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Selbstbewusstsein fördern

Körperwahrnehmung bei Kindern

Körperwahrnehmung bei Kindern

Wenn Du ein Kind bekommst, liest Du sicherlich alle möglichen Dinge über die Ernährung, Schlafgewohnheiten, Erziehung und Co. Ein Thema, das jedoch leider von Eltern nach wie vor eher am Rande behandelt wird, ist die Körperwahrnehmung von Kindern. Dabei ist diese ganz besonders wichtig, damit aus den Kleinen später selbstbewusste Erwachsene werden.

Mit positiver Körperwahrnehmung das Selbstbewusstsein fördern

Als Mami ist es natürlich besonders wichtig für Dich, dass Dein Kind gesund ist, doch ist diese Gesundheit nicht ausschließlich körperlich zu verstehen, auch geistig und emotional soll es Deinem Kleinen natürlich gut gehen. Die Körperwahrnehmung ist hierbei besonders wichtig, damit Dein Kind auch ein positives Selbstbild und Selbstbewusstsein entwickeln kann. Nur wer seinen Körper selbst von Anfang an als etwas Positives wahrnimmt, kann dieses Bild auch nach außen transportieren. Deswegen solltest Du alles daran setzen, Deinem Kind liebevoll zu vermitteln, dass sein Körper nichts ist, was es verstecken müsste oder wofür es sich gar schämen müsste. Diese positive Körperwahrnehmung bleibt Deinem Kind dann in der Regel sein ganzes Leben erhalten. So kann es Beleidigungen wesentlich besser wegstecken und ist nicht so anfällig für Menschen, die es später vielleicht einmal beleidigen und niedermachen wollen.

Körperwahrnehmung: Kind guckt in Spiegel.
Eine positive Körperwahrnehmung ist für Kinder besonders wichtig.

Positive Körperwahrnehmung mit allen Sinnen

Wir nehmen unsere Umgebung mit allen Sinnen wahr und dementsprechend setzt sich auch unsere Körperwahrnehmung zusammen. Dies ist sogar zwingend notwendig, denn um ein Gefühl für unseren Körper zu bekommen, müssen wir ihn mit sämtlichen Sinnen wahrnehmen und spüren. Nur wer seinen Körper kennt, kann sich in ihm auch wohlfühlen. Auf dieser Erkundungstour ist es ganz normal, dass Dein Kind sämtliche Teile seines Körpers wahrnimmt und hier auch vor nichts Halt macht. Auch das Erkunden der Geschlechtsorgane gehört hier ganz natürlich dazu. Dies hat bei Kleinkindern allerdings nur im entferntesten Sinne etwas mit Sexualität zu tun. Im Vordergrund steht hier die eigene Körperwahrnehmung und das Entdecken von neuen Dingen aus purer Lust an der Neugierde. Auch wenn Dir diese Erkundungen also auf dem ersten Blick befremdlich erscheinen, solltest Du sie auf keinen Fall unterbinden. Das würde nur dazu führen, dass Dein Kind hiermit entwas Schlechtes verbindet und ein falsches Körperbild von sich erhält.

Körperwahrnehmung über die Haut

Die eigene Körperwahrnehmung beginnt bei Babys vor allem über die Haut. Während die anderen Sinne noch nicht so gut ausgebildet sind, ist der Tastsinn besonders wichtig. Außerdem wird über die Haut durch Berührungen zusätzlich Nähe, Wärme und Geborgenheit vermittelt – etwas, von dem Babys ganz besonders viel brauchen, um sich in ihrem Körper wohlzufühlen. Wie kein anderer Sinn drückt der Tastsinn daher Liebe und Zuneigung aus. Um dies bei Deinem Baby zu fördern, ist eine Babymassage immer eine gute Idee. Hierbei geht es weniger darum, tatsächlich zu massieren, sondern vielmehr, Dein Baby überall sanft zu streicheln, damit es ein Gefühl für seinen eigenen Körper bekommt. Auch Benennungsspielchen, bei denen Du die verschiedenen Körperteile Deines Babys berührst und sie dabei benennst, tragen zur besseren Körperwahrnehmung Deines Kindes bei.

Körperwahrnehmung über die übrigen Sinne

Sobald Dein Kleines älter wird, kommen auch langsam die übrigen Sinne hinzu. Sie werden dann immer wichtiger, weshalb Du Deinem Kind hier nun auch vor allem visuellen und akustischen Input geben solltest. Doch auch andere Dinge können nun zu einer positiven Körperwahrnehmung beitragen. Bewegung steht hier an allererster Stelle. Um seinen Körper richtig zu spüren, ist es wichtig, an seine Grenzen zu gehen und zu fühlen, wozu der Köper im Stande ist. Lass Dein Kind sich also wann immer es möchte so richtig austoben. So kann es am besten seinen eigenen Körper spüren und eine positive Körperwahrnehmung entwickeln.

Positive Körperwahrnehmung: Nein bedeutet Nein!

Babymassagen sind schön und auch in einem höheren Alter sind Nähe und Geborgenheit gut, um die positive Körperwahrnehmung zu fördern. Je älter Dein Kind wird, desto mehr wird es jedoch seinen eigenen Kopf durchsetzen wollen und seine eigene Meinung entwickeln. Wenn Dein Kind Dir also irgendwann einmal zu verstehen gibt, dass es keine Lust mehr auf Streicheleinheiten hat, dann solltest Du dies unbedingt ernstnehmen und sofort aufhören. Nicht nur das Wissen darum, was es haben möchte, sondern auch was es nicht haben möchte, gehört zur Entwicklung der Körperwahrnehmung hinzu. Hörst Du in diesem Fall nicht auf Dein Kind, wird die Nähe eher den gegenteiligen Effekt haben. Kinder fühlen sich in ihrer Haut genauso unwohl wie Erwachsene, wenn die Berührungen nicht gewollt sind, selbst dann wenn diese von den eigenen Eltern oder Großeltern kommen, die nichts Böses im Sinn haben. Deinem Kind zu vermitteln, dass es in Ordnung ist, zu sagen, wenn man Berührungen nicht möchte, ist außerdem ein wichtiger Schritt, um zu vermeiden, dass Dein Kind irgendwann einmal in eine Situation gerät, in der es ohne das nötige Durchsetzungsvermögen und mit einer negativen Körperwahrnehmung möglicherweise sogar missbraucht oder misshandelt werden könnte. Sein Selbstbewusstsein wird durch das bewusste Nein-Sagen enorm gefördert.

Es ist ungemein wichtig, Deinem Kind eine positive Körperwahrnehmung zu vermitteln, da diese sich sehr auf sein Selbstbewusstsein auswirkt. Nähe, Geborgenheit und die Möglichkeit, seinen eigenen Körper erforschen zu können, sind daher für Dein Kind das A und O.

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