Haarwuchsmittel

Haarausfall betrifft nicht nur Männer – auch Frauen sind vor dem Verlust der geliebten Wallemähne nicht sicher. Um den dünner werdenden Haaren vorzubeugen und die Mähne wieder voll aussehen zu lassen, gibt es jede Menge verschiedene Haarwuchsmittel. Ob sie wirklich wirken oder ob das Geschäft um die Haarwuchsmittel purer Schwindel ist, verraten wir Dir.

Wenn Du zwischen 50 und 100 Haare am Tag verlierst, musst Du Dir keine Gedanken um übermäßigen Haarausfall machen, denn es ist total normal, dass Du jeden Tag ein paar Deiner lange gehegten und gepflegten Haare abgeben musst. Wenn Du jedoch glaubst, dass Dein Haarverlust deutlich und vor allem dauerhaft darüber liegt, solltest Du Dir die Mühe machen und Deine Haare sammeln. Verlierst Du tatsächlich mehr als 100 Stück am Tag, solltest Du einen Hautarzt aufsuchen – er kann nach einer eingehenden Untersuchung Deiner Kopfhaut, Deines Blutes und Deiner Organe die Ursache für den Haarausfall ausmachen. Denn diese ist entscheidend für die Behandlung – und dafür, ob Haarwuchsmittel überhaupt eine Wirkung bei Dir haben können.

Haarwuchsmittel: Frau kämmt ihre Haare

Haarwuchsmittel können Dir wieder volles, kräftiges Haar schenken

Haarwuchsmittel: So wirst Du erblich bedingten Haarausfall los

Die häufigste Ursache für Haarverlust ist Deine genetische Veranlagung: Wenn Dir Deine Eltern die entsprechenden Gene mit auf den Weg gegeben haben, kann es vorkommen, dass Dein Körper zu viele männliche Hormone, genauer das Sexualhormon Dehydrotestosteron, produziert. Dieses greift die empfindlichen Haarwurzeln an und lässt sie verkümmern – Haarausfall und lichte Stellen auf dem Kopf sind die Folge. Da nur bei 50 Prozent der Patienten, die unter anlagebedingtem Haarausfall leiden, bereits zerstörte Haarwurzeln aktiviert werden können, solltest Du nach der Diagnose schnellstmöglich mit der Anwendung der Haarwuchsmittel beginnen. Zwar gibt es unzählige Shampoos, Haarwasser, Pillen und Kuren, die Dir eine erfolgreiche Behandlung versprechen – in Wirklichkeit gibt es derzeit aber nur zwei Wirkstoffe, die Haarwuchsmittel tatsächlich erfolgreich werden lassen. Im Kampf gegen den Haarverlust solltest Du deshalb auf Haarwuchsmittel setzen, die Minoxidil oder Finasterid enthalten.

Haarwuchsmittel mit Minoxidil wirken – auch wenn keiner genau weiß, warum

Der erste Wirkstoff, Minoxidil, ist eher eine Zufallsentdeckung, denn ursprünglich wurde er als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Eine seiner Nebenwirkungen machte ihn aber schnell zum beliebten Haarwuchsmittel: Minoxidil förderte bei vielen Bluthochdruckpatienten das Haarwachstum. Warum das so ist, können Wissenschaftler bis heute nicht komplett nachvollziehen. Als wahrscheinlichste Theorie gilt, dass der Wirkstoff die Durchblutung der Haarzellen fördert und somit die Produktion der Haare anregt. Damit Haarwuchsmittel, die Minoxidil enthalten, wirken, musst Du jeden Tag eine Lösung, die etwa 2 Prozent des Wirkstoffes enthält, auf Deine Kopfhaut massieren – sobald Du die Behandlung einstellst, verpufft der Effekt, den das Haarwuchsmittel auf Deine Mähne hatte, aber auch wieder. Für eine Packung Haarwuchsmittel, die drei Monate vorhält, musst Du etwa 50 Euro einplanen – und das dauerhaft!

Haarwuchsmittel mit Finasterid: Kampf den Sexualhormonen

Die größten Hoffnungen setzen Experten derzeit in den Wirkstoff Finasterid: Er verhindert, dass das Hormon Testosteron in Dehydrotestosteron umgewandelt wird, das wiederum die Ursache für den Haarausfall darstellt. So werden Deine Haarwurzeln weniger angegriffen – und Du verlierst automatisch weniger Haare! Mit Finasterid kannst Du Deinen Haarausfall dauerhaft stoppen – dazu musst Du das Haarwuchsmittel aber, ebenso wie andere Haarwuchsmittel, auch dauerhaft anwenden. Da nur bei der Hälfte aller Betroffenen bereits zerstörte Haarwurzeln reaktiviert werden können, solltest Du Dich darauf einstellen, dass Haarwuchsmittel mit Finasterid den Zustand, der zu Beginn der Behandlung auf Deinem Kopf herrscht, bewahren können – dass sie Dir aber wieder eine vollere Mähne schenken, ist nicht garantiert! Finasterid muss Dir von einem Hautarzt verschrieben werden, es ist nicht frei in der Apotheke verkäuflich. Denn wie jedes Medikament hat auch dieses Haarwuchsmittel Nebenwirkungen: Da der Wirkstoff die Umwandlung von Sexualhormonen verhindert, indem er ein Enzym blockiert, das diesen Vorgang auslöst, kann das Haarwuchsmittel Deine Lust beeinflussen. Zwar berichten nur etwa 2 Prozent der Patienten von einem Libidoverlust, Du solltest Dir des Risikos dennoch bewusst sein, bevor Du die Behandlung startest.

Mit Koffein und Östrogen gegen dünner werdendes Haar

In der Drogerie Deines Vertrauens findest Du jede Menge Produkte für Männer und Frauen, die volleres Haar versprechen und den Haarausfall gänzlich stoppen sollen. Da Minoxidil und Finasterid aber nicht frei verkäuflich sind, setzen die Haarwässerchen, Tinkturen, Shampoos und Mittelchen auf stimulierende Substanzen wie zum Beispiel Koffein. Auch Östrogene werden eingesetzt, um die Überzahl der männlichen Hormone in Deinen Haarwurzeln auszugleichen. Einen dauerhaften Effekt haben diese Mittel in der Regel aber leider nicht. Sie können jedoch, so empfehlen es Dermatologen, ergänzend zu den Haarwuchsmitteln, die Dir Dein Arzt verschrieben hat, eingesetzt werden. So kannst Du die medizinischen Haarwuchsmittel im Kampf gegen das lichter werdende Haar auf Deinem Kopf unterstützen!

Die Wunder, die viele Haarwuchsmittel in der Werbung versprechen, werden meistens leider nicht wahr – wenn Du unter übermäßigem Haarverlust leidest, solltest Du Dich also auf die Kraft der Medizin verlassen und zusammen mit Deinem Hautarzt einen Schlachtplan gegen der Haarausfall aufstellen. Wenn Du früh genug damit anfängst, Haarwuchsmittel einzusetzen und dauerhaft am Ball bleibst, kannst Du Deine Mähne erhalten – und Dich über tolles Volumen und kräftiges Haar freuen!

Bildquelle: © Osons163 / Dreamstime.com


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