The Place Beyond The Pines

Zwei Väter, zwei Söhne und ein Hauch griechische Tragödie – das ist der Stoff, aus dem „The Place Beyond The Pines“ gemacht ist. Dass ein gelungener Film aber mehr ist als die Summe seiner Teile, beweist dieses zu Recht gefeierte Werk von Derek Cianfrance.

The Place Beyond The Pines DVD

The Place Beyond The Pines

Luke Glanton (Ryan Gosling) fährt Motorrad – und zwar nicht ab und zu und nicht ein bisschen, sondern aus Leidenschaft und mit Herzblut. Deshalb hat Luke seine Berufung zum Beruf gemacht und reist als Motorradstuntman gemeinsam mit einer Schaustellertruppe durch die Lande. Eines Tages führt ihn sein Weg in das Städtchen Schenectady in New York, wo er seine Exfreundin Romina (Eva Mendes) wieder trifft. Sie offenbart Luke, dass sie inzwischen ein Kind von ihm hat. Den sonst so coolen Luke veranlasst diese Information zu einer großen Entscheidung: Er hängt sein Nomadenleben an den Nagel, verlässt seine Schaustellertruppe und beschließt, sich in Schenectady niederzulassen. Romina ist zwar inzwischen mit einem anderen Mann verheiratet, doch es ist Luke ein Anliegen, sie und ihr Kind zu versorgen. Dafür schreckt er auch vor Banküberfällen nicht zurück, die zunächst auch erfolgreich sind. Schließlich zieht Luke jedoch bei einer Verfolgungsjagd den Kürzeren und wird von Polizist Avery Cross (Bradley Cooper) gestellt. Es kommt zu einem Schusswechsel, in dem Avery zuerst feuert. Das Gefecht kostet Luke das Leben. Die korrupten Polizisten teilen anschließend Lukes Diebesgut unter sich auf – ein Vergehen, mit dem Avery sich nicht wohl fühlt. Gegen viele Widerstände sorgt er dafür, dass die Korruption in Schenectady aufgedeckt wird. Die Begegnung von Luke und Avery ist für beide schicksalhaft: Luke stirbt, Avery wird zum Helden.

„The Place Beyond The Pines“: Vier Schicksale in zwei Generationen

Mitten im Film leistet sich „The Place Beyond The Pines“ einen Zeitsprung von 15 Jahren: Zu diesem Zeitpunkt lernen sich AJ, Averys Sohn, und Jason, der Sohn von Luke und Romina, kennen, ohne jedoch etwas von der Verbindung ihrer Väter zu ahnen. AJ entspricht dem Prototyp des poor little rich kid, während Jason den Jungen aus einfachen Verhältnissen verkörpert, der sich redlich um eine gute Zukunft bemüht. Nichtsdestotrotz freunden sich die beiden an – und geraten gemeinsam durch ein Drogengeschäft in Schwierigkeiten. Avery, der um Jasons Identität weiß, verbietet seinem Sohn den Umgang mit Jason. Die beiden treffen sich trotzdem weiter. Unterdessen findet Jason allmählich heraus, wer sein leiblicher Vater war und recherchiert, um mehr über ihn zu erfahren. Durch Fotos aus Zeitungsartikeln zum Tod seines Vaters erkennt er schließlich, dass der Polizist, der seinen Vater erschoss, AJs Vater ist – und beschließt sich zu rächen.

„The Place Beyond The Pines“: Darum geht es wirklich

Wer sich die Story in „The Place Beyond The Pines“ genau besieht, muss zugeben, dass sie schon ein wenig konstruiert wirkt. Doch der Zufall, dass die beiden Söhne zweier so schicksalhaft verbundener Männer im gleichen Alter sind und sich in der Schule kennen lernen, anfreunden und auch noch gemeinsam eine Straftat begehen, steht genau so wenig im Mittelpunkt von „The Place Beyond The Pines“, wie der tragische Konflikt, der für Jason letzten Endes bei seiner Entdeckung zu Tage tritt: Soll er seinen Vater rächen oder Avery davonkommen lassen? Tatsächlich geht es um Väter und Söhne, um das, was sie suchen, aneinander finden oder vermissen, es geht um verpasste Chancen und nicht zuletzt darum, wie ein einziger Moment das ganze Leben verändern kann – oder in diesem Fall gleich vier.

„The Place Beyond The Pines“: Starbesetzung mit Tiefe

Die bisweilen etwas forcierte Geschichte von „The Place Beyond The Pines“ lebt vor allem von den hervorragend besetzten Darstellern, aber auch von der flirrenden Atmosphäre, die Derek Cianfrance punktgenau einfängt, ohne sie von seinen Figuren zerreden zu lassen. Bradley Cooper gibt überzeugend den etwas spießigen Polizisten, dem sein Idealismus zwar sogar eine Karriere in der Politik beschert, der moralisch aber vor sich selbst nicht bestehen kann. Ryan Gosling ist brillant besetzt als unglaublich cooler Motorradstuntman im Rockerlook und raucht unglaublich sexy eine Zigarette nach der anderen. Zwei Hollywood-Beaus in einem kitschigen Film über Vater-Sohn-Beziehungen? Keineswegs, denn die starke Medienpräsenz der Sixpacks der beiden Hotties lässt bisweilen etwas vergessen, was „The Place Beyond The Pines“ zum Glück wieder in Erinnerung bringt: Die zwei können richtig gut schauspielern. „The Place Beyond The Pines“ ist übrigens nicht die erste Zusammenarbeit von Ryan Gosling und Derek Cianfrance: 2010 hatten sie gemeinsam bereits das gefeierte Drama „Blue Valentine“ gedreht, in dem Michelle Williams die weibliche Hauptrolle spielt.

Im Kino war „The Place Beyond The Pines“ diesen Sommer zu sehen. Wer die Gelegenheit verpasst hat, kann sich jetzt die DVD oder Blu-Ray zulegen und das winterliche Nieselwetter für einen Filmabend mit Starbesetzung und Tiefgang nutzen. Übrigens: Eva Mendes, die in „The Place Beyond The Pines“ Lukes Exfreundin Romina spielt, und Ryan Gosling wurden nach dem Film auch im wahren Leben ein Paar.

Bildquelle: studiocanal


Für dich: Täglich die besten News & Tipps per WhatsApp

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Öffne WhatsApp mit Klick auf den Button und schicke die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als desired, um den Newsletter zu erhalten.
WhatsApp öffnen
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?

  • simsgirl am 06.12.2013 um 15:18 Uhr

    Ich hab The Place Beyond The Pines 2 mal im Kino gesehen, so ein genialer Film! ich liebe Eva Mendes und Ryan Gosling, die DVD hol mir auf jeden fall

    Antworten