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LGBTQIA+

Was ist der Pride Month? Das ist die Bedeutung & Geschichte dahinter!

Jedes Jahr im Juni wird weltweit der sogenannte Pride Month gefeiert. Doch welche Bedeutung steckt eigentlich hinter den bunten Paraden, Veranstaltungen und Demonstrationen und welchen Ursprung hat diese Tradition? Wir verraten dir die Antwort und zeigen, warum der Pride Month so ein wichtiges Ereignis ist.

Welche Bedeutung hat der Pride Month?

Der Pride Month hat vor allem für die LGBTQIA+-Community – also für alle Menschen, die sich nicht als heterosexuell und/oder cisgender definieren – eine wichtige Bedeutung. Das englische Wort „Pride“ heißt ins Deutsche übersetzt „Stolz“ – und genau dafür steht der Monat: Er soll es queeren Menschen ermöglichen, ihre Sexualität voller Stolz zu feiern, um der Welt zu zeigen, das jede Art der Liebe wunderschön ist. Gleichzeitig soll der Pride Month auf die Ungerechtigkeit aufmerksam machen, der schwule, lesbische, bisexuelle, transsexuelle und non-binäre Personen sowie Personen mit anderen Sexualitäten oder Geschlechtsidentitäten weltweit ausgesetzt sind. Denn noch immer erlebt die LGBTQIA+-Community Kriminalisierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung. Der Juni steht damit nicht nur für die Vielfalt der Liebe, sondern auch für den Kampf um Toleranz und ein friedliches Miteinander. Außerdem soll er an die Menschen erinnern, die ihr Leben verloren haben, während sie für die Rechte von queeren Menschen gekämpft haben.

Im Video zeigen wir dir fünf wichtige Momente der Pride-Bewegung:

Pride Month: 5 wichtige Momente der Bewegung Abonniere uns
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Wieso feiert man den Pride Month?

Dass bereits Menschen aufgrund ihrer Sexualität und/oder Geschlechtsidentität sterben mussten, ist auch der Grund, warum der Pride Month heute in der ganzen Welt eine große Bedeutung hat. Sein Ursprung liegt nämlich in einem ganz bestimmten Ereignis, das am 28. Juni 1969 geschah und dem Christopher Street Day – auch CSD genannt – seinen Namen verliehen hat. Damals gab es in der Christopher Street in New York eine Bar mit dem Namen „Stonewall Inn“, die sich zu einer sogenannten Gay Bar entwickelt hat. Während queere Menschen hier einen Platz fanden, um ganz sie selbst zu sein, nutze die Mafia den Ort allerdings aus, um wohlhabende Gäste zu erpressen, die nicht geoutet waren. Denn zur damaligen Zeit galten queere Menschen in den USA als geisteskrank und wurden nicht nur von der Gesellschaft ausgegrenzt, sondern sogar in Gefängnisse und Zuchthäuser gesperrt.

Warum das „Stonewall Inn“ nicht einfach geschlossen wurde? Die Mafia bezahlte damals die Polizei dafür, dass sie geöffnet blieb – gleichzeitig konnte die Polizei dort Razzien durchführen, Menschen verhaften und Alkohol beschlagnahmen, da dem Pub eine Genehmigung fehlte. Für Mafia und Polizei war das Ganze damit eine Win-Win-Situation. In der Regel wussten die Betreiber der Bar und auch die Gäste durch Spitzel bei der Polizei im Vorfeld von den Razzien und konnten sich dementsprechend vorbereiten. Am 28. Juni 1969 war allerdings alles anders: Als die Polizei zu einem unerwarteten Zeitpunkt auftauchte und eine Razzia durchführte, wehrte sich die LGBTQIA+-Community zum ersten Mal und es folgten stundenlange Demonstrationen und Randale. Die Unruhen sorgten im Anschluss dafür, dass immer mehr queere Menschen auf der Straße für ihre Rechte und gegen Diskriminierung und Polizeigewalt protestierten. Auf diese Weise entstand nicht nur der Pride Month, sondern auch der Christopher Street Day, der in vielen Ländern und Städten ebenfalls im Juni, aber auch in den darauffolgenden Monaten gefeiert wird.

Warum ist der Pride Month so wichtig?

Obwohl sich seit 1969 zumindest in den westlichen Ländern einiges getan hat und die LGBTQIA+-Community auf zunehmend mehr Toleranz stößt, kann von Gleichberechtigung noch lange keine Rede sein. Nicht nur in Ländern, in denen Homosexualität noch immer bestraft wird, sondern auch in Deutschland: Laut Bundesinnenministerium wurden im Jahr 2021 870 Straftaten erfasst, die sich gegen die sexuelle Orientierung einer Person richteten. Zusätzlich gab es 340 Vorfälle aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Identität einer Person. Im Vergleich zu 2020 sind beide Werte deutlich gestiegen: Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung um über 50,52 Prozent und Straftaten aufgrund der Identität um 66,67 Prozent.

Genau deshalb sind der Pride Month und seine Bedeutung so wichtig – um diese Ungerechtigkeit endlich aus der Welt zu schaffen und Menschen die Angst zu nehmen, zu ihrer Sexualität zu stehen. Welche Anfeindungen sich queere Personen in ihrem Alltag unter anderem anhören müssen, haben wir in unserer Bildergalerie für dich zusammengefasst:

So heftig werden Homosexuelle heute noch diskriminiert

So heftig werden Homosexuelle heute noch diskriminiert
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Bildquelle: Getty Images / GenerationClash

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