Inobhutnahme: Mehr Kinder in Pflegefamilien

Über 36.000 Kinder wurden 2010 kurzfristig vom Jugendamt in Obhut genommen. Damit liegt die Zahl um acht Prozent höher, als im Vorjahr.

Mehr Kinder in Pflegefamilien

Mehr Jugendliche und Kinder in Obhut genommen

Inobhutnahme durch Jugendamt gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt letzte Woche bekannt gab, wurden 2010 mehr Kinder vom Jugendamt in Obhut genommen, als 2009. Eine so genannte Inobhutnahme ist ein kurzfristige Maßnahme, bei der Kinder zu ihrem eigenen Schutz vorübergehend aus ihrem familiären Umfeld herausgenommen werden. Dies geschieht entweder auf persönlichen Wunsch der Kinder oder weil das Jugendamt eine ernsthafte Gefährdung des Kindeswohls sieht.

36.300 Kinder und Jugendliche wurden 2010 kurzfristig von den verantwortlichen Jugendämtern in Pflege genommen. Das sind 2600 Kinder mehr als im Vorjahr und damit ein Anstieg der Inobhutnahme um rund 8% im Vergleich zu 2009.

27% der Kinder kehrten nach der Inobhutnahme nicht wieder in ihre Familien zurück, sondern wurden dauerhaft in Heimen oder bei Pflegeeltern untergebracht. Weitere 13% mussten sogar stationär in Krankenhäusern oder in Psychiatrien aufgenommen werden. Nur 15.300 Kinder und Jugendliche kehrten wieder in ihre Familien zurück.

Das Statistische Bundesamt sieht eine mögliche Ursache für die starke Zunahme der Zahl der Inobhutnahmen darin, dass seit 2008 viele Kinder aus dem Ausland ohne ihre Eltern, als Flüchtlinge ins Land gekommen sind.


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