihre gelbe Farbe geben sie dem Apfelmus seinen typischen Look – ganz ohne Farbstoffe!

Apfelmus einkochen: Das Equipment macht den Apfelmeister

Beim Kochen kommt es neben den frischen und leckeren Zutaten nicht selten auf die richtigen Küchenhelfer an, die Dir dabei helfen, ein perfektes und köstliches Ergebnis auf die Beine zu stellen und den Aufwand dabei so gering wie möglich zu halten. Wenn Du Apfelmus einkochen willst, brauchst Du neben Äpfeln nur fünf Dinge: zwei große Töpfe – in einem werden die Äpfel weich gekocht, im anderen landen die Gläser –, eine „Flotte Lotte“ oder einen Pürierstab, ein Sieb und natürlich Einmachgläser, ohne die Einkochen keinen Sinn macht. Am besten eignen sich nach wie vor die klassischen Einmachgläser mit Gummiring und einem sogenannten Federklammernverschluss, denn mithilfe dieses Verschlusses entsteht beim Abkühlen ein Unterdruck, der Gummiring sorgt dafür, dass Luft und damit auch Keime und Bakterien draußen bleiben müssen. Dadurch ist Apfelmus, das eingekocht wurde, etwa ein Jahr lang haltbar – manche Hobbyköche sagen sogar, dass es sich bei richtiger Lagerung, also an einem dunklen, kühlen Ort, noch länger hält. Hinter der flotten Lotte versteckt sich übrigens eine Art Topf mit Löchern im Boden und einer Drehmühle, mit der Du die Äpfel – oder auch anderes Obst und Gemüse – ohne große Anstrengung zu Brei verarbeiten kannst. Wenn Du Dir zunächst kein Extra-Equipment zulegen willst, aber trotzdem Apfelmus einkochen möchtest, kannst Du natürlich auch einen Pürierstab zum Dienst am Apfel abbestellen – er erledigt seinen Job genauso gut! Für Technikfans gibt es spezielle Einkochtöpfe, die Du statt Deines herkömmlichen Topfs benutzen kannst – ihr großer Vorteil liegt in einem Einlegerost, der dafür sorgt, dass jedes Glas genau da bleibt, wo es sein soll. Wenn Du Dir zunächst keinen speziellen Topf kaufen willst, kannst Du den Einlegerost auch passend für Deinen Lieblingstopf kaufen und darin Apfelmus einkochen.

Apfelmus einkochen: Das Rezept zum Glück

Das Equipment liegt bereit, jetzt fehlt nur noch eine Anleitung, um Apfelmus einkochen zum Kinderspiel zu machen? Dann solltest Du jetzt ganz genau hinlesen, denn mit diesen Tricks gelingt Dir garantiert ein richtig leckeres Apfelmus.

Apfelmus einkochen, Schritt 1: Vorbereitung

Zuerst solltest Du die Äpfel gut waschen und klein schneiden, die Schale musst Du nicht entfernen, in ihr stecken schließlich jede Menge Vitamine, die Dein Apfelmus später noch gesünder machen. Wer sich gar nicht mit der Apfelschale anfreunden kann, darf die Äpfel natürlich schälen. Während Du kleine Apfelschnitze schneidest, kannst Du gleichzeitig auch das Kerngehäuse entfernen, das soll nicht im Apfelmus landen. Außerdem brauchen auch die Einmachgläser eine gewisse Vorbereitung: Alle Teile solltest Du heiß auswaschen und gut reinigen – es ist wichtig, dass keine Bakterien im Apfelmus landen, sonst verfehlt auch das Vakuum seine Wirkung und das Mus verdirbt schnell.

Apfelmus einkochen, Schritt 2: Kochen

Dann kommen die Äpfel in einen Topf, etwas Wasser darf sich auch dazu gesellen – die Faustregel lautet dabei 100 Milliliter Wasser auf 1,5 Kilogramm Äpfel. Etwa 20 Minuten brauchen die Früchte, bis sie weich sind, dann kannst Du sie in ein Sieb abschütten.

