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Muscheln kochen leicht gemacht

Aus dem Meer

Muscheln kochen leicht gemacht

Miesmuscheln, Venusmuscheln, Jakobsmuscheln und Austern – wer Muscheln kochen möchte, dem steht eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung. Doch bei der Zubereitung der Muscheln gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest, damit der Verzehr der Delikatesse nicht in einer Muschelvergiftung endet. Wenn Du bei der Zubereitung aufpasst, ist die Muschel jedoch ein außerordentlich gesundes Nahrungsmittel, das sehr wenig Fett und dafür reichlich Protein enthält.

Muscheln kochen ist nur in Monaten unbedenklich, in denen ein „R“ vorkommt, also von September bis April. So will es zumindest der Volksmund und der hat in diesem Fall zumindest zum Teil recht. Wer Muscheln nicht etwa auf dem Markt oder im Supermarkt kauft, sondern diese direkt fängt, sollte sich tatsächlich an diese Regel halten, um keine unangenehme Überraschung zu erleben. Im Sommer ist das Wasser, in dem die faszinierenden Weichtiere leben nämlich mit Algen bevölkert, die für den Menschen ungenießbar sind. Da Muscheln sich ernähren, indem sie winzige Partikel aus dem Wasser filtern und aufnehmen, sind auch diese in der Zeit, in der die Algen sich im Wasser tummeln, für den Menschen giftig. Mittlerweile ist dies jedoch kein Problem mehr. Sämtliche Muscheln, die im Sommer gefangen werden, kommen für gut zwei Wochen in sauberes, algenfreies Wasser, damit sie anschließend wieder zum Verzehr geeignet sind. Auch das Problem der Hitze im Sommer, welche Muscheln früher schlecht werden lässt, ist dank guter Kühlketten mittlerweile aus der Welt geschafft. Wenn Du Muscheln kochen möchtest, musst Du Dich heutzutage also nicht mehr auf die Monate mit einem „R“ beschränken.

Muscheln kochen ist heutzutage auch im Sommer ohne Bedenken möglich.

Muscheln kochen: unbedenklich und köstlich

Jeder, der daran denkt, Muscheln zu kochen, hat mit Sicherheit mit einigen Bedenken zu kämpfen. Schließlich gibt es viele Menschen, die bereits einmal mit einer Muschelvergiftung zu tun hatten. Doch keine Sorge, wenn Du einige Dinge beachtest, kannst Du die kleinen Weichtiere ganz problemlos genießen. Das Wichtigste an der Zubereitung ist, dass die Muschel noch lebt, bevor sie gekocht wird. Tote Muscheln sind für Menschen ungenießbar und können zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Glücklicherweise gibt es eine gute Methode, um tote Muscheln von lebenden zu unterscheiden: Tote Muscheln sind geöffnet, da sie keine Kontrolle mehr über den Schließmuskel ihrer Schale haben. Offene Muscheln solltest Du daher sofort entsorgen! Sollte die Muschel nur einen kleinen Spaltbreit geöffnet sein, solltest Du einmal kurz an die Schale klopfen. Schließt sie sich, ist sie noch gut. Während des Kochens öffnen sich die Muscheln dann in der Regel von alleine. Sollte das nicht geschehen, gilt nach dem Kochen das genaue Gegenteil von dem, was vor dem Kochen gilt: Geschlossene Muscheln solltest Du entsorgen! Obwohl dies nach wie vor als umstritten gilt, kann es sein, dass Muscheln, die auch nach dem Kochen geschlossen sind, möglicherweise bereits vor dem Kochen tot waren und lediglich ihre Schale verklebt war. Um eine Muschelvergiftung in jedem Fall auszuschließen, solltest Du daher die geschlossenen Muscheln besser entsorgen. Dies gilt grundsätzlich für alle Muscheln, die in der Schale gekocht werden, insbesondere Miesmuscheln und Venusmuscheln.

