Chloasma
Anett Pohlam 01.04.2015

Wenn dunkle Flecken auf der Haut Deinen Teint trüben, kann ein Chloasma die Ursache dafür sein. Besonders in der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter dieser Form der Pigmentstörung, doch was steckt dahinter und wie lässt sich ein Chloasma behandeln?

Wer kann schon von sich behaupten, eine perfekte Haut zu haben? Wohl die Wenigsten! Es gibt diverse Faktoren, die für ein schönes und ebenmäßiges Hautbild zusammenwirken müssen, doch ist dieses Zusammenspiel nicht gegeben, bleiben die Betroffenen meist mit einem unglücklichen Blick in den Spiegel zurück. Ein Chloasma ist einer der Gründe, warum viele Frauen lieber zu Foundation und Puder greifen, statt sich ungeschminkt vor die Tür zu wagen. Hinter diesem so medizinisch klingenden Begriff verbirgt sich eine ungefährliche Pigmentstörung, die dunkle Flecken im Gesicht hinterlässt. Stirn, Wangen und Schläfen sind die Regionen, die dem Chloasma am häufigsten zum Opfer fallen, doch auch die Mundpartie und das Kinn bleiben oft nicht unversehrt. Nicht selten breiten sich die dunklen Flecken symmetrisch auf dem Gesicht aus und belasten die Patientinnen damit sehr, sodass sie auf der Suche nach möglichen Behandlungsoptionen sind. Bevor dem Chloasma aber zu Leibe gerückt werden kann, sollte zunächst einmal seine Entstehungsursache geklärt werden.

Chloasma hat keine gesundheitlichen Folgen

Bei Chloasma findest Du Rat beim Dermatologen

Ein Chloasma hat verschiedene Gründe

Ein Chloasma, oder auch Melasma genannt, lässt sich leider nicht nur auf eine mögliche Ursache eingrenzen, meistens sind aber die Melanozyten als Hauptverantwortliche für die Pigmentstörung anzuklagen. Diese Zellen bilden das Melanin, das für die Färbung unserer Haut verantwortlich ist. Bist Du von Chloasma betroffen, verfügt Dein Körper entweder über zu viele dieser Zellen oder sie produzieren zu viel Melanin – in diesem Fall liegt eine Störung vor, durch die sich der Farbstoff in Deinen Hautschichten ablagert und die dunklen Flecken in verschiedenen Formen zum Vorschein bringt. Ein Chloasma breitet sich entweder netz- oder spritzenartig aus und häufig sind die Hautareale großflächig betroffen – besonders schwangere Frauen leiden oft unter dieser Hyperpigmentierung.

Chloasma als Folge hormoneller Störungen

Während einem Chloasma häufig ein Melaninüberschuss zugrunde liegt, ist die Hyperpigmentierung in den meisten Fällen jedoch die Folge einer hormonellen Störung, die mit einer Schwangerschaft einhergeht. Wächst ein Baby im Bauch einer Frau heran, kommen auf die werdende Mutter viele körperliche Veränderungen zu, deren Ursprung in einem durcheinander gebrachten Hormonhaushalt zu finden ist und, die auch mit Chloasma enden können. Doch auch in den Wechseljahren finden viele Frauen beim Blick in den Spiegel die gelblichen bis dunkelbraunen Flecken in ihrem Gesicht wieder und fühlen sich in ihrer eigenen Haut nicht mehr wohl. Jedoch ist ein Chloasma, das durch hormonelle Störungen hervorgerufen wird, eine Erscheinung die nicht dauerhaft ist. Sobald sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert hat, etwa nach einer Geburt oder nach einer Hormontherapie, verblassen auch die unschönen Pigmentflecken und weichen einem ebenmäßigen Teint. Jedoch können sich nicht alle Patientinnen so glücklich schätzen, sondern müssen mit dem Chloasma viele Jahre lang leben. Welche Möglichkeiten haben sie, eine schöne Haut zu bekommen und sich von den Flecken zu verabschieden?

Ein Chloasma kann therapiert werden

Obwohl von der Hyperpigmentierung keine körperlichen Gefahren ausgehen, stellt die Hautkrankheit für viele Betroffene eine emotionale Belastung dar. Ähnlich wie Vitiligo-Patienten fühlen sie sich unter ständiger Beobachtung und wünschen sich nichts sehnlicher, als die störenden Hautflecken aus ihrem Leben zu verbannen. Make-up ist da oft der erste Schritt, um ein Chloasma verblassen zu lassen. Gut deckende Foundations oder Camouflage sind eine gute Wahl, um ein ebenmäßigeres Hautbild zu erzeugen, jedoch werden die Flecken dadurch nicht ganz verschwinden. Um eine Lösung zu finden, die das Chloasma dauerhaft verbannt, hilft daher nur der Gang zum Dermatologen. Auf dem Markt gibt es diverse Cremes und Salben, deren Inhaltsstoffe dazu führen sollen, dass die optisch herausstechenden Melaninablagerungen an Intensität verlieren und die Verfärbungen auf diese Weise abgeschwächt werden. Zu den häufig verwendeten Wirkstoffen zählen unter anderem Azelainsäure oder Tretinoin, die auch bei Akne verwendet werden. Oft wird auch zu Hydrochinon gegriffen, allerdings ist hier Vorsicht geboten: Dieser Wirkstoff kann das Melanin dauerhaft entfernen und so zu einer Depigmentierung führen – helle Hautflecken sind die Folge. Sollte der Griff zur Salbe keinen Erfolg versprechen, kann eine Kryochirurgie helfen. Dabei werden die betroffenen Zellen vereist und anschließend entfernt, doch mit bis zu 800 Euro ist die Therapie sehr kostenintensiv.

Ein Chloasma ist die Folge einer Melaninanlagerung unter der Haut, doch auch ein gestörter Hormonhaushalt ist oft der Grund, wenn die braunen Flecken im Gesicht auftreten. Während schwangere Frauen meist das Glück haben, die Hyperpigmentierung nach der Geburt als vergangen ansehen zu können, leiden andere ihr ganzes Leben unter Chloasma. Mit verschiedenen Methoden kann die Pigmentstörung jedoch bekämpft werden, wobei die Kosten für die Behandlung enorm werden können. Beratschlage Dich daher mit Deinem Hautarzt und finde die beste Therapie gegen das Chloasma.

Bildquelle: istock/Zinkevych


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