Haare färben stillen
Christina Tobiasam 13.03.2018

Auch frischgebackene Mamas wollen sich ab und zu etwas gönnen. Dazu zählt der Besuch beim Friseur genauso wie das Haarefärben im heimischen Bad. Aber darf man in der Stillzeit überhaupt mit neuen Haarfarben und Tönungen experimentieren oder muss man gänzlich darauf verzichten? Wir haben die Antwort!

Stillen und trotzdem Haare färben: Das musst du beachten

Erst einmal können wir Entwarnung geben: Du musst auch in der Stillzeit nicht auf das Haarefärben verzichten. Auch wenn die Hersteller häufig keine Garantie geben wollen, sind die meisten Farben und Chemikalien – in der beim Färben verwendeten Menge –unbedenklich für dich und dein Baby. Wenn du trotzdem unsicher bist, ob du die einzelnen Mittel verwenden kannst, haben wir folgende Tipps für dich:

# Trage Handschuhe und lüfte gut durch

Wenn du deine Haare selber färben möchtest, solltest du darauf achten, dass du Handschuhe verwendest und das Bad im Anschluss gut lüftest. So schützt du dich und dein Baby vor dem Kontakt mit den Chemikalien.

Wie du dir die Haare ganz einfach selber färben kannst, verrät dir unser Video:

# Spül deine Kopfhaut nach dem Färben ab

Über deine Haare kann keine Farbe ins Blut gelangen (und somit auch nicht in die Muttermilch), über deine Kopfhaut dagegen schon. Lass die Farbe also nicht länger einwirken, als die Verpackung es empfiehlt, und spüle deine Kopfhaut nach dem Färben gründlich mit Wasser.

# Versuch es mit Strähnchen

Damit deine Kopfhaut möglichst wenig in Kontakt mit der verwendeten Haarfarbe kommt, kannst du auch einfach auf Strähnchen umschwenken. So kannst du deinen Haaren ein paar Highlights verpassen und dein Baby trotzdem bedenkenlos stillen.

# Töne lieber statt zu färben

Falls dir Strähnchen nicht reichen, solltest du zur Tönung greifen. Tönen ist schonender zum Haar. Anders als beim Färben werden die Pigmente nicht ins Haar aufgenommen, sondern umschließen es. Dadurch gelangt keine Chemie in deinen Blutkreislauf und auch nicht in deine Muttermilch. Einziger Nachteil: Eine Tönung wäscht sich schneller aus.

# Bevorzuge natürliche Färbemittel

Wenn du dich trotzdem wegen der Chemikalien sorgst, kannst du auf pflanzliche Haarfärbemittel, wie zum Beispiel Henna, ausweichen. Achte dabei allerdings auf die Zutatenliste. In manchen Asia-Shops oder auf Internetseiten werden vereinzelt Hennafärbungen mit p-Phenylendiamin (PPD) angeboten, welches als gesundheitsschädlich eingestuft wird, da es Allergien auslösen kann.

# Verzichte auf Blondierungen

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit solltest du deine Haare besser nicht blondieren, da viele bleichende Produkte Wasserstoffperoxid, Ammoniumhydroxid und aromatische Amine enthalten. Stattdessen kannst du vorübergehend versuchen, deine Haare natürlich aufzuhellen. Dafür kannst du Hausmittel wie Zitronensaft oder Kamillentee benutzen.

Bist du eher eine entspannte Mutter oder doch sehr streng? Unser Quiz verrät es dir!

Welche Art von Mutter bist oder wirst du?

Wie du siehst: Dank dieser einfachen Tipps fürs Färben brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass es beim Stillen für dein Baby gefährlich werden könnte. Du darfst also ruhigen Gewissens eine kleine Typveränderung bei dir durchführen. Falls du trotzdem unsicher sein solltest, empfehlen wir dir, die ersten drei Monate der Stillzeit nur auf natürliche Färbemethoden zurückzugreifen. In dieser Zeit ist das Risiko für Fehlbildungen des Babys erhöht. Danach darfst du wieder alle Haarfarben-Trends bedenkenlos testen. Wie stehst du zum Haarefärben in der Stillzeit? Verrate uns deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Bildquelle:

iStock/evgenyatamanenko


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