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Montessori-Pädagogik: Welche Erziehungsziele verfolgt das Konzept?

Bildungskonzept

Montessori-Pädagogik: Welche Erziehungsziele verfolgt das Konzept?

Die Montessori-Pädagogik steht unter dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“. Sie orientiert sich unmittelbar am Kind und an seinen Bedürfnissen. Mittlerweile hat die Montessori-Pädagogik an vielen Schulen, Kindergärten und Kinderhäusern in ganz Deutschland Einzug erhalten. Hier erfährst Du ihre wichtigsten Grundsätze.

Was ist das Montessori-Konzept?

Die Montessori-Pädagogik ist ein Bildungskonzept, das im Jahre 1907 von Maria Montessori entwickelt wurde. Das Konzept deckt die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen ab und beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seiner selbst“. Montessoris Ansatz basiert auf dem Konzept des offenen Unterrichts und der Freiarbeit. Die Montessori-Pädagogik orientiert sich an dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“. Wenn diese Philosophie dein Kind schon früh prägen soll, kannst Du es in einem Montessori-Kindergarten anmelden. Auch die Montessori-Schulen unterstützen dein Kind bei seiner Persönlichkeitsentwicklung.

Montessori-Pädagogik: Erzieherin spielt mit Kindern
Die Montessori-Pädagogik ermutigt dein Kind zum selbstständigen Denken.

Wie sieht Maria Montessori das Kind?

Die Montessori-Pädagogik ist eine Philosophie, die das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt stellt. Sie betont die Begabungen und Talente deines Kindes unter der Annahme, dass Kinder am besten in ihrer eigenen Art und in ihrem eigenen Rhythmus lernen. Das Ziel des selbstständigen Lernens ist, dass dein Kind seinen eigenen Interessen folgt und so Selbstvertrauen erlangt und Selbstständigkeit lernt. Hieraus ergibt sich eine Flexibilität der Lernmethode. Es kann zum Beispiel sein, dass dein Kind Mathematik besser beim Messen und beim Bau einer Maschine lernt als aus einem Lehrbuch. Befürworter der Montessori-Pädagogik vertreten die Ansicht, dass Kinder frei lernen sollen – ohne Kritik und Einschränkungen. Daher wird bei dieser Pädagogik sowohl von Belohnungen als auch von Strafen abgesehen. Dein Kind wird stattdessen dazu ermutigt, das Thema, das Tempo und die Wiederholung des Lernstoffes selbst festzulegen.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik im Kindergarten

Zu den Prinzipien der Montessori-Pädagogik gehört, dass dein Kind in seiner Persönlichkeit geachtet und als ganzer, vollwertiger Mensch gesehen wird. Es soll schon im Kindergarten dabei unterstützt werden, seinen Willen zu entwickeln, indem ihm ausreichend Raum für freie Entscheidungen gegeben wird. Die Erzieherinnen des Montessori-Kindergartens helfen deinem Kind dabei, selbstständig zu denken und zu handeln. Außerdem bietet die Montessori-Pädagogik ihm die Gelegenheit, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen. Grundannahme ist, dass Kinder zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes lernen. Schwierigkeiten soll nicht ausgewichen werden, sondern mit Hilfe überwunden werden. Die Freiarbeit ist das Kernstück der Montessori-Pädagogik im Kindergarten, wobei die Kinder selbst wählen, womit sie sich beschäftigen möchten. Die freie Entscheidung soll dann zu einer selbstständig angeeigneten Disziplin führen, die nicht von den Erzieherinnen initiiert und durchgesetzt wird. Diese verstehen sich als Helfer zur selbstständigen Persönlichkeit. Besonders wichtig ist bei der Montessori-Pädagogik, dass sich die Erzieherinnen auch als Lernende begreifen. Konsequenzen und mahnende Worte sind zur rechten Zeit aber erwünscht.

Die Montessori-Pädagogik an einer Montessorischule

Die Montessori-Pädagogik eines Montessori-Kindergartens kann an einer Montessori-Schule fortgesetzt werden. Die Schule versucht dabei ebenfalls, dein Kind bei der Entwicklung eines freien Willens zu unterstützen, und hält es dazu an, selbst zu bestimmen, was, wann und wie es lernen möchte. Die Lehrer an einer solchen Schule stehen ihm dabei unterstützend zur Seite, indem sie eine altersgerechte Lernumgebung schaffen und deinem Kind Material bereitstellen, welches auf seine Fähigkeiten abgestimmt ist. Im Mittelpunkt der Montessori-Pädagogik stehen auch in der Schule die Persönlichkeitsentwicklung sowie der individuelle Kenntnisstand der Schüler. Die Schulzeit soll deinem Kind dazu dienen, sein soziales, ethisches und demokratisches Bewusstsein zu entdecken. Zudem sieht es die Montessori-Schule als ihre Aufgabe an, die Potenziale Deines Kindes umfassend zu fördern, denn das Hauptaugenmerk der Montessori-Pädagogik liegt auf der Stärkung der individuellen Begabungen, Talente und Fähigkeiten Deines Kindes. In einer Montessori-Schule werden die verschiedenen Jahrgänge zu Lerngruppen zusammengefasst, sodass jedes Kind entsprechend seinem eigenem Rhythmus lernen kann. Der Unterricht gliedert sich in den gebundenen Unterricht und die Freiarbeit. Neue Themen werden im gebundenen Fachunterricht eingeführt. Die Freiarbeit gibt Deinem Kind die Möglichkeit, sich mit einem Thema seiner Wahl zu befassen.

Was sind die Vor- und Nachteile der Montessori-Pädagogik?

Die Montessori-Pädagogik weist sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Zu den Vorteilen zählt die Betonung von Gerechtigkeit und Fairness. Dein Kind lernt hierdurch schon früh, sich fair zu verhalten, und entwickelt einen starken Gerechtigkeitssinn. Zudem stärkt die Montessori-Pädagogik das Gemeinschaftsgefühl der Kinder. Ein weiterer Vorteil dieser Pädagogik ist, dass Dein Kind sowohl im Montessori-Kindergarten als auch an einer Montessori-Schule eine individuelle Förderung erhält. Ein Nachteil einer Montessori-Schule und eines Montessori-Kindergartens sind allerdings die Kosten. Da sich die Einrichtungen zumeist in privater Trägerschaft befinden, ist der Besuch einer Montessori-Schule oder eines Montessori-Kindergartens nur selten kostenlos. Zudem kann sich ein Schulwechsel von einer Montessori-Schule an eine weiterführende Schule als schwierig gestalten, denn anders als in staatlichen Grundschulen spielen die Lehrpläne an einer Grundschule, an der die Montessori-Pädagogik praktiziert wird, eher eine untergeordnete Rolle. Dein Kind könnte also unter Umständen Probleme haben, sich an das Schulsystem einer Realschule oder eines Gymnasiums anzupassen, wenn es zuvor eine Montessori-Schule besucht hat.

Ob die Montessori-Pädagogik der richtige Lernansatz für dein Kind ist, ist natürlich deine individuelle Entscheidung. Besucht doch einfach mal einen Kindergarten, der mit der Montessori-Pädagogik arbeitet, um herauszufinden, ob dein Kind sich dort wohlfühlen könnte.

Was dir keiner über die Zeit nach der Schule verrät

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iStock / AaronAmat

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