Susanne Falleram 16.05.2018

Ja, es gibt schon wieder ein Dating-Phänomen mit englischem Namen: Orbiting. Nach Ghosting, Benching, Love Bombing und all den anderen fiesen Verbrechen, die Männer (und Frauen!) in Sachen Liebe begehen, fragst du dich, was da noch kommen kann?! Tja, mach dich gefasst…

… denn vom Orbiting warst du vielleicht auch schon betroffen, wenn du in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter aktiv bist.

Orbiting findet mit Hilfe des Internets statt.

Schikaniert dich dein Schwarm mit Orbiting?

Die Ausgangssituation ist wie folgt: Du kennst da einen Typen, den du total toll findest. Vielleicht wart ihr sogar schon ein paar Mal aus, zumindest habt ihr bereits geflirtet oder es lief sogar schon mehr zwischen euch. Du bist von ihm echt begeistert… doch plötzlich legt der das folgende Verhalten an den Tag, was eindeutige Signale für Orbiting sind:

#1 Der direkte Kontakt zwischen euch schläft plötzlich ein

Du schreibst ihm, doch keine Antwort. Du rufst ihn an – er geht nicht ran. Du schreibst ihm abermals… doch wieder nichts. Was ist da los?! Scheinbar möchte er plötzlich keinen Kontakt mehr zu dir haben. Hallo, Ghosting und Stufe 1 von Orbiting.

#2 Er likt, teilt und kommentiert trotzdem deine Beiträge und Bilder

Jetzt wird es schräg: Während er deine direkten Nachrichten gekonnt ignoriert, scheint er sich für deine Social-Media-Aktivitäten weiterhin brennend zu interessieren. Zumindest macht er sich regelmäßig bei dir bemerkbar, indem er zum Beispiel dein neues Profilbild liked oder belanglose Kommentare wie „Haha” oder ein Lach-Emoji hinterlässt. Ähh, okay?!

#3 Du denkst ständig über ihn nach und warum er sich so benimmt

Tja, und dann ist da noch das dritte und finale Anzeichen, an dem du Orbiting erkennst: Du denkst, logischerweise, ständig über ihn und sein Verhalten nach und suchst Erklärungen, warum er sich gegenüber dir so seltsam benimmt. Und findest erstaunlicherweise gute Argumente dafür, dass das alles gewiss deine Schuld ist.

Und schon bist du im Orbiting gefangen! Abgeleitet vom astronomischen Begriff Orbit, der Umlaufbahn eines Satelliten um einen Himmelskörper. Der Satellit (= dein Schwarm) kreist immer wieder um den Körper (= dich), ist also immer präsent, jedoch so weit entfernt, dass man ihn nie erreichen kann. Ganz so schön mies, was?!

Orbiting-Täter: Virtuell anwesend, doch sonst nahezu unsichtbar.

Warum zum Teufel betreiben manche Menschen Orbiting?

Wie die Dating-Expertin gegenüber BBC erklärt, liegt es höchstwahrscheinlich daran, dass sich die Täter die Option offen halten wollen, den Kontakt zu dir wieder aufzubauen, aber dich dennoch erstmal auf die lange Bank schieben. Ganz nach dem Motto: „Hey, ich bin noch da… aber gerade nicht zu haben. Doch hey, vielleicht mal irgendwann in der Zukunft.”

Dazu könnte laut der Expertin eine extra Portion FOMO kommen, dass er also nicht verpassen will, was in deinem Leben passiert… sich jedoch davor sträubt, eine Bindung mit dir einzugehen und sich deshalb gleichzeitig zurückzieht. Verrückt, oder?!

Wenn du einem solchen Verhalten begegnest, solltest du die Person übrigens ganz schnell aus deinem Universum kicken. Viele Frauen begehen den Fehler und lassen sich von der geheimnisvollen Art des Orbiting-Täters in den Bann ziehen und setzen alles daran, um sich für ihn weiterhin interessant zu machen. Der einzig richtige Weg, von einer solch toxischen Verbindung loszukommen, ist, den Kontakt endgültig abzubrechen und die Person zu blockieren.

Apropos Signale, dass du ihn loslassen solltest…:

Bei diesen Anzeichen solltest du Schluss machen

Hast du Orbiting selbst schon mal erlebt oder warst vielleicht selbst in der Rolle des Täters, wenn du jetzt mal genauer darüber nachdenkst? Lass uns gern an deinen Erfahrungen in den Kommentaren teilhaben.

Bildquelle:

iStock/Wavebreakmedia, Giphy

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