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Charaktereigenschaft

Ist es schlimm, dass ich impulsiv bin? 

Impulsivität
© Getty Images/Astarot

Nicht lange überlegen, sondern einfach machen. So könnte man stark heruntergebrochen, Impulsivität beschreiben. Doch was bedeutet es noch, impulsiv zu sein? Und ist diese Eigenschaft etwas Negatives? Wir erklären dir alles zur Impulsivität.

Was bedeutet es, impulsiv zu sein?

Impulsivität bezieht sich auf die Neigung, ohne vorheriges Überlegen oder gründliche Planung zu agieren. Es ist eine Art Drang, direkt im Moment zu handeln, ohne sich allzu viele Gedanken über die Konsequenzen zu machen. Schlägt man das Wort „impulsiv“ im Duden nach, heißt es: „Aus einem plötzlichen, augenblicklichen Impuls heraus handelnd, einer Eingebung sogleich folgend“. Diese Eigenschaft kann sich in verschiedenen Lebensbereichen manifestieren, sei es in zwischenmenschlichen Beziehungen, beruflichen Entscheidungen oder im Umgang mit eigenen Emotionen. Auch Essen, Shopping oder Konsum kann impulsiv erfolgen. Wenn du zu den Menschen gehörst, die impulsiv sind, bedeutet das nicht automatisch, dass du unüberlegt oder rücksichtslos bist. Vielmehr drückt es aus, dass du eine natürliche Tendenz zur Spontanität und zur schnellen Reaktion auf Reize oder Situationen hast. Es kann auch als Antwort auf die schnelllebige Welt, in der wir leben, verstanden werden.

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Impulsivität kann dementsprechend positive Aspekte haben, wie Kreativität, Flexibilität und die Gabe, auf unerwartete Herausforderungen schnell zu reagieren. Jedoch birgt impulsives Handeln auch Konsequenzen. In bestimmten Situationen kann es sich nämlich lohnen, erst mal Pro und Kontra Argumente durchzugehen oder eine Nacht drüber zu schlafen. Wichtig ist es, einen gesunden Ausgleich zu finden und sich bewusst zu sein, wann es angebracht ist, spontan zu handeln, und wann es ratsam ist, einen Moment innezuhalten und nachzudenken.

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Wie verhält sich ein impulsiver Mensch?

Ein impulsiver Mensch zeichnet sich durch sehr spontane Handlungen oder Reaktionen aus, die sich auf die verschiedensten Lebensbereiche beziehen. Hier sind einige Beispiele für Verhaltensweisen, die charakteristisch für impulsives Verhalten sein können:

  • Schnelle Entscheidungen: Impulsive Menschen tendieren dazu, Entscheidungen schnell zu treffen, ohne das Wenn und Aber zu berücksichtigen. Dies kann dazu führen, dass sie mögliche Konsequenzen nicht ausreichend abwägen.
  • Geringe Frustrationstoleranz: Impulsive Personen neigen dazu, wenig Frustration zu tolerieren. Wenn Dinge nicht nach ihren Vorstellungen verlaufen, reagieren sie möglicherweise impulsiv, um die Situation zu ändern.
  • Emotionale Reaktionen: Impulsive Menschen können stark von ihren Emotionen beeinflusst werden und handeln oft basierend auf aktuellen Gefühlen. Dies kann zu impulsiven Ausbrüchen von Wut, Freude oder Traurigkeit führen.
  • Impulsive Einkäufe: In finanziellen Angelegenheiten zeigen sich Impulsivität oft in spontanem Shopping ohne vorherige Überlegung – was im schlimmsten Fall zu Geldproblemen führen kann.
  • Unüberlegtes Risikoverhalten: Impulsive Menschen neigen dazu, Risiken ohne ausreichende Bewertung einzugehen. Dies kann sich in unterschiedlichen Bereichen manifestieren, sei es im Verkehr, in Beziehungen oder in beruflichen Entscheidungen.
  • Schwierigkeiten auf lange Sicht zu planen: Impulsive Personen könnten Schwierigkeiten haben, langfristige Ziele zu planen und zu verfolgen. Sie wollen lieber die kurzfristige Befriedigung.
  • Geringe Selbstkontrolle: Impulsive Menschen könnten Schwierigkeiten haben, ihre Handlungen zu kontrollieren, insbesondere wenn sie von starken Emotionen wie einem Streit mit dem Partner oder der Partnerin überwältigt werden und Sachen sagen, die sie im nächsten Moment bereuen.

