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Haare färben in der Schwangerschaft: Gefährlich oder unbedenklich?

Gut zu wissen

Haare färben in der Schwangerschaft: Gefährlich oder unbedenklich?

Egal ob Haare färben, tönen, blondieren oder strähnen, diese Frage stellen sich unzählig viele Frauen, die ein Baby erwarten: Darf man sich in der Schwangerschaft die Haare färben oder muss ich in den kommenden Monaten darauf verzichten, weil es aufgrund der vielen Chemikalien möglicherweise gefährlich für mein ungeborenes Kind sein könnte? Wir haben die Antwort für dich und verraten dir alles rund um das Thema Haare färben in der Schwangerschaft!

Kann man sich in der Schwangerschaft die Haare färben?

Eine Schwangerschaft bringt nicht nur große Freude, sondern auch einen neuen Lebensstil mit sich. Neben dem Verzicht auf Alkohol und Zigaretten sowie einer gesunden Ernährung mit bestimmten Lebensmitteln, die Schwangere meiden sollten, kommt spätestens, wenn sich der unbeliebte Ansatz bemerkbar macht die Frage auf, wie es eigentlich um den Friseurbesuch steht.

Auch wenn die meisten Mediziner*innen grundsätzlich nichts gegen gelegentliches Färben der Haare in der Schwangerschaft einzuwenden haben, bleibt bei vielen Schwangeren die Angst, dass die Coloration ein Risiko darstellen kann. Kein Wunder, schließlich hört man immer wieder, dass, die in der Farbcreme enthaltenen Chemikalien über die Kopfhaut sowohl in den eigenen Organismus als auch in den des ungeborenen Babys gelangen können. Doch was ist dran an diesem Gerücht? Sicher ist: Bei der Anwendung von Haarfarben kann es immer zu irgendeiner Form von Kontaktreaktionen wie Hautausschlägen oder Juckreizen und Haarschäden kommen. Deshalb wird stets dazu geraten, zuvor einen Allergietest an einer kleinen Hautstelle zu machen, bevor das gesamte Haar gefärbt wird.

Schwanger und Haare färben – ein Risiko?

Gibt es beim Farbtest keinerlei Reaktionen, bleibt die Frage: Kann man sich in der Schwangerschaft ohne Risiko für das Kind die Haare färben? Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich an der Beantwortung dieser Frage die Geister scheiden. Während die einen der Auffassung sind, dass die enthaltenen Chemikalien über die Kopfhaut in das Blut aufgenommen werden können oder in die Muttermilch von Frauen und – die wohl größte Angst aller werdenden Mütter – in das Fettgewebe ihrer Säuglinge gelangen können, setzen andere fest darauf, dass eine in Deutschland verkaufte oxidative Haarfarbe (eigentlich) nicht in die Haut und somit den Körper eindringen darf.

Haare färben in der Schwangerschaft
Umstritten: Kann Haarfarbe über die Kopfhaut in die Blutbahn gelangen?

Fest steht: Obwohl die EU-Kommission bereits im Jahr 2003 eine Verbotsliste mit mehr als 200 gefährlichen Stoffen erstellt hat, die seither nicht mehr in Haarfarben enthalten sein dürfen, konnten Forschende in den letzten Jahren feststellen, dass, je häufiger man sich die Haare färbt, desto mehr krebserregende Stoffe im Blut nachweisbar sind.

Folglich erhöht sich über viele Jahre das Risiko an Krebs zu erkranken. Ein Fakt, der jedoch nicht nur für Schwangere, sondern alle Frauen gilt – jedoch besonders Friseure betrifft, die tagtäglich mehrmals mit den Chemikalien in Kontakt kommen. Gesundheitliche Schäden für das ungeborene Baby lassen sich nicht ausschließen, eine Studie, die negative Auswirkungen nachweist, gibt es jedoch bisher nicht.

Welche Haarfarben dürfen Schwangere benutzen?

Stellt sich also die große Frage: Welche Haarfarbe dürfen Schwangere benutzen? Spezielle Haarfarben für die Schwangerschaft gibt es tatsächlich keine, jedoch sehr schonende Colorationen, die im Gegensatz zu herkömmlichen chemischen Haarfarben ohne Wasserstoffperoxid sowie Ammoniak und Parabene auskommen. Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern generell solltest du darauf achten, dass diese nicht in deiner Haarfarbe enthalten sind. Denn während Ammoniakdämpfe bereits in geringer Konzentration reizend – in höherer sogar ätzend – wirken, so dass besonders die Schleimhäute der Atemwege und der Augen angegriffen werden können, können Parabene nicht nur allergische Reaktionen hervorrufen, sondern sogar nachweislich das Krebsrisiko erhöhen.

Haarfarbe ohne Ammoniak

Eine beliebte Haarfarbe in Sachen Coloration ohne Ammoniak ist „Garnier Olia“. Die schonende Farbcreme enthält 60 Prozent Öle, die dafür sorgen, dass deine Wunschhaarfarbe tief in der Haarfaser verankert wird und pflegt das Haar zudem reichhaltig und verleiht ihm einen unglaublichen 3-D-Glanz mit verbesserter Haarstruktur. 

Garnier Olia - dauerhafte Haarfarbe ohne Ammoniak (3 Stück)
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Ist Haare tönen unbedenklich?

Sie sind schonender als chemische Färbemittel, sorgen für ultimativen Glanz und Volumen. Die Rede ist natürlich von Tönungen. Stellt sich also die Frage, ob Haare tönen in der Schwangerschaft erlaubt ist? Hier gilt ebenfalls: Enthalten diese kein Ammoniak und keine Parabene, ist es nicht schädlich sich schwanger die Haare zu tönen. Besonders schonend sind temporäre Haarfarben, die sich nach und nach wieder auswachsen, denn diese kommen ohne jegliche Chemie aus. Besonders beliebt sind hier die „Syoss Wash Out“-Tönungen in der Schwangerschaft.

