Happy Easter

5 beliebte Osterbräuche und ihre wahre Bedeutung

5 beliebte Osterbräuche und ihre wahre Bedeutung

Wenn wir heute an Ostern denken, kommen wohl den meisten der Osterhase, Ostereier und grundsätzlich ziemlich viele Süßigkeiten in den Sinn. Dass Ostern das höchste christliche Fest im Jahr ist, dürfte zwar dem Großteil bekannt sein – was die wahre Bedeutung vieler noch heute gängiger Osterbräuche ist, aber vielleicht nicht.

#1 Der Osterhase

Was wäre das Osterfest ohne den Osterhasen? Er steht wohl unangefochten auf Platz 1 der gängigsten Osterbräuche. Ob als Stofftier, Schokoladenhase oder Deko-Figur – mindestens ein Osterhase ist zu Ostern wohl in jedem Haushalt aufzufinden. Das Symbol des Hasen zu Ostern ist aber keine neuzeitliche Erscheinung, schon seit Jahrhunderten wird das Symbol des Hasen mit Ostern in Verbindung gebracht. Aber warum eigentlich ausgerechnet ein Hase?

Es gibt gleich zwei weitverbreitete Begründungen für den Hasen als Ostersymbol. Zum einen gilt der Hase in der Tiersymbolik als Sinnbild für Jesus Christus. Da Hasen keine Augenlider haben, schlafen sie mit „geöffneten“ Augen – so sollen Hasen genau wie Jesus auch im Schlaf über andere wachen können. Zum anderen steht der Hase aufgrund seiner hohen Vermehrungsrate für starke Fruchtbarkeit und somit für das Leben. Entsprechend passt der Hase durchaus sehr gut als Symbol für christliche Fest, an dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird.

#2 Die Ostereier

Ebenso vergeht kein Osterfest ohne Ostereier. Aus Schokolade in kleinen Nestern, versteckt in Gärten oder gekocht und bemalt auf dem Frühstückstisch – sie sind einfach überall. Schon seit Jahrhunderten ist es Brauch, sich am Ostermorgen gegenseitig Eier zu schenken. Somit zählen auch die Ostereier zu den bewährtesten unter den Osterbräuchen, denn bis heute hat sich daran nichts geändert.

Schon in den antiken Kulturen galt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Entsprechend bietet es sich an, um im christlichen Kontext die Auferstehung und Wiedergeburt von Jesus Christus zu zelebrieren. In früheren Jahrhunderten soll es außerdem üblich gewesen sein, Ostereier rot zu färben, um so auf das Grab Jesu zu verweisen. Auch die Tatsache, dass wir noch heute Ostereier bemalen, ist also keineswegs ein modernes Phänomen.

#3 Das Osterlamm

Auch wenn das Lamm keine Eier versteckt, ist es ähnlich wie der Hase in den verschiedensten Formen zu Ostern auf den Tischen der Menschen zu finden: als Dekoration, als Kuchen oder als Fleisch-Speise. Was in früheren Jahrhunderten eine klassische Opfergabe war, ist heute zur Freude der kleinen Tiere eher nicht mehr üblich. Backformen*, mit denen sich ein Kuchen in der Form eines Lammes backen lassen, sind heute deutlich beliebter.

Das Lamm gilt bereits seit Jahrtausenden als Symbol für das Leben – und das gleich in vielerlei Hinsicht. Denn die Menschen können das Lamm nicht nur als Speise (Fleisch) für sich nutzen, sondern auch zum Trinken (Milch) sowie für Kleidung und Decken (Fell). Zudem war das Lamm eine der gängigsten Opfergaben an Götter: Mit der Opfergabe eines Lammes soll die Erlösung der Menschen durch Jesus symbolisiert werden.

#4 Das Osterfeuer

Wer christlich aufgewachsen ist, oder aus einem dörflichen Gebiet kommt, kennt auch das Osterfeuer nur zu gut. Ein Feuer zu Ostern zu entzünden, ist bei vielen ein unverzichtbares Ritual. Ob auf dem Kirchplatz vor der Ostermesse oder im eigenen Garten: Das Osterfeuer ist eines der symbolträchtigsten Osterbräuche.

Denn schon in der heidnischen Geschichte zählte das Osterfeuer zu einem wichtigen Ritual im Jahr. Mit dem Osterfeuer sollte nämlich schon im heidnischen Kontext zu Ostern der Winter vertrieben werden. Das Feuer gilt durch seine Wärme und sein Licht als Symbol der Sonne. Durch das Feuer sollte also die Sonne willkommen geheißen und der Winter verdrängt werden. Im christlichen Rahmen wird am Feuer die Osterkerze entzündet, die in der anschließenden Messe als „Lumen Christi“ (das Licht Jesu) Licht in die dunkle Kirche bringt.

#5 Die Osterkerze

Die besagte Osterkerze findet sich auch in irgendeiner Form in den meisten Haushalten zu Ostern wieder. Ob religiös verziert oder eher schlicht gehalten: Zu Ostern gehört es für viele dazu, eine Osterkerze zu entzünden. Und das nicht nur, weil Kerzen so ziemlich alles direkt feierlicher und gemütlicher machen.

Denn dass eine Osterkerze entzündet wird, ist einer der ältesten Osterbräuche. Licht gilt als das Symbol für Leben. Mit dem Entzünden der Osterkerze wird im christlichen Kontext also das Leben Christi, beziehungsweise sein Auferstehen gefeiert. In den meisten Gottesdiensten wird die Osterkerze am Osterfeuer entzündet, geweiht und vorerst abgestellt. Später wird die Flamme der Osterkerze weitergereicht und die Kerzen der Besucher durch sie entzündet – so wird Licht in die meist dunkle Kirche während der Osternacht gebracht und die Wiedergeburt Christi symbolisiert.

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Osterbräuche werden natürlich in jeder Gemeinde oder Familie etwas unterschiedlich zelebriert, doch alle haben gemeinsam, dass durch sie das Osterfest feierlicher wird und durch sie österliche Stimmung aufkommt.

Bildquelle:

Unsplash/Annie Spratt; Getty Images/kobeza; Getty Images/ A_Lein; Getty Images/Selcuk1; Getty Images/Sebastian Gorczowski;  Getty Images/Ekaterina Morozova;

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