Impfung gegen Masern wird immer wichtiger

Die Zahl der Masernerkrankungen stieg im vergangenen Jahr schlagartig an. Einer aktuellen Studie zufolge verzichten vor allem Familien mit hohem Bildungsstand auf eine Impfung gegen Masern. Der Landesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) warnt jedoch davor, die Erkrankung zu unterschätzen.

Der „Rheinischen Post“ zufolge teilte der Landesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) am Dienstag mit, dass im vergangenen Jahr 1.770 Menschen in Deutschland an Masern erkrankt waren – 2012 waren es laut Robert-Koch-Institut (RKI) noch 165. Die Tendenz ist zudem steigend: So wurden in den ersten Monaten des Jahres 2014 bereits mehr Masernerkrankungen gemeldet als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Besonders häufig sind Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, doch auch Kinder zählen zu den Patienten. Grund für die vielen Masernfälle ist, dass immer mehr Menschen auf eine Impfung gegen Masern verzichten. Doch der BKK warnt davor, die Erkrankung zu unterschätzen: „Masern werden häufig als banale Kinderkrankheit eingeschätzt, dabei gelten sie als eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten.” Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts kommt es in fünf Prozent der Masernfälle zu Komplikationen, die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können und sich durch eine Impfung gegen Masern vermeiden ließen.

Impfung gegen Masern: Kleiner Patient mit Fieber im Bett

Eine Impfung gegen Masern verhindert die weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit.


Impfung gegen Masern: Je höher die Bildung, desto geringer die Impfrate

Wie ein vom Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung erstellter Versorgungsatlas zeigt, entscheiden sich insbesondere Familien „mit hohem sozioökonomischen Status“ gegen eine Impfung gegen Masern. „Die Impf-Wahrscheinlichkeit sinkt bundesweit mit steigender Quote hochqualifizierter Mütter“, umschreibt Studienautorin Sandra Mangiapane den Zusammenhang. „Auch der Einfluss regional unterschiedlich stark vertretener impfkritischer Ärzte, Heilpraktiker und Homöopathen wirkt sich vermutlich aus“, merkt Mangiapane an. Hinzu kommen Erwachsene, die als Kind nur eine Impfung gegen Masern erhalten haben und daher nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügen.

Die Anzahl der Masern-Erkrankungen ist im vergangenen Jahr drastisch angestiegen. Obwohl die Infektionskrankheit nicht zu unterschätzen ist, verzichten immer mehr Menschen auf die Impfung gegen Masern. Laut einer aktuellen Studie verzichten vor allem Eltern mit hohem Bildungsstand darauf, ihre Kinder impfen zu lassen.

Bildquelle: Thinkstock/Jovanmandic

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