Miesmuscheln: Der Klassiker unter den Muscheln

Die absoluten Klassiker unter den Muscheln sind die Miesmuscheln. Sie gelten als die beliebtesten Muscheln der Deutschen und sind insbesondere im Rheinland eine wahre Delikatesse. Ein beliebtes Miesmuschel-Rezept ist demnach „Miesmuscheln rheinischer Art“. Bei der Zubereitung dieses Rezepts solltest Du wie bei jeder Muschel zuerst die Schale mit einer Bürste etwas putzen und den Bart der Muschel entfernen. Als Bart wird der fransige Auswuchs bezeichnet, der am Rand der Muschel entlang läuft. Als Hauptzutat für die „Miesmuscheln rheinischer Art“ benötigst Du selbstverständlich Miesmuscheln, bevorzugt aus dem Rheindelta, und Weißwein aus dem Mittel- oder Oberrheingebiet. Für die Zubereitung schneidest Du Zwiebeln, Sellerie, Möhren und Lauch in kleine Stücke, dünstest sie in Butter an und löschst sie anschließend mit dem Weißwein ab. Hierin kannst Du nun die Muscheln kochen, bis sie sich öffnen. Auf Gewürze wird bei diesem Rezept zum Großteil verzichtet, es reichen Pfeffer und ein wenig Salz.

Die Venusmuschel: eine italienische Köstlichkeit

In der Antike war man lange Zeit der Ansicht, die Muscheln würden aus dem Meeresschaum entstehen. Eine ähnliche Legende rankt sich ebenfalls um die Göttin Venus, auch Aphrodite genannt. Diese soll unter anderem auch aus dem Meeresschaum und somit aus einer Muschel geboren worden sein, weshalb die Venusmuschel nach ihr benannt wurde. Wer einmal auf andere Art und Weise Muscheln kochen möchte als in Deutschland üblich, der sollte zu den Venusmuscheln greifen. Diese gelten vor allem in Italien als Köstlichkeit und werden hier bevorzugt als „Spaghetti alle Vongole“ zubereitet. Ähnlich wie die rheinischen Miesmuscheln werden sie auch in Weißwein gekocht. Hinzu kommt noch Olivenöl, Knoblauch und Petersilie sowie ein wenig Pfeffer. Wie die Miesmuscheln werden auch die Venusmuscheln in der Schale gekocht und anschließend auch so auf den gekochten Spaghetti serviert.

Jakobsmuscheln und Austern: Muscheln einmal anders

Im Gegensatz zu den üblichen Varianten Muscheln zu kochen, die bei den Miesmuscheln und Venusmuscheln Anwendung finden, werden die Jakobsmuscheln und die Austern auf besondere Art und Weise genossen. Jakobsmuscheln werden in der Regel ohne Schale gegart. Hierzu werden die Muscheln, die vor der Zubereitung ebenfalls geschlossen sein sollten, mit einem Messer aufgehebelt. Am einfachsten geht dies, wenn Du vorher mit dem Messer durch die kleine Öffnung der Schale den Schließmuskel durchtrennst. Als genießbar gelten hier vor allem der weiße Muskelstrang und der orangene Rogen, also die Eier der Muschel. Diese können auf viele verschiedene Arten genossen werden, zum Beispiel roh oder in der eigenen Schale überbacken. Eine weitere Spezialität ist die Auster. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man sie nicht wie die restlichen Muscheln kocht, sondern roh verspeist. Man öffnet sie hierbei wie bei der Jakobsmuschel und schlürft das saftige Fleisch direkt aus der Schale.

Ob Miesmuscheln, Venusmuscheln, Jakobsmuscheln oder Austern – richtig zubereitet sind die kleinen Weichtiere in jedem Fall ein wahrer Genuss! Bist Du nun auch auf den Geschmack gekommen und möchtest am liebsten sofort zu Hause die köstlichen und nahrhaften Muscheln kochen? Dann nichts wie ran an den Herd! Am besten schaust Du vorher noch kurz bei unseren Rezepten vorbei. Hier haben unsere Nutzerinnen für Dich weitere köstliche Muschelrezepte bereit gestellt, die nur darauf warten von Dir nachgekocht zu werden.

Bildquelle: Thinkstock/lsantilli

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