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Forscher testen neues Mittel zum Abnehmen – und werden dafür hart kritisiert

„Entmenschlichend“

Forscher testen neues Mittel zum Abnehmen – und werden dafür hart kritisiert

Wer abnehmen will, muss weniger Essen. Wenn es so leicht wäre, hätten wir wahrscheinlich längst alle unser persönliches Wohlfühl-Gewicht. Um die Kilos schnell purzeln zu lassen, setzen viele auf Flüssigmahlzeiten in Form von Abnehm-Shakes. Doch diese wenig appetitliche Kur lange durchzuziehen fällt vielen schwer – eine Erfindung aus Neuseeland soll nun Abhilfe schaffen und konnte bei Testerinnen in einer Studie zu Erfolgen führen. Doch viele erinnert das ungewöhnliche Mittel an einen „mittelalterlichen Folterapparat“.

Der Vergleich ist gar nicht mal so abwegig, denn bei dem neuen Wundermittel zum Abnehmen handelt es sich um eine Kiefersperre, durch die der Mund nicht mehr weit genug zum Kauen geöffnet werden kann. So ist nur noch die Aufnahme von flüssiger Nahrung möglich – und das wiederum soll laut einer ersten Studie zu schnellen Abnehmerfolgen führen.

Bei geschlossenem Mund ist Apparatur nicht mehr zu sehen.

Das steckt hinter der Erfindung

Von außen dürfte niemandem auffallen, dass da jemand gerade eine Kiefersperre trägt. Denn optisch erinnert die Apparatur dann doch nicht an ein mittelalterliches Foltergerät. Sie funktioniert über Magneten an den Backenzähnen. Die ziehen sich so stark an, dass der Kiefer nur noch rund zwei Millimeter geöffnet werden kann. Sprechen, atmen und trinken soll aber trotzdem noch möglich sein. So sollen Abnehmwillige, denen jedoch das nötige Durchhaltevermögen fehlt, quasi dazu gezwungen werden, nur noch flüssige Nahrung zu sich zu nehmen. Idealerweise in Form von Abnehm-Shakes und nicht in Form von Cola und Milchshakes.

Dass der Körper durch einen Eingriff so verändert wird, dass nur noch bestimmte Nahrung aufgenommen werden kann, ist an sich nichts Neues. Gängige Beispiele sind eine Magenverkleinerung oder der Einsatz eines Magenbandes. Diese Eingriffe sind sogar noch deutlich invasiver, werden von Ärzten aber auch nur bei extremem Übergewicht, das bereits lebensbedrohlich wird, empfohlen.

Kann man mit der Kiefersperre erfolgreich abnehmen?

Die Kiefersperre, die unter dem Namen „DentalSlim Diet Control“ läuft, ist da wesentlich einfacher einzusetzen. Und in Fällen von etwa dadurch eintretenden Panikattacken durch einen Notmechanismus auch deutlich schneller zu entfernen. Doch kann sie wirklich beim Abnehmen helfen? Das wurde bisher nur an einer wirklich kleinen Forschungsgruppe getestet – die konnte jedoch überraschend gute Ergebnisse erzielen, wie die Forschenden in einem Artikel im „British Dental Journal“ beschrieben. Sieben Frauen trugen die Apparatur für zwei Wochen – und nahmen im Schnitt 6,36 Kilogramm ab.

Ob diese Ergebnisse jedoch auf die Allgemeinheit zu übertragen sind, ist fraglich. Schließlich kommt es auch bei flüssiger Nahrung stark darauf an, was man zu sich nimmt. Wer starke Probleme damit hat, seinen Heißhunger zu kontrollieren und deshalb zu der Vorrichtung greift, könnte als trotzdem noch ungesunde Süßgetränke konsumieren oder auch in Form von Diät-Shakes deutlich mehr Kalorien zu sich nehmen als zum Abnehmen erforderlich. Der Notfall-Mechanismus könnte zudem nicht nur im Fall einer Panik- sondern auch im Fall einer Heißhungerattacke bedient werden.

Willst du nur ein paar Kilo abnehmen, dann ist es am sinnvollsten, deine Ernährung umzustellen. Im Video zeigen wir dir fünf hilfreiche Tipps:

Deshalb wird DentalSlim Diet Control so stark kritisiert

Doch das ist nicht das einzige, was Kritikern an der Apparatur übel aufstößt. Sie sprechen davon, dass diese Erfindung „entmenschlichend“ sei und Fatshaming fördern würde. Letztendlich muss aber natürlich jeder Mensch selbst entscheiden, ob er sich mit dem Tragen einer solchen Vorrichtung wohlfühlt. Ob diese dann tatsächlich beim Abnehmen hilft, ist eine andere Frage.

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Bildquelle:

istock/kwanchaichaiudom, University of Otago

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