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Sanfte Massagetechnik

Manuelle Lymphdrainage gegen Cellulite: Was du über die Anwendung wissen musst

© Getty Images/microgen
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Die manuelle Lymphdrainage hat vor allem durch die Sozialen Medien an Aufmerksamkeit gewonnen. Denn Vorher/Nachher-Fotos sprechen für sich! Dabei handelt es sich um eine entspannende Massagetechnik, die zwar vor allem bei der Behandlung von Schwellungen eingesetzt wird, aber auch bei der Bekämpfung von Cellulite große Erfolge erzielen kann. Wir erklären dir mehr zu der vielversprechenden Massage.

Was ist eine manuelle Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage hat sich in den letzten Jahren zum Geheimrezept im Kampf vieler Frauen gegen Cellulite entwickelt. Dabei wird die äußerst angenehme Therapie für den ästhetischen Einsatz eigentlich zweckentfremdet. So wurde sie in den 1930er Jahren vor allem für den medizinischen Gebrauch entwickelt, in dem sie auch heute noch überwiegend eingesetzt wird. Die manuelle Lymphdrainage ist sehr sanft und schmerzfrei, denn anders als bei einer herkömmlichen Massage, die tieferliegende Muskelpartien lockern soll, befinden sich die Lymphbahnen direkt unter der Hautoberfläche.

Was passiert bei einer manuellen Lymphdrainage?

Bei der manuellen Lymphdrainage werden vor allem kreisende, kräftige Bewegungen angewendet, um die Aktivität in den Lymphgefäßen zu stimulieren damit die Lymphflüssigkeit besser abfließen kann. Eine Anwendung dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Neben einer Ganzkörperanwendung kann für den ästhetisch Zweck auch ein spezifischer Bereich, wie die Beine oder der Bauch, stimuliert werden.

Wie wirkt die manuelle Lymphdrainage?

Wie die angesprochenen Schwellungen wird auch Cellulite durch Zellflüssigkeit ausgelöst, die sich im Gewebe ansammelt. In diesem Fall wird das Wasser, das sich besonders gerne an Bauch, Hüfte und Oberschenkel konzentriert, durch eine Störung im Lymphsystem nicht in ausreichendem Maß in die Blutgefäße geleitet, in denen es abtransportiert werden könnte, und staut sich stattdessen im Gewebe an. Dabei ist ein reibungslos funktionierendes Lymphsystem von zentraler Bedeutung für das Wohlbefinden und den Zustand der Haut. Schließlich werden in diesem Gefäßsystem lebenswichtige Stoffe zu den einzelnen Körperzellen geführt.

Auch eine Bindegewebsschwäche kann ein Grund für Cellulite sein. Wie du sie erkennst und was du gegen sie tun kannst, erfährst du hier.

Die manuelle Lymphdrainage dient dazu, die ins Ungleichgewicht geratene Balance zwischen der Gewebewassermenge und der Lymphaktivität wiederherzustellen. Gleichzeitig wird durch die sanfte Massage das Immunsystem gestärkt und die Durchblutung angeregt. Eine manuelle Lymphdrainage kann also nicht nur Cellulite bekämpfen, sondern darüber hinaus auch einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit leisten.

Für wen ist eine manuelle Lymphdrainage geeignet?

Vor allem Schwellungen, die durch Verrenkungen, Stauchungen oder Zerrungen entstanden sind, werden über die manuelle Lymphdrainage behandelt. Auch Patientinnen mit Lipödemen, einer chronischen Fettverteilungsstörungen, die sich vor allem in den Beinen mit deutlich sichtbaren Ansammlungen von Unterhautfett bemerkbar macht, profitieren von einer solchen Therapie. Inzwischen ist die Massage aber auch im kosmetischen Bereich angekommen. Hollywood-Stars wie Kim Kardashian verraten, dass sie eine Lymphdrainage vor dem Besuch auf dem Roten Teppich durchführen lassen, da der Wasserabbau den Körper schlanker erscheinen lässt.

Wie lange hält der Effekt an?

Wer mit einer manuellen Lymphdrainage hofft, Cellulite dauerhaft loszuwerden, muss viel Zeit und Geld aufbringen. Denn die Dellen werden nur dann weniger, wenn man die Lymphdrainage mindestens einmal wöchentlich durchführen lässt. Je nach Aktivität der Lymphgefäße, kann es schon kurze Zeit nach der Behandlung zu neuen Ablagerungen im Gewebe kommen und es bilden sich erneut Schwellungen aus den angestauten Körperflüssigkeiten.

Wo kann man eine manuelle Lymphdrainage durchführen?

Üblicherweise ist die Lymphmassage Part einer größeren Therapie bei gesundheitlichen Problemen wie Schwellungen nach einer Verletzung, nach einem operativen Eingriff, schweren und oder angeborenen Erkrankungen. Wer sich durch eine Lymphdrainage aber eine straffere Haut und einen ästhetischen Effekt wünscht, kann sich ganz einfach in einer physiotherapeutischen Praxis auch ohne Rezept oder Verschreibung durch einen Arzt oder Ärztin, massieren lassen.

