Frisch gepresst

„Frisch gepresst“ mit Diana Amft als tollpatschige Protagonistin läuft am 23.8. in den Kinos an und verspricht Witz, Charme und Romantik. Ob der Film dieses Versprechen auch halten kann, ist fraglich.

Frisch gepresst: Jetzt im Kino

Frisch gepresst: Jetzt im Kino

„Frisch gepresst“ mit Diana Amft als tollpatschige Protagonistin läuft am 23.8. in den Kinos an und verspricht Witz, Charme und Romantik. Ob der Film dieses Versprechen auch halten kann, ist fraglich.

Am 23.8. startet die neue Romantikkomödie „Frisch gepresst“ mit „Doctor’s Diary“-Star Diana Amft, Alexander Beyer und Tom Wlaschiha in den Hauptrollen in den Kinos. Frei nach dem gleichnamigen Bestseller von Kult-Autorin Susanne Fröhlich stellt Christine Hartmann einen locker-flockigen Streifen auf die Beine, der recht kurzweilig und nicht gerade originell ist, dafür aber mit soliden schauspielerischen Leistungen auftrumpft.

Andrea Schnidt (Diana Amft) ist eine attraktive Single-Frau in ihren Mittdreißigern, die versucht, im Kölner Großstadtchaos zu überleben. Als erfolglose Dessous-Designerin muss sie ihr Geschäft vor der Insolvenz retten, durchläuft ein Fettnäpfchen nach dem anderen und wird auch noch permanent von ihrer nervigen Mutter (Sunnyi Melles) an das Ticken der biologischen Uhr erinnert. Das kann ihr jedoch wenig anhaben, immerhin ist Andrea überzeugter Single und hasst Kinder leidenschaftlich. Plötzlich läuft ihr jedoch ihr selbstverliebter Jugendfreund Gregor (Alexander Beyer) über den Weg und stellt ihre Welt auf den Kopf. Nach einer durchfeierten Nacht wacht die Blondine mit Kopfschmerzen in seinem Bett auf. Macht ja nichts, immerhin ist die moderne Frau von Heute emanzipiert und darf sich gerne das eine oder andere Abenteuer erlauben. Nur kurz darauf lernt Andrea den Saubermann Chris (Tom Wlaschiha) kennen, der erneut für Gefühlschaos sorgt. Und dann der Schock: Andrea ist schwanger. Die Welt der lebenslustigen jungen Frau steht Kopf – und wer ist bloß der Vater? Die Irrungen und Wirrungen nehmen ihren Lauf.

Diana Amft spielt die ungewollt schwangere Kinderhasserin Andrea

Alles in allem sticht „Frisch gepresst“ nicht aus der Masse der vielen Romantikkomödien heraus. Die Schauspieler sind mit sichtlicher Leidenschaft dabei, wobei besonders die Leistungen von Diana Amft, die sich in den letzten Jahren ohnehin zum Publikumsliebling mauserte, Sunnyi Melles, Sylvester Groth als Dessous-Verkäufer und Tom Wlaschiha beachtlich sind. Das Herzblut, dass der Cast an den Tag legt, rettet den Film und lenkt glücklicherweise vom eher platten Skript ab. Hier hat sich die Regisseurin Christine Hartmann, die sich mit diversen „Tatort“-Verfilmungen einen Namen gemacht hat, eindeutig einen Schnitzer erlaubt. Anstatt sich am Fröhlich-Bestseller zu orientieren, der mit der Geburt einsetzt und die Schwierigkeiten und unromantischen Alltagsprobleme einer jungen Mutter porträtiert, setzt Hartmann die Geburt ans Ende des Films und reiht sich damit einfach nur in eine Riege hundert anderer durchschnittlicher Komödien ein.

Die Dialoge sind schnell und teilweise auch wirklich witzig, wirken stellenweise aber doch zu abgekupfert von großen Vorbildern wie „Bridget Jones“. Dabei driftet der Humor immer wieder ins Slapstickartige ab, etwa wenn Andrea zu Beginn des Films an einem Boxkampf teilnimmt – sehr zum Amusement der Zuschauer. Dann aber findet die Handlung den Absprung nicht und wirkt durch überzogene Szenen nur noch angestrengt. Etwa wenn die asiatische Angestellte beim Waxing fragt: „Nur vorne oder auch Assloch?“, können wir nur noch müde lächeln.

„Frisch gepresst“ ist definitiv keine Überraschung und wirkt auf der großen Kinoleinwand fehl am Platz, sodass sich die 95 Minuten Spielzeit stellenweise sehr ziehen. Die Schauspieler retten das Grundpotenzial des Films, doch gegen das schlechte Drehbuch und den teils überzogenen, schlecht getimten Humor können auch sie nicht anspielen. Für einen lauen Abend vor dem Fernseher ist der Film sicherlich gut geeignet und bietet kurzweilige Unterhaltung – der Gang ins Kino lohnt sich aber nur für eingefleischte Diana Amft-Fans.

Bildquelle: Walt Disney

Topics:

Diana Amft


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  • Kleineraupe001 am 24.08.2012 um 13:21 Uhr

    Hab Frisch gepresst schon gesehen, kann die Rezi nur bestätigen, eher gähnend langweilig als alles andere..schade :/

    Antworten