Zuckeralternativen
Christina Tobiasam 24.09.2018

Zuckeralternativen gibt es viele, doch wo liegen die Unterschiede? Und sind Zuckerersatzstoffe per se gesund? Wir stellen dir sieben Alternativen zum herkömmlichen Haushaltszucker vor.

1. Agavendicksaft / Agavensirup

Agavendicksaft* ist ein veganer Honigersatz, den man aus dem Saft der Agavenpflanze herstellt. Beim Dosieren solltest du vorsichtig sein, da er eine deutlich höhere Süßkraft als Honig oder Zucker hat. Außerdem ist er verhältnismäßig dickflüssig. Vorsicht: Solltest du unter Fructoseintoleranz leiden, entscheidest du dich besser für eine andere Zuckeralternative, denn Agavendicksaft besteht zu 80 Prozent aus Fruchtzucker! Alle anderen dürfen sich über einen preisgünstigen Zuckerersatz freuen, der unter 3 Euro für 250 ml kostet.

Zuckerersatz

Agavendicksaft ist die vegane Zuckeralternative zu Honig.

2. Ahornsirup

Ahornsirup passt nicht nur wunderbar zu Pancakes, sondern ist auch eine Zuckeralternative auf natürlicher Basis. Wie der Name schon verrät, wird er aus Ahornbäumen gewonnen. Der Sirup hat einen leicht herben Eigengeschmack und ist weniger süß als herkömmlicher Zucker. Da er einen Fruchtzuckeranteil von 30 Prozent besitzt, ist auch dieser Zuckerersatz nicht für Menschen mit einer Fructoseintoleranz geeignet. Außerdem ist er mit einem Preis von circa 5 Euro für eine 250-ml-Flasche* verhältnismäßig teuer.

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3. Birkenzucker / Xylit

Xylit kennst du vielleicht schon von deinem Zahnpflegekaugummi. Dem Zuckeralkohol wird nachgesagt, dass er gegen Karies und Plaque schützt. Seine Süßkraft ist der von Zucker sehr ähnlich. Leider besitzt Xylit bei übermäßigem Verzehr eine aufblähende bzw. abführende Wirkung und sollte deshalb nicht in großen Mengen verwendet werden. Außerdem ist es verhältnismäßig teuer. Xucker, der wohl bekannteste Hersteller von Xylit, verkauft ein Kilo zum stolzen Preis von 12 Euro.

4. Erythrit / Xucker light

Erythrit ist, genau wie Xylit, ein Zuckeralkohol. Es wird chemisch hergestellt und besitzt in etwa 70 Prozent der Süßkraft von Zucker. Erythrit hat dabei keine Kalorien, keinen Eigengeschmack und wird von vielen besser vertragen als zum Beispiel Xylit. Preislich ist es mit 10 Euro pro Kilo* ebenfalls nicht ganz günstig.

5. Honig

Honig kennt jedes Kind. Das Bienenerzeugnis ist allerdings nicht uneingeschränkt als Zuckeralternative zu empfehlen. Honig kann bis zu 40 Prozent Fructose enthalten und ist deshalb für alle Menschen mit einer Fructoseintoleranz tabu. Er enthält auf 100 g einen Anteil von 82 g Zucker und ist mit 304 Kilokalorien auch alles andere als kalorienarm. Dafür ist Honig mit ab 3,50 Euro pro 500-g-Glas kostengünstig und in so gut wie jedem Supermarkt erhältlich.

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6. Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen. Er zählt zu den Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index . Das bedeutet, dass er – im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker – den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt. Außerdem soll Kokosblütenzucker verhältnismäßig nährstoffreich sein und unter anderem Magnesium, Eisen und Zink enthalten. Keine Sorge, falls du kein großer Kokos-Fan bist: Kokosblütenzucker schmeckt angenehm nach Karamell. Das größte Manko ist hier allerdings der Preis. In Bio-Qualität beginnen die Preise bei 9 Euro für ein Kilo.

7. Stevia

Stevia wird aus den Blättern der Stevia-Pfanze hergestellt und besitzt eine Süßkraft, die als bis zu 300-mal stärker als die von handelsüblichem Zucker eingeschätzt wird. Man bekommt es flüssig*, pulverisiert* oder als kleine Tabletten* im Handel. Stevia ist kalorienarm und verhältnismäßig günstig. Allerdings besitzt es einen leicht bitteren Eigengeschmack, der nicht jedem zusagt. Dafür ist es kostengünstig und bereits ab 3 Euro pro Kilo zu haben.

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Zuckerersatz: eine gesunde Alternative?

Zum Zuckerersatz zu greifen, hat Vor- und Nachteile. Einerseits kannst du deine Lust auf Süßes stillen, ohne industriellen Zucker zu dir zu nehmen. Andererseits ernährst du dich dadurch nicht zwangsläufig gesünder oder kalorienärmer und löst auch nicht das Grundproblem hinter deiner Zuckersucht. Schließlich bleiben deine Geschmacksnerven weiter auf süß eingestellt und die „Gefahr“, dass du doch wieder zu herkömmlichem Zucker greifst, ist mehr als groß. Besser ist es, wenn du deinen Zuckerkonsum Stück für Stück reduzierst und lernst, ohne Zuckerersatzstoffe auszukommen. Versuche zuerst einfache Routinen abzustellen und zum Beispiel den Zucker / Süßstoff / Honig im Tee wegzulassen.

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Die genannten Zuckeralternativen haben alle ihre Vor- und Nachteile. Probiere einfach aus, welche Variante dir am besten schmeckt. Bedenke aber: Allein auf Zuckerersatzstoffe zu setzen, ist kein gesunder Weg, um deine Lust auf Süßes einzudämmen. Vielmehr solltest du schauen, wie du deine Aufnahme von Zucker in jeglicher Form dauerhaft reduzieren kannst. Schließlich sind Agavendicksaft, Honig und Co. auch nicht sehr kalorienarm und sollten nur im Maßen genossen werden. Welcher Zuckerersatz gefällt dir am besten? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/eskymaks, iStock/bhofack2

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