Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Höherer Ausgleich

Positive Neuigkeiten im Hebammenstreit

Positive Neuigkeiten im Hebammenstreit

Der Hebammenstreit sorgt schon seit vielen Monaten immer wieder für Schlagzeilen. Neben zahlreichen Aktionen und Petitionen, um den Beruf der freiberuflichen Hebammen zu retten, gibt es nun eine positive Nachricht: Die Krankenkassen zahlen einen höheren Zuschuss zur Haftpflichtversicherung.

Eine Hebamme betreut werdende Mamis nicht nur bei der Geburt, sondern ist meist auch für die umfangreiche Vor- und Nachversorgung zuständig. Oftmals wenden sich Frauen daher an freiberufliche Hebammen, die sich ihnen auf einer persönlicheren Ebene und über längere Zeit widmen können als dies bei Beleghebammen im Krankenhaus möglich ist. Doch nachdem die Haftpflichtversicherung für Hebammen 2014 schlagartig teurer geworden ist, war nicht klar, ob Hebammen es sich weiterhin leisten können, freiberuflich zu arbeiten. Nun gibt es zumindest einen Lichtblick für die Berufsgruppe: Die Krankenkassen zahlen ihnen einen höheren Zuschuss zur Haftpflichtversicherung.

Eine Hebamme betreut vor, während und nach der Geburt.
Eine Hebamme betreut vor, während und nach der Geburt.

Grund für die angestiegenen Versicherungsbeiträge, so der Verband der Deutschen Versicherer, sei der hohe Leistungsumfang bei Schäden, die durch Fehler bei der Geburt entstünden. Für die Hebammen bedeutete dies einen Anstieg der Gruppenhaftpflichtversicherung von 3.689 Euro im Jahr 2010 auf 6.274 Euro im letzten Jahr. In diesem Jahr wird von einer Erhöhung auf 6.843 Euro ausgegangen. Grund genug, um für zahlreiche Ängste bei den freiberuflichen Hebammen zu sorgen.

Hebammenstreit: So viel Zuschuss soll es geben

Nachdem im September ein Schiedsspruch neue Zuschüsse seitens der Krankenkassen festgelegt hat, erhalten freiberufliche Hebammen seit Anfang des Jahres je nach Versicherungshöhe zwischen 3.270 Euro für ein halbes und 6.540 Euro für ein ganzes Jahr. Um diesen Ausgleich zu bekommen müssen Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, einen Antrag stellen und mindestens vier Geburten im Jahr nachweisen.

Trotz des Hebammenstreits ist die Zahl der freiberuflichen Geburtshelferinnen 2015 gestiegen. Bleibt zu hoffen, dass die erfreulichen Nachrichten bezüglich der höheren Zuschüsse für weiteren Wachstum in diesem Berufsfeld sorgen – schließlich wünscht sich jede werdende Mami eine Hebamme, der sie vertrauen kann und die Zeit für sie hat.

Bildquelle: iStock/monkeybusinessimages

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch

Teste dich