Ist Impulsivität eine Charaktereigenschaft?

Ja, Impulsivität wird oft als eine Charaktereigenschaft betrachtet. Charaktereigenschaften sind stabile Persönlichkeitsmerkmale, die das Verhalten, die Denkmuster und die Reaktionen einer Person auf verschiedene Situationen beeinflussen. Impulsive Menschen zeichnen sich dadurch aus, ohne vorheriges gründliches Überlegen zu handeln. Aber Charaktereigenschaften sind nicht starr und können sich im Laufe der Zeit entwickeln und verändern. Die Neigung zum impulsiven Handeln kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Dazu zählt z. B. auch die genetische Veranlagung. Auch die Erziehung, persönliche Erfahrungen und aktuelle Lebenssituation kann beeinflussen, ob wir eher impulsiv oder besonnen handeln.

Ist es negativ, impulsiv zu sein?

Die Bewertung, ob Impulsivität positiv oder negativ ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Situationen, in denen du oder deine Mitmenschen sich impulsiv verhalten. Auch die Auswirkungen, die es auf das individuelle Leben und das Leben anderer haben kann, muss berücksichtigt werden. Positiv ist an Impulsivität auf jeden Fall, dass schnell und ohne Umwege Kompromisse oder Lösungen für Probleme gefunden werden. Wenn schnelle Entscheidungen gefordert sind, sind impulsive Menschen also ganz vorne mit dabei. Auch die Fähigkeit, sich flexibel und flott an sich ändernde Umstände anzupassen, können Beispiele für positive Aspekte impulsiven Verhaltens sein.

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Auf der anderen Seite kann übermäßige Impulsivität zu Risiken führen, insbesondere wenn es um Entscheidungen mit langfristigen Konsequenzen geht. Nicht jeder Mensch kann mit impulsiven Menschen umgehen, da ihnen vielleicht gewisse Sicherheitsaspekte wichtiger sind – das kann sich auf Beruf, Freundschaften oder Beziehungen auswirken. Impulsives Handeln ohne angemessene Überlegung kann zu finanziellen Schwierigkeiten durch z. B. impulsives Shopping, zwischenmenschlichen Konflikten, weil du schneller antwortest, als es dir vielleicht lieb war, oder anderen unerwünschten Ergebnissen führen.

Jeder Mensch kann unterschiedliche Grade der Impulsivität aufweisen, und nicht alle impulsiven Handlungen sind zwangsläufig negativ. Es kommt auch darauf an, wie gut eine Person ihre Impulsivität steuern kann und erkennt, wann Spontanität richtig zum Einsatz kommt. In vielen Fällen ist ein ausgewogener Ansatz wichtig. Das bedeutet, die positiven Aspekte der Impulsivität zu nutzen, während gleichzeitig bewusst und reflektiert gehandelt wird, um negative Konsequenzen zu vermeiden. Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, im Affekt zu handeln, nimm dir einen Moment Zeit, atme tief ein und denke darüber nach, wie sich deine Impulsivität auf die jetzige Situation auswirken könnte.

Was ist das Gegenteil von impulsiv?

Das Gegenteil von impulsiv bzw. gegenteilige Charaktereigenschaften sind zum Bespiel „besonnen“ oder „überlegt“. Menschen, die überlegt handeln, wägen Entscheidungen gründlich ab und berücksichtigen mögliche Konsequenzen, bevor sie handeln. Im Gegensatz zur Impulsivität zeigen besonnene Menschen oft eine höhere Frustrationstoleranz, sprich, sie können es aushalten, wenn Dinge anders laufen, als sie sich wünschen.

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