Brustkrebs in der Schwangerschaft

Brustkrebs in der Schwangerschaft stellt für Mediziner und für die Betroffenen eine Herausforderung dar. Die Chancen, den Brustkrebs schon in der Schwangerschaft zu behandeln, stehen jedoch gut. Denn Studien zufolge ist eine Chemotherapie nicht unbedingt schädlich für das Baby.

Brustkrebs ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Allein im Jahr 2010 erkrankten laut dem Berliner Robert Koch-Institut knapp 60.000 Frauen an Brustkrebs. Für Schwangere oder frisch gebackene Mütter ist die Diagnose Brustkrebs aber besonders schockierend. Bisher tendierten Ärzte zu großer Vorsicht, da man davon ausging, dass eine Chemotherapie dem Fötus schaden könnte. Frauen, die an Brustkrebs in der Schwangerschaft erkrankten, erhielten deshalb oft nicht die bestmögliche Behandlung. Allerdings sollten Frauen die vor, während oder kurz nach der Schwangerschaft an Brustkrebs erkranken nicht mit der Behandlung warten. Wie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) erläutern, sind die Aussichten auf vollständige Heilung besser, je früher der Krebs bekämpft wird, da die Operationen weniger aufwendig ausfallen können.

Brustkrebs bei Schwangeren sollte schnell behandelt werden

Eine Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft kann auch durch eine Chemotherapie erfolgen


Brustkrebs in der Schwangerschaft richtig bekämpfen

Bei Brustkrebs in der Schwangerschaft ist, den Organisationen zufolge, bereits nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft eine Chemotherapie möglich. Eine Studie in Belgien hat ergeben, dass dadurch keine langfristigen Folgen für das Kind entstehen könnten. Wenn eine Chemotherapie erst zum Ende der Schwangerschaft ansteht und das Kind schon außerhalb des Mutterleibes überlebensfähig wäre, können Ärzte und Eltern beschließen, die Schwangerschaft vorzeitig zu beenden. Mit der Bestrahlung der operierten Brust sollte man jedoch erst nach der Geburt des Kindes beginnen. In dieser Zeit sollte das Kind nicht gestillt werden. Auch wenn die Mutter unmittelbar nach der Geburt des Kindes eine Chemotherapie bekommt, sollte nicht gestillt werden. Laut DGGG und BVF spricht jedoch nichts gegen das Stillen, wenn Operation, Bestrahlung und Chemotherapie bereits vier Wochen zurückliegen.

Zwar kommt Brustkrebs in der Schwangerschaft nur bei einer von 5000 Schwangerschaften vor, jedoch sollte er so schnell es geht behandelt werden. Denn je früher der Krebs bekämpft wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Bildquelle: George Mayer/dreamstime.com

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