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Tradition

How To Do A Thanksgiving Dinner

How To Do A Thanksgiving Dinner

In den USA ist Thanksgiving einer der wichtigsten Feiertage im ganzen Jahr. Da gehört natürlich auch ein traditionelles Menü dazu, das die ganze Familie an der großen Festtagstafel zusammenbringt. Wir verraten Dir, wie Du ein Thanksgiving Dinner perfekt planst und welche Zutaten und Gerichte für das richtige Flair auf keinen Fall fehlen dürfen. Enjoy!

Thanksgiving ist das amerikanische Erntedankfest, welches in den USA einen deutlich höheren Stellenwert hat, als wir es in Deutschland heutzutage kennen. Das liegt unter anderem auch daran, dass mit Thanksgiving nicht nur der jährlichen Ernte gedankt werden soll, das Fest steht darüber hinaus für Nächstenliebe, Gemeinschaft und Familie. Thanksgiving wird immer am vierten Donnerstag im November gefeiert, viele nehmen sich am drauffolgenden Tag Urlaub und treten am Mittwochabend oder Donnerstagmorgen die sprichwörtlich meilenweite Reise zur Familie an – oft sind das eintausend Kilometer oder mehr, die mit dem Auto, dem Bus, dem Flugzeug oder der Bahn zurückgelegt werden.

Whole Homemade Thanksgiving Turkey with All the Sides
Herbstlich und festlich: Das Thanksgiving Dinner mit Truthahn, Stuffing und allem, was dazu gehört

Ein Seriencharakter sagte einmal „Family don’t end with blood“ – „Familie endet nicht mit Blutsverwandtschaft“ – gerade zu Thanksgiving wird diese Idee großgeschrieben. Wenn es im Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden gibt, der keine Familie mehr hat oder aus einem anderen Grund seine eigenen Bande zum Feiertag nicht besuchen kann, wird diese Person oftmals kurzerhand mit zum eigenen Fest genommen und dort genauso herzlich empfangen wie alle anderen Familienmitglieder. Während die Familie nach und nach eintrudelt, sind die Vorbereitungen für das gemeinsame Thanksgiving Dinner schon im vollen Gange – was natürlich niemanden der Neuankömmlinge davon abhält, seinen Teil beizusteuern. Am späten Nachmittag oder frühen Abend ist es dann soweit: Es wird aufgetischt!

Das Thanksgiving Festmahl

Zu diesem Feiertag biegt sich schnell die Tischplatte unter der Last der vielen Leckereien, die sich auf ihr türmen. Das „Centerpiece“ – der Hauptdarsteller und Hingucker – ist zweifelsfrei der riesige Turkey (Truthahnbraten). Er wird umgeben von Mashed Potatoes (Kartoffelbrei), Sweet Potatoes (Süßkartoffeln), Stuffing (einer Truthahnfüllung mit Weißbrot), Gravy (Bratensoße), Cranberry Sauce (eine süße Cranberry Soße) und natürlich Cornbread (Brot aus Maismehl), dazu gibt es ein oder zwei Salate. Als Dessert kommt traditionellerweise ein waschechter Pie auf den Tisch, je größer die Truppe, desto größer die Auswahl: Eine Klassiker ist Pumpkin Pie (Kürbis), doch auch Apple oder Pecan Pie sind sehr beliebt, schließlich werden sie aus typischen Herbstzutaten hergestellt. Das ist übrigens der große gemeinsame Nenner bei allem, was zu Thanksgiving auf den Tisch kommt: Saisonal-regionale Produkte wie Süßkartoffeln, Mais, Kürbis, Äpfel, Cranberries, Pilze und Esskastanien stehen dabei im Vordergrund.

Das Thanksgiving Dinner planen

Da Thanksgiving in den USA so eine große Sache ist, wird auch das Dinner ziemlich ernst genommen – mehr noch wahrscheinlich als die kulinarische Versorgung zu den Weihnachtsfeiertagen. Da ist eine gute Planung das A und O, denn gerade wenn die Gästeliste länger und länger wird, müssen immer noch alle satt werden. Wer also auch ein Thanksgiving Dinner geben möchte, ohne dabei in Stress zu geraten, legt sich schon lange im Voraus einen Plan bereit.

