Making spaghetti a la carbonara overlook shot
Meike Leyerle am 29.10.2015

Burger, Pommes, Döner? Das ist zwar alles lecker, doch wer sagt, dass Fastfood immer ungesund sein muss und nicht auch hausgemacht sein kann? Die Italiener verstehen unter schnellem Essen etwas ganz anderes, nämlich Pastagenuss der Extraklasse. In rund zehn Minuten zaubern sie Spaghetti Carbonara auf den Teller, wenn es mal schnell gehen soll. Und siehe da, das etwas andere Fastfood ist lecker und eine gelungene Abwechslung. Wie auch Dir perfekte, italienische Spaghetti Carbonara gelingen? Ganz einfach, mit unseren Rezepten.

Warum Spaghetti Carbonara so schnell fertig sind? Das Zeitgeheimnis liegt in der Soße: Sie wird nicht gekocht, sondern nur mit den heißen Nudeln vermengt. Während die Spaghetti also fröhlich munter im Wasserbad sprudeln, wird die Soße aus Eiern, Käse und Speck zubereitet und wartet dann auf ihren großen Auftritt, sobald die Pasta al dente ist. Um die Entstehungsgeschichte von Spaghetti Carbonara ranken sich einige Sagen und Geschichten. Eine besagt zum Beispiel, dass Arbeiter beim Herstellen von Holzkohle in den italienischen Apenninen in ihren Pausen Nudeln mit Bauchspeck und Peccorino gekocht haben sollen. Die Köhler wurden in einem italienischen Dialekt Carbonaro genannt – und so war der Name des Pastagerichts schnell gefunden.

Eine Pfanne mit Spaghetti Carbonara

Spaghetti Carbonara, das ist Fastfood auf Italienisch

Den meisten kulinarischen Geschichtsexperten erscheint es jedoch wahrscheinlicher, dass US-amerikanische Soldaten, die im 2. Weltkrieg in Italien stationiert waren, aus Nudeln, Eiweißpulver und Bacon das Gericht gekocht haben, das wir heute Spaghetti Carbonara nennen. Für den Namen sollen zwei römische Restaurants verantwortlich sein, die beide „La Carbonara“ hießen und das amerikanische Gericht in ihre italienische Küche und Sprache übernommen haben sollen. Beide Gaststätten bestreiten jedoch bis heute ihre Rolle an der Entstehung und Namensgebung, sodass vermutlich nie zweifelsfrei geklärt werden kann, wem wir Spaghetti Carbonara zu verdanken haben. Letzten Endes ist es aber eigentlich auch gleichgültig, wie es genau gewesen ist. Fakt ist, dass das Pastagericht heute ein wichtiger Bestandteil der italienischen Küche und ein genauso großer Exportschlager wie viele andere Nudelkreationen aus dem mediterranen Land ist.

Spaghetti Carbonara ganz traditionell

In Sachen Zubereitungszeit sind Spaghetti Carbonara kaum zu unterbieten. Und auch was die Zutatenliste angeht, ist das Gericht mit sehr wenig Aufwand verbunden. Eier, Spaghetti, Pancetta (Bauchspeck) und Pecorino beziehungsweise Parmesan, etwas Salz und Pfeffer – mehr braucht es nicht für den italienischen Dauerbrenner. Die Nudeln werden wie gewohnt in Salzwasser gekocht. In dieser Zeit werden die Eier mit Salz und Pfeffer verquirlt und dann mit dem Käse verrührt. Der Speck wird gewürfelt und dann in einer Pfanne ausgelassen. Anschließend wird er mit der Eier-Käse-Mischung vereint. Sobald die Nudeln al dente, also bissfest, sind, werden sie abgeschüttet und dürfen in einem Sieb abtropfen. Allerdings nur kurz, denn dann müssen sie zurück in den (noch) leeren Topf. Dort werden sie jetzt mit der Soße vereint. Alles gut durchmischen und schon sind die Spaghetti Carbonara fertig. Die Hitze der Nudeln sorgt dafür, dass die Soße auf die richtige Temperatur gebracht wird und sich mit der Pasta zu einem echt italienischen Leckerbissen vereint. Wichtig ist, dass die Eier frisch sind, da sie nicht komplett durchgegart werden. Bei Eiern, die ihre beste Zeit bereits hinter sich haben, droht Salmonellengefahr – eine unschöne Vorstellung. Wie Du die Spaghetti perfekt kochst, erfährst Du hier:

Spaghetti Carbonara mal anders

Der eine oder andere Feinschmecker wundert sich vielleicht, warum im Grundrezept für Spaghetti Carbonara keine Sahne vorkommt. Schließlich kennt man das Nudelgericht hierzulande vor allem mit einer sämigen Soße. Doch es ist wahr, folgt man der italienischen Tradition hat Sahne nichts in der Soße zu suchen. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch lecker sein kann, wenn man doch den einen oder anderen Schuss dazugibt – und da in der Küche erlaubt ist, was schmeckt, sollte man die Sahnefrage nicht ganz so eng sehen. Neben dieser Variation gibt es natürlich noch viele weitere Kreationen rund um Spaghetti Carbonara. Hier sind die leckersten:


Mille Grazie, liebe Italiener (oder Amerikaner!), für diese Leckerei! Spaghetti Carbonara sind einfach und schnell gemacht, sie sind lecker, sie sättigen lange und die meisten der wenigen Zutaten dürften sich in fast jedem Kühlschrank wiederfinden. Außerdem gibt es so viele leckere Versionen von Spaghetti Carbonara, dass man sie immer und immer und immer wieder genießen kann, ohne Langeweile zu servieren.

Bildquelle: iStock/martiapunts


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  • Meike Leyerle am 29.10.2015 um 17:49 Uhr

    Isst Du gerne Spaghetti Carbonara oder ist ein anderes Pastagericht Dein Favorit?

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