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Forever young?

Botox spritzen: Wirkung, Kosten und Risiken der Falten-Behandlung

Botox spritzen: Wirkung, Kosten und Risiken der Falten-Behandlung

Straffe Haut ist für viele der Inbegriff eines jugendlichen Aussehens. Doch gegen Stirnfalten und Co. hilft ab einem gewissen Alter nur noch der Gang zum Schönheitschirurgen. Insbesondere das Nervengift Botox wird im Kampf gegen Falten gerne und oft verwendet. Wir klären mithilfe eines Arztes, wie Botox genau wirkt, wie es eingesetzt werden kann und was Botox spritzen kostet.

Was ist Botox und wie wirkt es?

Botox (kurz für Botulinumtoxin) ist ein Nervengift, das unter anderem in der Faltenbehandlung zum Einsatz kommt. Wie es genau funktioniert, erklärt uns Dr. Murat Dağdelen, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie: „Botox bewirkt eine Blockierung der Nervenimpulse und somit eine Entspannung des Muskels. Daher ist Botox für Falten geeignet, die durch unbewusste und bewusste Muskelbewegungen entstehen, wie beispielsweise Mimikfalten oder Falten an der Stirn." Das Botox wird dafür an den entsprechenden Stellen per Injektion in den Muskel gespritzt. Botox ist übrigens ein natürliches Eiweiß (Protein), das von dem Bakterium „Clostridium botulinum“ hergestellt wird.

Geeignete Körperstellen zum Botox spritzen sind zum Beispiel:

Nachdem du dir Botox spritzen lassen hast, dauert es etwa 24 bis 72 Stunden, bis sich die Wirkung entfaltet. Wichtig zu wissen: Mit Botox kann man zwar Stirnfalten und Co. glätten, jedoch kann die Haut nicht aufgepolstert werden. Dafür ist eine Behandlung mit einem Füllstoff, wie zum Beispiel Hyaluronsäure, notwendig.

Botox
Immer mehr Leute lassen sich ihre unliebsamen Fältchen mit Botox wegspritzen.

Das richtige Alter für eine Botox-Behandlung

Viele fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt für Botox ist. Im Gegensatz zu Fillern, die bestehende Falten auffüllen, wirkt Botox vorbeugend, um die Faltenentstehung zu verhindern. Daher rät der Arzt jüngeren Patienten zwischen 20 und 40 Jahren dazu, mit Mikro-Botox-Behandlungen anzufangen. „Hierbei werden weniger Einheiten Botox
gespritzt, um die natürliche Bewegung aufrecht zu erhalten, aber übermäßige
Bewegungen im Gesicht bzw. an der Stirn zu minimieren, damit keine Falten
entstehen. Je später man damit beginnt, desto mehr Einheiten sind nötig oder man
muss mit anderen Methoden, wie beispielsweise Fillern, nachhelfen.“

Wie oft muss man Botox anwenden und wie lange hält die Wirkung?

Die Wirkung von Botox ist nicht dauerhaft und lässt nach einer Weile nach. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dein Leben lang Botox spritzen musst. Dr. Dağdelen erklärt: „Eine mehrmalige Anwendung ist kein Muss: Wer Botox einmal angewendet hat, muss es nicht unbedingt auch weiterhin anwenden. Zudem wirkt es immer individuell unterschiedlich lang bei den Patienten." Übertreiben sollte man es mit dem Spritzen des Nervengifts allerdings nicht, schließlich soll das Gesicht nicht maskenhaft und unnatürlich wirken. Der Arzt rät: „Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Wirkung vier bis sechs Monate anhält, so dass man zweimal jährlich eine Behandlung durchführen lassen sollte, um eine langfristige, prophylaktische Verbesserung bzw. einen Effekt sehen möchte. Wenn man dies über einen längeren Zeitraum regelmäßig machen lässt, reicht es auch, wenn Botox anschließend einmal jährlich gespritzt wird.“

Botox spritzen: Das sind die Kosten

Die Preise für eine Botox-Behandlung hängen maßgeblich davon ab, wie viel Botox gespritzt wird. Je größer die Partien, die du behandeln lässt, desto teurer wird es. Laut Dr. Dağdelen beginnen die Kosten für eine Botox-Behandlung für eine Region bzw. ein Gesichtsareal bei etwa 250 Euro und belaufen sich auf circa 500 Euro für das ganze obere Gesicht. Für eine Full-Face-Behandlung ist mit 1000 Euro zu rechnen.

