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Spirale: Vorteile und mögliche Risiken

Spirale: Vorteile und mögliche Risiken

Was zunächst als zufällige Entdeckung begann, entwickelte sich bald zu einer erfolgreichen und vor allem langfristigen Methode: Die Spirale als Verhütung. Sie ist heute neben der Pille und dem Nuvaring eines der beliebtesten Verhütungsmittel. Es gibt sie in zwei verschiedenen Versionen: die herkömmliche Kupferspirale und die noch relativ neue Hormonspirale. Einmal eingesetzt, braucht man sich drei bis fünf Jahre lang keine Gedanken um das Thema „Verhütung“ zu machen.

Die Spirale als Verhütungsmittel
Spirale: Verhütung auf Nummer sicher

Die Entdeckung, dass man mittels eines Gegenstandes, der in die Gebärmutter eingeführt wird, eine Schwangerschaft verhüten kann, stammt nicht etwa von findigen Wissenschaftlern oder ominösen Voodoo-Priestern. Man mag es kaum glauben, aber es waren Viehtreiber aus dem Orient, die als erstes auf die Idee einer „Barrieremethode“ kamen und damit den Grundstein der Spirale als Verhütung legten. Damit das liebe Vieh, welches sie durch die Wüste trieben, nicht durch Trächtigkeit zur Last fiel, bliesen sie ihren Kamelstuten kurzerhand mit einem hohlen Schilfrohr Kieselsteine in die Gebärmutter, um diese zu verschließen. Zugegeben, eine ziemlich rüde Methode, von der die Spirale als Verhütung glücklicherweise weit entfernt ist.

Die Entwicklung der Spirale von damals bis heute

Gott sei Dank hat die heutige Spirale nicht mehr viel mit diesem Vorläufer zu tun. Das Einsetzen einer Spirale zur Verhütung verläuft beim Frauenarzt völlig schmerzfrei und in der Regel ohne gesundheitliche Folgen. In den 1930er Jahren entwickelte ein gewisser Prof. Dr. Gräfenberg aus Berlin eine sanftere Methode. Ein Seidenfaden und ein Silberdraht bildeten den Vorläufer der heutigen Spirale zur Verhütung. Der Nachteil der damaligen Modelle war allerdings, dass es häufig zu Entzündungen kam. In den 1960er Jahren versuchte Dr. Margulies sein Glück und entwarf ein leider ebenso wenig überzeugendes Modell, das so genannte „Intrauterinpessar“. Was lange währt, wird schließlich jedoch endlich gut. Ein gewisser Dr. Zipper aus Chile entwarf schließlich die erste zuverlässige Spirale zur Verhütung mit einem kleinen Stückchen Kupferdraht. Das Wörtchen „Kupfer“ ist hier das Zauberwort, denn durch den Kupfer werden die Spermien in ihrer Beweglichkeit enorm beeinträchtigt und können die Eizelle nicht mehr befruchten. Heute ist die Spirale ein beliebtes Verhütungsmittel für Frauen, die langfristig und sicher verhüten wollen. Es gibt zwei unterschiedliche Varianten, die Spirale zur Verhütung einzusetzen: die Kupferspirale und die Hormonspirale.

Spirale: Verhütung durch die Kupferspirale

Die Kupferspirale, die erste Variante der Spirale zur Verhütung, ist t-förmig und von einem dünnen Kupferdraht umwickelt, der kleinste Mengen Kupfer in die Gebärmutter abgibt. Das Kupfer bewirkt nicht nur, dass die Samenzellen auf dem Weg in die Eileiter gebremst werden, sondern auch dass der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört wird. Damit wird die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert und eine Verhütung ohne Hormone gewährleistet. Einmal eingesetzt, hält die verhütende Wirkung bis zu fünf Jahre an. An dieser Stelle wollen wir die Nebenwirkungen, die diese Spirale als Verhütung haben kann, jedoch nicht verschweigen. So kann es in seltenen Fällen zu Blutungsstörungen oder stärkeren, schmerzhafteren Monatsblutungen kommen.

Spirale: Verhütung durch die Hormonspirale

Die Hormonspirale sieht auf den ersten Blick wie eine normale Spirale zur Verhütung aus. Im Gegensatz zur Kupferspirale verfügt sie jedoch über ein Hormondepot, das fünf Jahre lang winzige Mengen von Gestagenen, Gelbkörperhormon, abgibt. Die Hormonspirale ist dadurch fast so sicher wie eine Sterilisation, kann aber vom Frauenarzt jederzeit wieder entfernt werden. Allerdings hat auch diese Spirale als Verhütung einige Nebenwirkungen. So können in der Anfangsphase eventuell Blutungsstörungen, so genannte Schmierblutungen, auftreten. Doch die Hormonspirale hat auch einen Vorteil: Die Monatsblutung wird bei 20% der Anwenderinnen schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft .

Geeignet ist die Spirale als Verhütung vor allem für Frauen, die schon einmal schwanger waren, denn es besteht ein gewisses Restrisiko einer Unterleibsinfektion. Diese kann im unglücklichsten Falle zu Unfruchtbarkeit führen. Nichtsdestotrotz ist die Spirale eines der sichersten und langanhaltendsten Verhütungsmittel. Lass Dich aber am besten von Deinem Frauenarzt beraten, welches die beste Verhütungsmethode für Dich ist.

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