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Sicher reisen

Reisekrankheit bei Kindern

Wenn es in den Urlaub gehen soll, gibt es vor allem mit Kindern viel zu beachten. Nicht nur das Packen und die Grundversorgung gestalten sich da schwieriger, auch die Vorbereitung auf die eigentliche Reise ist nicht ganz leicht. Kinder sind nämlich besonders anfällig für die Reisekrankheit.

Wodurch entsteht die Reisekrankheit?

Die Reisekrankheit – auch Bewegungskrankheit oder Kinetose genannt – bezeichnet einen Widerspruch der Sinnesorgane, der zum Beispiel auf einem Schiff auftritt, wenn die Augen im geschlossenen Raum keine Bewegung erkennen können, das Gleichgewichtsorgan jedoch ein Schaukeln wahrnimmt. Doch die Seekrankheit ist nur eine mögliche Variante der Reisekrankheit. Insbesondere in der Ferienzeit, wenn es mit dem Auto oder dem Flugzeug gen Süden geht, wirst Du dies vermutlich bei Deinem Kind bemerken. Darüber hinaus kann eine Kinetose auch in Simulatoren, Achterbahnen und beim Spielen von Computerspielen auftreten. In der Regel ist das Gehirn in der Lage, sich nach zwei bis drei Tagen an die ungewohnte Situation anzupassen. Dies ist jedoch nur auf Schiffsreisen wirklich tröstlich. Wenn Deinem Kind bereits im Auto oder im Flugzeug schlecht wird, muss schnellere Hilfe her.

Die Reisekrankheit: Mutter und Tochter im Auto.
Die Reisekrankheit betrifft vor allem Kinder ab zwei Jahren bis zur Pubertät besonders stark.

Die Reisekrankheit: So macht sie sich bemerkbar!

Wenn Dein Kind an der Reisekrankheit leidet, siehst Du ihm das am Anfang noch nicht unbedingt an. Meist ist es nur blass, spricht wenig und wirkt etwas abwesend, was jedoch auch auf die ungewohnte Reisesituation zurückzuführen sein kann. Doch je länger die Bewegung anhält, desto schwerer werden die Symptome. Auf dem Höhepunkt der Reisekrankheit leidet Dein Kind an einer Lethargie, ausgelöst durch eine enorme Übelkeit, starken Schwindel und Schweißausbrüche. Es sieht blass und müde aus und kann sich im schlimmsten Fall sogar erbrechen. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden wellenförmig auftauchen und Dein Kleines immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes von den Symptomen überschwemmt wird. In besonders schweren Ausnahmefällen, die über lange Zeit andauern, kann dies sogar zu einer depressiven Stimmung führen. Damit dieser Fall nie eintritt, solltest Du wissen, wie Du der Kinetose vorbeugen und sie behandeln kannst.

So verhinderst Du, dass die Reisekrankheit auftritt

Das Beste, was Du bei einer Reisekrankheit tun kannst, ist zu verhindern, dass sie überhaupt erst auftritt. Hierfür kannst Du einige Vorkehrungen treffen. So ist es, wenn Du mit Kindern unterwegs bist, immer besser, nachts zu reisen. Auf diese Weise hat Dein Kleines die Möglichkeit, die Krankheit schlicht zu verschlafen. Bevor die Reise losgeht, solltet Ihr allerdings etwas gegessen haben. Speisen, die schwer im Magen liegen, solltest Du zwar nicht auftischen, allerdings wird die Reisekrankheit nur schlimmer, wenn Dein Kleines einen leeren Magen hat. Während des Reisens mit dem Auto solltest Du immer genügend Pausen einplanen. Alle zwei Stunden sollte Dein Liebling die Chance haben, sich die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen. Außerdem solltest Du verhindern, dass es sich zu stark auf etwas im Fahrzeug konzentriert. Ein Buch zu lesen oder ein Spiel zu spielen, macht die Reisekrankheit nur noch schlimmer. Am besten lässt Du Dein Kind in den Himmel gucken, wo Ihr Euch gegenseitig beschreiben könnt, was für lustige Formen Ihr in den Wolken erkennt. Auf Schiffen hingegen ist es ratsam, sich immer in der Mitte des Schiffs aufzuhalten und den Horizont als Ankerpunkt im Auge zu behalten.

Die Reisekrankheit: Das kannst Du dagegen tun!

Doch was, wenn Dein Liebling bereits unter der Reisekrankheit leidet und es ihm schon schlecht geht? Seid Ihr mit dem Auto unterwegs, solltet Ihr in jedem Fall auf der Stelle eine Pause einlegen. Seid Ihr hingegen in einem Flugzeug oder auf einem Schiff, solltest Du Deinem Kind etwas Wasser zu trinken und etwas Cracker zum Essen geben. Außerdem hilft es, immer tief durch den Mund ein- und auszuatmen. Auch medizinisch kannst Du jedoch Abhilfe schaffen. So gibt es einige Medikamente und für kleinere Kinder auch Zäpfchen, die Du entweder beim Auftreten der Reisekrankheit oder eine halbe Stunde vor Beginn der Fahrt verabreichen kannst. Eingefleischte Anhänger der Homöopathie können hingegen vor allem auf Cocculus vertrauen und auch Ingwerkaugummis sind ein natürliches Mittel gegen die Übelkeit.

Wer ist besonders von der Reisekrankheit betroffen?

Anfällig, an der Reisekrankheit zu erkranken, sind vor allem Kinder ab zwei Jahren. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gleichgewichtsorgan vollständig ausgebildet und beginnt, auf Reisen Probleme zu machen. Mit circa 12 Jahren erreicht diese Empfindlichkeit letztlich ihren Höhepunkt und nimmt anschließend wieder ab. Ein Unterschied zwischen Jungen und Mädchen gibt es hierbei nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Doch auch wenn Du noch nie unter der Reisekrankheit gelitten hast, ist dies kein Garant dafür, dass dies auch so bleibt. Die extreme Übelkeit kann im Grunde genommen jeden ohne Vorwarnung treffen. Besonders schlimm scheinen im Übrigen auf und ab Bewegungen zu sein wie etwa auf einem Schiff mit starkem Wellengang oder auf einer hügeligen Straße.

Kinder sind für die Reisekrankheit besonders anfällig. Du solltest daher vor einer längeren Reise bereits sämtliche Vorkehrungen treffen. Plant viele Pausen ein, reist nicht auf leeren Magen und halte auch immer spezielle schulmedizinische oder natürliche Medikamente bereit, falls die Übelkeit Deinem Schatz sehr zu schaffen machen sollte.

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