Übrigens: Bei der Behandlung mit Botox werden verschiedene Begriffe benutzt: „eine Spritze Botox“, „eine Flasche Botox“, „50 Einheiten Botox“ oder auch „eine Ampulle Botox“. Der Grund für die verschiedenen Einheiten ist, dass es verschiedene Hersteller gibt, die den Wirkstoff Botulinumtoxin A auf unterschiedliche Weise anbieten. Im Schnitt werden für eine gering ausgeprägte Zornesfalte etwa 20 Botox-Einheiten gespritzt. Wie viele Einheiten in einer Spritze sind, kommt immer darauf an, wie viel Milliliter hineinpassen (zwischen 10 und 40 ml) und welches Botulinum-Präparat benutzt wird. Du solltest dir dies vor der Behandlung genau von deinem Arzt erklären lassen.

Diese Nebenwirkungen hat Botox

Vor einigen Jahren noch eine Methode, die den Reichen und Schönen vorbehalten war, gehört Botox heute quasi zum Alltag. Auf Botox-Partys oder beim Botox-to-Go in der Mittagspause, kann sich jeder mal schnell verjüngen lassen. Doch oft wird dabei vergessen, dass es sich bei Botox um ein hochwirksames Nervengift handelt, dessen Anwendung mit Risiken verbunden ist. Falsch gespritzt oder zu hoch dosiert kann es fatale Nebenwirkungen haben. Ein Test der Stiftung Warentest zeigt, dass viele Ärzte vor der Behandlung nicht ausreichend über die Nebenwirkungen informieren.

Folgende Nebenwirkungen können zum Beispiel bei einer Botox-Behandlung auftreten:

  • blaue Flecken
  • Schwellungen
  • Asym­metrien im Gesicht
  • Hängelid
  • Neue Falten an anderen Stellen

Im Video: Einige Stars haben es mit den Schönheits-OPs etwas übertrieben:

So erkennst du einen geeigneten Arzt

Botox-Behandlungen dürfen in Deutschland nur approbierte Ärzte durchführen, jedoch keine Zahnärzte (Ausnahme im Bereich des Lippenrots), keine Heilpraktiker und auch keine Kosmetiker. Lass also auf jeden Fall die Finger von vermeintlich günstigen, illegalen Botox-Angeboten in Kosmetikstudios! „Bei der Arztwahl sollte unbedingt auf
eine entsprechende Qualifikation und Erfahrung des Arztes geachtet werden. Hier
haben die Fachärzte der plastisch-ästhetischen Chirurgie die längste und meiste
Erfahrung mit Botox-Behandlungen," rät Dr. Dağdelen.

Botox in der Medizin

Viele wissen nicht, dass Botox nicht nur im ästhetischen Bereich eingesetzt wird, sondern auch ein medizinischer Wirkstoff ist. Seit über 15 Jahren wird er schon in der Neurologie und bei Muskelerkrankungen bei Kindern eingesetzt. Inzwischen sind über 200 Erkrankungen bekannt, die durch Botox behandelt werden können, zum Beispiel Migräne, Tinnitus und übermäßiges Schwitzen. Hier findest du mehr Infos zur Botoxbehandlung gegen Migräne.

Dich stören ein paar Falten und dein Gesicht wirkt insgesamt fahl und müde? Es muss nicht immer direkt Botox sein! Mit ein paar simplen Make-up Tricks kannst du dich deutlich jünger schminken:

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GettyImages/IRA_EVVA

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