1 Monat bis 3 Wochen vorher

Die Gästeliste: Damit Thanksgiving für Dich als Gastgeberin eine entspannte Sache wird, die Du auch in vollen Zügen genießen kannst, sollte ein Monat vorher die Gästeliste stehen. Mach Dir klar, wie viele Leute an Deinen Tisch passen oder entscheide Dich für ein Fingerfood-Buffett, wenn es mehr werden. Mit der Einladung kannst Du auch Allergien oder besondere Ernährungsweisen herausfinden und Dich entsprechend darauf einstellen. Möchte jemand etwas beisteuern? Perfekt, weniger Arbeit für Dich. Koordiniere aber die Mitbringsel, damit später nicht zehn Salate auf dem Tisch stehen.

Menüplanung: Die Gästeliste inklusive aller notwendigen Informationen ist geschrieben? Dann plane jetzt das Menü und bestelle den Truthahn beim Metzger vor. Er kann Dich in Sachen Größe gut beraten, denn zwölf Personen benötigen natürlich ein weitaus größeres Exemplar als vier. Im Durschnitt wird ein knappes Kilogramm pro Person berechnet, dann werden auf jeden Fall alle Gäste satt. Denke dabei auch an die Kapazität Deines Ofens oder an alternative Möglichkeiten, einen großen Truthahn zu servieren.

Einkaufsliste schreiben: So langsam kannst Du Dich daranmachen, alle Rezepte herauszusuchen und die Einkaufsliste zu schreiben. Der zeitliche Vorsprung gibt Dir die Möglichkeit, auch eventuell schwer zu findende Zutaten zu organisieren.

2 Wochen vorher

Getränke einkaufen: Wein und andere alkoholische Getränke sind lange haltbar, daher kannst Du sie schon früh besorgen und lagern. Entscheide Dich am besten für einen Signature Drink, den Du in großen Mengen vorbereiten kannst, sowie einer guten Auswahl an Weinen und Bier. Darüber hinaus solltest Du natürlich auch immer eine alkoholfreie Variante zur Hand haben, zum Beispiel eine schöne Bowle.

Homemade Delicious Pumpkin Pie made for Thanksgiving
Ein Pumpkin Pie gehört fest zum Thanksgiving Dinner dazu

It’s all about Pie: Dieser amerikanische Kuchenklassiker lässt sich wunderbar vorbereiten, den Teig oder den gesamten Kuchen kannst Du einfach einfrieren, bis er zum Einsatz kommen sollte. Stelle jedoch sicher, dass im Eisschrank genügend Platz vorhanden ist, denn es wird sicherlich noch etwas dazu kommen…

Dekoration: Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, sich über die Tisch- oder Esszimmerdekoration Gedanken zu machen und alle nötigen Accessoires zu besorgen – so passt es auch mit der Lieferzeit, falls Du noch etwas bestellen musst.

Fleischbrühe und Suppe: Eine Gravy, nach der sich Deine Gäste die Finger lecken, wird erst mit hausgemachter Fleischbrühe richtig gut. Die Suppe lässt sich ebenfalls prima vorbereiten. Kümmere Dich jetzt schon darum und friere beides ein.

Brötchen und Cornbread: Hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Pie. Wenn Du Brötchen und Cornbread von der Pike auf zubereiten möchtest, dann am besten jetzt. Ab in den Eisschrank mit den Rohlingen, dann kannst Du sie an Thanksgiving immer noch frisch aufbacken.

1 Woche bis wenige Tage vorher

Kochplan erstellen: Mach Dir klar, was trotz aller Vorbereitungen am großen Tag noch erledigt werden muss und in welcher Reihenfolge. Welche Utensilien oder Küchenmaschinen werden gebraucht? Wann sollten die einzelnen Gerichte spätestens fertig sein, was kann zwischen den Gängen noch im Ofen fertig backen? Drucke Dir diesen Plan aus und hänge ihn gut sichtbar in die Küche, dann wirst Du nicht den Überblick verlieren.

Turkey und Einkauf: Je nach Größe kann das gute Stück durchaus mehrere Stunden im Ofen verbringen, wenn Du ihn tiefgekühlt bekommst, musst Du auch genügend Zeit zum Auftauen einberechnen. Hole ihn also zwei Tage vor dem Dinner ab und beginne mit den Vorbereitungen für den Braten. Besorge jetzt auch alle anderen frischen Zutaten, die Du für das Festmahl benötigst.

Aufwärmen: Einen Tag vorher kannst Du all die Gerichte oder Beilagen vorbereiten, die einfach und schnell im Topf oder in der Mikrowelle aufgewärmt werden können.

Auftauen: Spätestens am Abend vor dem Thanksgiving Dinner ist es an der Zeit, die Rohlinge für Brötchen sowie Cornbread, Fleischbrühe, Suppe, den Pie und alles, was Du sonst noch eingefroren hast, aus dem Eisschrank zu holen und es langsam auftauen zu lassen.

