Botox
j.tomalaam 06.07.2016

Botox ist längst nicht mehr nur in Hollywood Trend: Bereits 2013 ließen sich allein in Deutschland laut einer internationalen Vergleichsstudie der International Society Of Asthetik Plastic Surgery rund 311 000 Patienten mit Botox behandeln. Und die Zahlen steigen immer weiter. Andererseits steht Botox auch im Verruf, für viele mimikfreie Masken verantwortlich zu sein. Welche Risiken birgt eine Botox Behandlung aber tatsächlich? Für wen eignet sie sich und vor allem: Was kostet es eigentlich sich Botox spritzen zu lassen?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich die Faltentiefe mit kosmetischen Produkten nicht reduzieren lässt. Wer seine Fältchen aber nicht akzeptieren kann und unbedingt loswerden möchte, greift häufig zu Botox. Eine Botox Behandlung ist kein chirurgischer Eingriff. Wenn Dir das Ergebnis nicht gefällt, lässt sich die Behandlung einfach wieder absetzen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Botulinustoxin, kurz Botox, um ein Nervengift, über das Du Dich vor der Anwendung gründlich informieren solltest. Wir haben alle Facts über den umstrittenen Anti-Falten-Trend!

Botox

Immer mehr Leute lassen sich ihre unliebsamen Fältchen mit Botox wegspritzen.

Was ist Botox überhaupt und wie wirkt es?

Botox (auch Botulinustoxin oder BTX genannt) ist ein natürliches Eiweiß (Protein), das von dem Bakterium „Clostridium botulinum“ hergestellt wird. Es blockiert die zu den Muskeln führenden Nerven, dadurch wird die Muskelaktivität verringert, wodurch eventuelle Falten (vorübergehend) verschwinden. Andere Nervenfunktionen wie das Fühlen oder Tasten werden nicht beeinflusst. Nachdem Du Dir Botox spritzen lassen hast, dauert es etwa 24 bis 72 Stunden, bis sich die Wirkung entfaltet. Rechne also damit, dass Du erst nach einigen Tagen die ersten Resultate siehst. Das Endergebnis siehst Du sogar erst nach zwei Wochen. Bei Botox ist also etwas Geduld gefordert. Die ästhetische Wirkung der Behandlung hält dann rund vier bis sechs Monate an, danach ist das Toxin abgebaut und Deine Muskeln können sich wieder uneingeschränkt bewegen. Dadurch, dass die Muskeln an den betroffenen Stelle immer seltener benutzt werden, verlängert sich in der Regel die Wirkungszeit etwas. Manchmal ist aber auch schon kurz nach der ersten Botox Behandlung eine zweite Sitzung notwendig, damit der Arzt kleinere Detailverbesserungen vornehmen kann.

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Botox spritzen – Das Behandlungsergebnis

Nach zwei Wochen sollte sich die Faltentiefe also deutlich reduziert haben, ohne dass Dein Gesicht maskenhaft wirkt, wie das beispielsweise nach einem Lifting der Fall sein kann. Ideal ist, wenn beispielsweise die Lachfältchen an den Augen beim Lachen noch mimisch aufleben, im Ruhezustand aber verschwinden, die Haut also glatt ist. Viele wissen nicht, dass Botox nicht nur im ästhetischen Bereich eingesetzt wird, sondern auch ein medizinischer Wirkstoff ist. Seit über 15 Jahren wird er schon in der Neurologie und bei Muskelerkrankungen bei Kindern eingesetzt. Inzwischen sind über 200 Erkrankungen bekannt, die durch Botox behandelt werden können, zum Beispiel Migräne, Tinnitus und übermäßiges Schwitzen. Dabei lässt Du Dir Botox in die Achselhöhlen spritzen, wodurch Deine Schweißproduktion gehemmt wird.

Botox – Die Menge macht’s

Bei der Behandlung mit Botox werden verschiedene Begriffe benutzt: „eine Spritze Botox“, „eine Flasche Botox“, „50 Einheiten Botox“ oder auch „eine Ampulle Botox“. Der Grund für die verschiedenen Einheiten ist, dass es unterschiedliche Hersteller gibt, die den Wirkstoff Botulinumtoxin A auf unterschiedliche Weise herstellen. Im Schnitt werden für eine gering ausgeprägte Zornesfalte etwa 20 Botox-Einheiten gespritzt. Wie viel Einheiten in einer Spritze sind, kommt immer darauf an, wie viel Milliliter hineinpassen (zwischen 10 und 40 ml) und welches Botulinum-Präparat benutzt wird. Der behandelnde Arzt sollte vor der Behandlung mit Dir über die Einzelheiten sprechen und Dich über Nebenwirkungen und Risiken der Schönheits-OP aufklären. Außerdem solltest Du vor der Behandlung keine Blut verdünnenden Medikamente oder Antibiotika nehmen und am besten ungeschminkt 15erscheinen.

Botox Behandlung: Risiken und Nebenwirkungen

Wenn Botox zu tief in die Stirn eingespritzt wird, kann es passieren, dass sich der Stirnmuskel entspannt, der für die Bewegung des Augenlids verantwortlich ist. Die Folge: Wenn Du Pech hast, lässt sich das Augenlid vorübergehend nicht schließen. Bei Botox Behandlungen kommen zudem als Nebenwirkungen vorübergehende Muskelschwäche, lokale, aus der Injektion resultierende Schmerzen, Rötungen an den Einstichpunkten und Hämatome vor. Bedenken musst Du auch, dass Botox auch die Aktivität Deiner Hirnregion einschränken kann, die für unsere Gefühle zuständig ist. Dies verhindert das mimische Nachspielen und damit das eigene bessere Verstehen von Emotionen. Als Faustregel gilt. Je fachkundiger Dein Arzt ist, desto geringer ist das Risiko dieser Nebenwirkungen. Informiere Dich am besten gut über die Ärzte in Deiner Umgebung. Der Preis sollte dabei nicht die entscheidende Rolle spielen.

Wie teuer ist die Faltenbehandlung?

Botox ist verschreibungspflichtig, deswegen dürfen Dir nur Ärzte und fachkundiges Personal mit Erlaubnis zur Heilkunde Botox spritzen. Die Kosten für eine Botox Behandlung sind sehr individuell und von der Faltentiefe, Muskelstärke, Alter, Geschlecht und anderen Faktoren abhängig. Bei Deinen kleinsten Fältchen, das sind meist die Krähenfüße an den Augen, werden mindestens 12 Einheiten Botox verbraucht. Die Kosten für die Unterspritzung der Zornesfalten liegen zwischen 250 und 350 Euro. Die Preise für eine Botox Behandlung gegen die Stirnfalten liegen zwischen 200 und 400 Euro, bei einer Augenfalten-Unterspritzung zwischen 150 bis 250 Euro, für eine Augenbrauen-Hebung ca. 150 Euro und gegen Oberlippenfalten liegen die Kosten bei ca. 100 Euro. Durchschnittlich kostet eine Behandlung mit Botox also je nach Anwendungsgebiet zwischen 100 und 400 Euro.

Botox ist im Bereich der ästhetischen Eingriffe eine wirksame, aber nicht ganz ungefährliche Methode, um Falten zu reduzieren. Vorausgesetzt Du übertreibst es nicht! Das Wichtigste bei einer Botox Behandlung ist deshalb immer, dass Du Dir einen fachkundigen Arzt suchst.

Bildquelle: iStock/YakobchukOlena

 


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