pink latte
Nina Rölleram 10.07.2018

Essen und Trinken aus natürlichen Zutaten in knalligen Farben sind beliebter denn je. Egal, ob blauer Tee oder türkisfarbenes Meerjungfrauen-Toast, Hauptsache bunt scheint derzeit das Motto unter Food-Bloggern zu sein. Schuld daran sind sicherlich auch Instagram und Pinterest, denn die Farben machen sich hervorragend auf Fotos. Doch schmeckt das alles überhaupt? Ich habe das Trendgetränk Pink Latte zu Hause aus Rote-Beete-Saft und Sojamilch zubereitet und dem Geschmackstest unterzogen.

Auch wenn der Name zunächst an Kaffee erinnert, enthält ein Pink Latte kein Koffein. Die einzige Gemeinsamkeit, die das pinke Getränk mit einem Caffè Latte hat, ist die geschäumte Milch. Anstelle von Kuhmilch verwenden die meisten Blogger und Hipster-Cafés aber pflanzliche Milchalternativen wie Mandel-, Soja- oder Kokosmilch. Viel interessanter ist natürlich, wie der Drink seine schöne pinke Farbe bekommt.

Pink Latte mit Drachenfrucht

Auf Instagram und Pinterest findet man viele verschiedene Versionen des Trend-Getränks. Der folgende Pink Latte wurde beispielswiese mit Drachenfruchtpulver* eingefärbt, einem pinken Superfood-Pulver.

Pink Latte mit Rote Beete

Der schöne pinke Farbton lässt sich jedoch auch mit Rote Beete erzielen, die man hierzulande auch einfacher bekommt. Außerdem ist diese Variante, die auch Beet Latte genannt wird, reich an Vitamin A, C und B sowie Folsäure und ist gut für die Leber. Übrigens lässt sich Pink Latte genauso wie Kaffee sowohl mit heißem Milchschaum als auch gekühlt, wie hier mit Kokos-Eis genießen:

Wie schmeckt Pink Latte?

So schön dieser Drink auch aussieht, ich war zunächst sehr skeptisch, ob er auch gut schmecken würde: Rote-Beete-Saft vermischt mit etwas Milchschaum konnte ich mir beim besten Willen nicht als sonderlich lecker vorstellen. Also besorgte ich mir eine frische Rote Beete, um das Ganze zu Hause auszuprobieren. Um dem Getränk eine interessantere Geschmacksnote zu verleihen, habe ich außerdem noch etwas Ahornsirup, gemahlenen Zimt und Ingwer hinzugefügt.

Zutaten für zwei große Pink Lattes:

  • eine rohe rote Beete
  • 400 ml Sojamilch (alternativ: Mandel-, Kokos-, oder Haferdrink)
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 Prise gemahlener Zimt
  • 1 Prise gemahlener Ingwer

Zubereitung:

  1. Schneide die Rote Beete in Stücke und entsafte sie mit einem Entsafter. Ich kann den Omega Juicer* empfehlen, weil dieser besonders viel Saft aus Obst und Gemüse presst. Wenn du aber nur selten entsaftest, kannst du auch fertigen, direkt gepressten Rote-Beete-Saft verwenden.
  2. Nun vermischst du Sojamilch, Ahornsirup und die Gewürze in einem hohen Gefäß mit einer Gabel und schäumst sie anschließend mit einem Milchaufschäumer auf.
  3. Zum Schluss verteilst du einfach den Rote-Beete-Saft auf zwei große Gläser und gießt die geschäumte Sojamilch hinzu.

Tipp: Beim Eingießen der Milch stellte ich fest, dass mein Pink Latte einen ziemlich satten Farbton hatte. Wenn du also einen Pink Latte in zartem Rosa herstellen möchtest, solltest du pro Glas lediglich 1-2 EL Rote-Beete-Saft verwenden. Dann wird der Drink aber sehr mild schmecken.

Der Geschmackstest: Ich hatte nicht viel von diesem Getränk erwartet, als ich jedoch den ersten Schluck nahm, war ich angenehm überrascht: Die Süße der Rote Beete harmonierte perfekt mit den Gewürzen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Gemüsesaft, vermischt mit Sojamilch wirklich schmecken könnte. Weil die Knolle so viel Eigensüße mit sich bringt, hätte ich mir den Ahornsirup wohl auch sparen können. Auf jeden Fall habe ich direkt beide Gläser hintereinander leer getrunken und mich anschließend mit einem wohligen Gefühl im Bauch schlafen gelegt: So ein warmer Pink Latte ist eine ausgezeichnete vegane Alternative zu heißer Milch mit Honig und enthält noch dazu viel mehr Nährstoffe!

Es wird auf jeden Fall nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir zu Hause einen Pink Latte zubereite. Ich kann ihn auf jeden Fall nur empfehlen und inklusive der Reinigung meines Entsafters hat mich das Experiment lediglich 10 Minuten gekostet. Der Kauf teurer Superfood-Pulver ist also gar nicht nötig, um dieses Trend-Getränk auszuprobieren. Vielleicht probierst du das Rezept einfach selbst und sagst mir in den Kommentaren, ob dir der Pink Latte auch so gut geschmeckt hat wie mir!

Bildquelle:

iStock/mariiaplo


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