Social Game App
Jessica Tomalaam 02.02.2017

Einen ziemlich einprägsamen Namen haben sich die Macher von „Fuck, Marry, Kill“ da für ihr Social Experiment Game ausgedacht. Übersetzt heißt das nämlich nichts anderes als: „Ficken, Heiraten, Umbringen“ (kurz FMK). Und genau darum geht es in der App, die härter als Tinder sein soll. Hier werden potenzielle Partner nämlich nicht nur weggewischt, wenn sie uns nicht gefallen, sondern in diese drei Kategorien eingeteilt.

Wer „Fuck, Marry, Kill“ nutzt, braucht entweder ein ziemlich dickes Fell oder ein großes Ego, das vielleicht mal einen kleinen Dämpfer gebrauchen könnte. So sehen es zumindest die Macher der App, die eigentlich eher eine Social-Gaming- als eine Dating-App sein soll. Denn in Amerika ist „Fuck, Marry, Kill“ eigentlich ein sehr beliebtes Spiel, das nicht nur digital, sondern auch analog gespielt wird.

So funktioniert „Fuck, Marry, Kill“

FMK funktioniert ähnlich wie Tinder. Allerdings wird hier nicht nur zwischen „Mag ich“ und „Mag ich nicht“ unterschieden, wenn Dir ein potenzielles Date angezeigt wird. Stattdessen bekommst Du drei Personen zu sehen, die Du alle in eine Kategorie einteilen musst: Könntest Du Dir mit Person X ein One-Night-Stand vorstellen? Wäre Person Y ein möglicher Heiratskandidat? Oder siehst Du Person Z und weißt ganz genau: Mit Euch beiden wird es nie was!

Nur Du siehst, wie Du bewertet wurdest

Wenn Ihr Euch in die gleiche Kategorie einteilt, habt Ihr ein Match und könnt Euch gegenseitig Nachrichten schreiben. Hast Du jemandem mit „Kill“ markiert, wird er Dir nicht wieder angezeigt. Das Einzige, was Du brauchst, um „Fuck, Marry, Kill“ zu nutzen, ist ein Facebook-Account und ein Android Smartphone. Anders als bei der komplett geschlechtsneutralen Dating-App Feeld, kannst Du Dir entweder alle Nutzer anzeigen lassen oder nach Geschlecht, Alter und Ort filtern. Das Besondere: Du bewertest andere Personen, wirst aber natürlich auch selbst bewertet. Die App zeigt Dir nämlich auch an, wie oft Du von den anderen in eine der drei Kategorien eingeteilt wurdest. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, könnte das ganz schön gemein werden, oder?

„Fuck, Marry, Kill“: Lustig oder verletzend?

Seien wir mal ehrlich: Viele von uns packen Menschen, die wir kennenlernen, auch in unserem Kopf in bestimmte „Kategorien“. Meist wissen aber nur wir selbst, außer wir erzählen es mal weiter, welche Kategorie das ist. Wenn man nun von mehreren Menschen direkt zugetragen bekommt, was sie von einem halten und die Meinung allein auf dem Aussehen basiert, kann das entweder super sein oder in einer ziemlichen Katastrophe enden. Will ich wissen, dass mich 50 Leute sofort „killen“? Oder, dass 20 direkt mit mir ins Bett wollen? Oder mich niemand heiraten will? Auch wenn es nur ein Spiel ist, wird hier ziemlich leichtfertig mit den Gefühlen anderer Menschen umgegangen. Gerade in Zeiten, in denen das Internet leider immer wieder dazu genutzt wird, andere aufgrund ihres Aussehens oder ihres Verhaltens bloßzustellen, sollte man sich lieber zweimal Gedanken darüber machen, ob man so eine App nutzen will.

Was sind Deine Meinungen zur „Fuck, Marry, Kill“-App? Findest Du, man sollte sich da ein dickes Fell zulegen und vielleicht auch einfach darauf hoffen, dass man mit Lob überhäuft wird, oder siehst Du die App ähnlich kritisch wie wir?

Bildquelle: iStock/HstrongART


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