Was kostet eine manuelle Lymphdrainage?

Die durch eine manuelle Lymphdrainage entstehenden Unkosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur im Falle einer medizinischen Notwendigkeit übernommen. Dies ist beispielsweise bei Schwellungen nach Unfällen bzw. Operationen oder Nervenschmerzen der Fall. Die Bekämpfung der Cellulite als ästhetische Korrektur ist für die Krankenkassen jedoch leider kein ausreichender Grund, um die Kosten zu erstatten.

Daher muss die manuelle Lymphdrainage im Regelfall selbst bezahlt werden. Die Kosten belaufen sich bei einer Teilbehandlung auf etwa 20 bis 50 Euro für eine 30- bis 45-minütige Sitzung, eine Ganzkörperbehandlung, die etwa 60 bis 90 Minuten in Anspruch nimmt, kostet circa 35 bis 90 Euro. Aufgrund der hohen Preisunterschiede lohnt sich ein Preisvergleich unter den verschiedenen Anbietern.

Unterschiede der mechanischen und manuellen Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage wird in vielen Praxen durch ein mechanisches Pendant ergänzt. Dabei wird das Bindegewebe nicht durch Hand- und Fingermassagetechniken gestärkt, sondern durch ein spezielles Gerät, das einen gleichmäßigen Druck auf Haut und Bindegewebe ausübt. Dieses Utensil deckt den gesamten Unterkörper ab und sieht aus wie eine überdimensionale Plastikhose. Diese „Hose“ ist mit überlappenden Luftkammern ausgestattet und übt nach und nach vom Fuß bis zur Hüfte leichten Druck auf die Haut aus. Auf diese Weise entstehen sanft gleitende Druckwellen, die das Lymphsystem aktivieren.

Die mechanische Lymphdrainage wird vor allem bei Schwellungen und Wassereinlagerungen am Unterkörper und am Bauch verwendet. Deshalb ist sie besonders für Frauen geeignet, die unter Wassereinlagerungen an den Beinen leiden oder nach der Entbindung mit den Überbleibseln des Babybauchs zu kämpfen haben. Doch auch bei Cellulite, Besenreisern und Krampfadern kann dieses technische Hilfsmittel eine manuelle Lymphdrainage wunderbar ergänzen.

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Mechanische Lymphdrainage für zu Hause

Mittlerweile finden sich auch viele Geräte zur mechanischen Lymphdrainage für die Anwendung zuhause. Das können beispielsweise Armmanschetten oder Doppel- oder Einbeinmanschetten sein. Auch sogenannte Wraps, die wie eine Art Korsett mit Klett oder kleinen Häkchen zugeschnürt werden, üben Druck auf das behandelte Gewebe aus.

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Wenn diese Gadgets zur Verschönerung des Körpers eingesetzt werden sollen, spricht nichts gegen die Selbst-Massage. Wer allerdings mit einer Erkrankung der Lymphe zu kämpfen hat, sollte sich nicht ausschließlich auf den Heimgebrauch verlassen. Regelmäßige Kontrolluntersuchung in der verordnenden ärztlichen oder physiotherapeutischen Praxis sind hier sinnvoll.

Kann ich eine manuelle Lymphdrainage selbst durchführen?

Im Gegensatz zur Selbstanwendung der mechanischen Lymphdrainage sollte man sich bei einer manuellen besser in die Hände von Expert*innen geben. Laien verfügen meist nicht über das nötige Know-How. Schließlich soll durch eine manuelle Lymphdrainage nicht etwa die überschüssige Flüssigkeit wegmassiert, sondern durch eine korrekte Aktivierung des Lymphsystems vom Körper selbst abgebaut werden.

Auf desired-Nachfrage, ob eine Lymphdrainage auch selbst durchgeführt werden kann, heißt es vom Deutschem Wellnessverband: „Die korrekte Anwendung der Massagegriffe erfordert Schulung und Übung unter fachlicher Aufsicht. Fachkräfte aus medizinischen Berufen erlernen diese Behandlungstechnik durch 180-stündige Ausbildung. Dies sollte Ihnen zu Denken geben.“

Wer seine Durchblutung anregen möchte, kann aber zu schonenderen Methoden greifen, wie das Massieren der Haut mit Trockenbürsten. Und die beste und ganzheitlich gesündeste Art, seine Durchblutung anzukurbeln, ist und bleibt Sport. Vor allem Faszienrollen sollen gegen Cellulite helfen. Dazu muss es nicht das knallharte Fitnessprogramm sein, auch über zügige Spaziergänge oder sanfte Yogaeinheiten freut sich der Körper.

Weite Geräte, die für eine entspannte Massage zu Hause sorgen, lernst du in der Bilderstrecke kenne.

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