Apfelmus einkochen, Schritt 3: Passieren

Jetzt haben „Flotte Lotte“ beziehungsweise der Pürierstab ihren großen Auftritt: Die weichen Apfelstücke musst Du solange passieren oder pürieren, bis ein feines Mus entsteht. Magst Du es gerne etwas knackiger, kannst Du ein paar Apfelstücke übrig lassen, ansonsten solltest Du so lange weitermachen, bis Dein Apfelmus ganz fein und stückchenfrei ist. Ganz nach Deinem eigenen Geschmack kannst Du das Apfelmus nun mit einer Zimt- und Zuckermischung oder reinem Zucker verfeinern, es schmeckt aber auch pur ganz wunderbar und braucht keinen Zucker zum Glücklichmachen.

Apfelmus einkochen, Schritt 4: Abfüllen

Ist Dein Apfelmus genauso wie Du es Dir vorstellst, kannst Du es in die gereinigten Einmachgläser einfüllen und sie mit dem Gummiring und dem Deckel gut verschließen. Die Gläser kommen jetzt in einen großen Topf – wichtig ist, dass sie sich nicht berühren.

Apfelmus einkochen, Schritt 5: Einkochen

In diesen Topf gibst Du nun jede Menge Wasser, die Gläser sollten nur noch etwa zu einem Drittel aus ihm herausragen. Und dann gibst Du Gas beziehungsweise Strom: Etwa 30 bis 45 Minuten muss das Apfelmus einkochen, dabei solltest Du darauf achten, dass die Temperatur des Wassers langsam steigt. Nach dieser Zeit schaltest Du den Herd aus und lässt die Gläser weitere 15 Minuten in ihrem Wasserbad. Anschließend nimmst Du sie heraus und lässt sie abkühlen – jetzt entsteht das Vakuum, am besten lässt Du die Gläser also in Ruhe und bewegst sie nicht mehr. Wer will, kann auch im Backofen Apfelmus einkochen. Statt in einem Topf landen die befüllten Gläser dann aber in einer Fettpfanne, eine Art tiefes Backblech, das mit Wasser aufgefüllt wird. Eine halbe Stunde dauert es, das Apfelmus einzukochen, den Backofen solltest Du dabei auf 160 Grad aufdrehen. Nach diesen 30 Minuten gibst Du den Gläsern weitere 30 Minuten Zeit, sich zu akklimatisieren, schaltest den Ofen aber aus – und schon hast Du perfektes Apfelmus.

Diese fünf einfachen Schritte sind auch schon die ganze Magie, die hinter selbst eingekochtem Apfelmus steckt – schwer ist wahrlich anders. Wenn die Gläser kalt sind, stellst Du sie am besten in den Keller oder in den Abstellraum, damit sie sich auch richtig wohl fühlen. Genießen kannst Du Dein Apfelmus pur, als Topping beziehungsweise als Beilage zu leckeren Desserts wie zum Beispiel Grießbrei, aber auch zu so manchem Kartoffelgericht, wie beispielsweise Kartoffelpuffer, schmeckt Apfelmus einfach herrlich lecker, frisch und fruchtig.

Selbstgemachtes ist immer lecker! Wenn es dann noch so einfach ist, gibt es doch wirklich keinen Grund mehr, auf fertige, übersüßte Produkte aus dem Supermarkt zurückzugreifen, oder? Apfelmus einkochen ist für Dich ab sofort ein echtes Kinderspiel und das Ergebnis schmeckt sicher nicht nur Dir – auch als kleines Geschenk kommt selbstgemachtes Apfelmus sicher gut an. Fünf Schritte liegen nur vor Dir, Apfelmus einkochen startet jetzt!


Bildquelle: Thinkstock.de / HandmadePictures

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