Dekorieren: Am Abend vorher kannst Du Dich auch an die Dekoration des Raumes und das Eindecken des Tisches machen, dann kannst Du Dich ab dem nächsten Morgen ganz um das leibliche Wohl Deiner Gäste kümmern.

Am selben Tag

Entspannt bleiben. Klar ist ein so großes Dinner viel Arbeit, aber mit den vielen vorbereiteten Gerichten hast Du einen Großteil der Arbeit bereits erledigt. Dein Kochplan hilft Dir jetzt noch dabei, nicht in Verzug zu geraten und nichts zu vergessen, sodass Du ganz entspannt an die verbleibenden Aufgaben machen kannst.

Traditionsreiches Thanksgiving

Neben dem ausschweifenden Festmahl gehören natürlich noch viel mehr Rituale zu Thanksgiving, einige werden von der Ost- bis zur Westküste zelebriert, andere wiederum unterscheiden sich von Familie zu Familie. Eines ist jedoch überall gleich: Kein Thanksgiving kommt ohne Traditionen aus, viele von ihnen drehen sich nach wie vor ums Essen.

Dankbarkeit: Die Siedler hatten bei ihrem ersten Thanksgiving viel, wofür sie dankbar waren, daher gehört die Besinnung auf die guten Dinge, die einem wiederfahren sind, fest mit dazu – und das bis heute. Ist die Festtafel gedeckt und die Familie darum versammelt, nennt jeder reihum die Dinge, für die er oder sie dankbar ist. Eine schöne Tradition, die Positives in den Mittelpunkt stellt und darüber reflektieren lässt, was uns wirklich wichtig ist im Leben.

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Der Wishbone

The Wishbone: Zu den bekannteren Traditionen gehört beispielsweise der Wishbone – auf Deutsch Wunschknochen – im Truthahn, der zu Thanksgiving auf den Tisch kommt. Der Wishbone ist ein Y-förmiger Knochen in der Brust des Tieres. Wer ihn unter dem Fleisch auf seinem Teller entdeckt, darf sich eine weitere Person aussuchen: Beide greifen ein Ende des Knochens, wünschen sich etwas und ziehen ihn auseinander. Wer das längere Stück in der Hand hält, bekommt seinen Wunsch erfüllt. Gerade Kinder lieben diese Tradition, sodass viele Erwachsene ihren Wishbone an die Kleinen abtreten.

Helfen: Thanksgiving ist das Fest der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, gründet es sich doch auf diesen zwei Charakterzügen. Das sehen auch viele Amerikaner so, denn gerade zu Thanksgiving machen sich viele besser betuchte Menschen auf, um in Suppenküchen oder Obdachlosenheimen auszuhelfen oder anderweitig die Gelegenheit nutzen, Menschen in einer schlechteren Situation unter die Arme zu greifen.

The Turkey Pardon: Für diese Tradition ist vor allem die Präsidentenfamilie bekannt. „The Turkey Pardon“ bedeutet übersetzt „Das Truthahn Pardon“: Jedes Jahr bekommt die mächtigste Familie des Landes einen lebenden Truthahn und einen Ersatz (für den Fall, dass dem anderen Truthahn etwas passiert) geschenkt, der eigentlich für das festliche Thanksgiving Dinner gedacht ist. Während der Zeremonie im Weißen Haus „begnadigt“ der US-Präsident die Tiere, die den Rest ihres Lebens nicht auf dem Weg in die Küche, sondern auf einer Farm verbringen dürfen. Natürlich wird „The Turkey Pardon“ jedes Jahr zu Thanksgiving im Fernsehen ausgestrahlt, sodass die ganze Nation daran teilhaben kann.

Thanksgiving ist in den USA ein groß gefeiertes Fest, das sich auch gut als Importware eignet. Lade doch auch Du Deine Familie und Freunde ein und beeindrucke sie mit einem Festmahl der amerikanischen Küche, inklusive der passenden Traditionen. Klar, so ein Dinner ist aufwendig und will gut geplant sein, doch die Entlohnung durch Deine Gäste ist es allemal wert. Gemeinsam verbringt ihr zudem einen unvergesslichen Abend, an den ihr Euch noch lange erinnern werdet. Und wer weiß, vielleicht wird Thanksgiving ja auch zu einem echten „Thing“ in Deiner Familie.

Bildquelle: iStock/ bhofack2, iStock/bhofack2, iStock/SavySophie

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