SYOSS Washout Stufe 1 Platinblond, temporäre Haarfarbe, 1er Pack (1 x 150 ml)
SYOSS Washout Stufe 1 Platinblond, temporäre Haarfarbe, 1er Pack (1 x 150 ml)

Oder die Tönungskuren „Mangala“ von Glynt. Eine perfekte Mischung aus Tönung und Pflege, die für eine Farbauffrischung in der Schwangerschaft geeignet ist. Alle Infos rund um die auswaschbare Haarfarben und andere Tönungen für perfekte Farbergebnisse erhältst du in unserem großen Haartönungs-Test:

Haare blondieren in der Schwangerschaft

Wer sich die vergangenen Jahre seine Haare immer blondiert oder heller gefärbt hat, muss nun leider enttäuscht werden. Eine schonende Blondierung für Schwangere gibt es leider nicht. Da die schonenden Colorationen, die zum Haare färben in der Schwangerschaft geeignet sind, kein Wasserstoffperoxid enthalten, lassen sich Haare nicht blondieren und auch nicht mehr heller färben. Warum? Peroxid ist eigentlich in Haarfarben enthalten, um die natürlichen – und bei bereits gefärbten Haaren auch die künstlichen Pigmente – aus dem Haar zu lösen und die neuen Pigmente der Wunschfarbe ins das Haarinnere zu transportieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass du ab sofort auf deine blonde Mähne verzichten musst. Denn die Blondierung darf lediglich nicht in Kontakt mit der Kopfhaut kommen. Spare also den Ansatz aus oder nutze eine andere Färbetechnik: Strähnchen.

Kann ich Strähnchen färben in der Schwangerschaft?

Sie sind die wohl beste Möglichkeit, auch noch während der Schwangerschaft mit einer frischen Haarfarbe zu glänzen: Strähnen! So gut wie jede Färbetechnik für Highlights kann auch während der Schwangerschaft angewendet werden, so lang die Colorationscreme beim Färben der Strähnchen nicht in Kontakt mit deiner Kopfhaut bekommt. Deshalb eignen sich für Schwangere besonders Färbetechniken wie Balayage oder Babylights, die einen natürlichen Farbverlauf vom Haaransatz bis in die Spitzen haben (wie von der Sonne geküsst) und somit kein Ansatz mit harter Kante beim Herauswachsen der Haarfarbe entsteht.

Haare färben in der Schwangerschaft
Bei vielen Strähnentechniken gelangt die Blondierung nicht an de Ansatz.

Eine ideale Idee für den nächsten Friseurbesuch, denn diese Strähnchentechnik sieht nicht nur unglaublich schön aus, sie hält auch noch viel länger als klassische Foliensträhnen. Aber auch Frauen, die sich sonst die Haare komplett dunkler färben oder tönen, können, während sie schwanger sind, zu Strähnen wechseln. Low-Lights bringen Volumen und Glanz in dein natürliches Haar und können sogar graue Haare während der Schwangerschaft kaschieren!

Alternative: Färben mit Pflanzenhaarfarben

Wer während seiner Schwangerschaft auf Nummer sicher gehen möchte und eine Alternative zu chemischen Haarfarben sucht, greift zu Pflanzenhaarfarbe. Von Honigblond bis hin zu Hibiskusrot – mit Pflanzenhaarfarbe sind mittlerweile nahezu alle Töne möglich. Außerdem sorgt das pflanzliche Produkt für mehr Volumen und einen natürlichen, gesunden Glanz in deinem Haar. Jedoch gilt auch hier: Hellerfärbungen sind mit Naturhaarfarben nicht möglich.

Folgende Ergebnisse kannst du mit Pflanzenfarbe erzielen:

  • Ton-in-Ton-Färbungen
  • (Farblose) Glossings
  • Haare dunkel färben – diese nehmen jedoch viel Zeit und Farbe in Anspruch
  • leichtes Kaschieren grauer Haare

Neben klassischen Naturhaarfarben wie Henna aus dem Reformhaus, gibt es mittlerweile auch Colorationen im Drogeriemarkt zu kaufen. Absoluter Liebling in den Regalen von dm und Co.: „Garnier Color Herbalia“, eine 100 Prozent pflanzliche Haarfarbe mit pflegendem Kokosöl, die ideal geeignet ist für bereits gefärbtes oder getöntes Haar.

Garnier Color Herbalia Bernsteinbraun, 100% pflanzliche Haarfarbe (3 Stück)
Garnier Color Herbalia Bernsteinbraun, 100% pflanzliche Haarfarbe (3 Stück)

Alle Infos rund um das Haare färben mit Naturhaarfarben bekommst du hier:

Farbabweichungen beim Haare färben in der Schwangerschaft

Egal für welche Variante du dich entscheidest, kann es beim Haare färben in der Schwangerschaft zu einem abweichenden Färbeergebnis kommen . So können blonde Colorationen, die seit mehreren Jahren die schönsten Aschtöne zauberten, mit einem Mal zum ungewollten Goldblond werden. Das liegt daran, dass sich deine Haarstruktur aufgrund des Hormonumschwungs möglicherweise so stark verändert, dass dein Haar anders auf die Farbe reagiert. Damit es zu keinem Haarfarben-Fiasko kommt, solltest du dich also in die Hände eines Profis begeben.

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Getty Images/ Srdjan Pavlovic;Denys;focusandblur

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